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American Football  |  29.05.2019  |  08:10 Uhr

Cowboys haben die besseren Waffen – und "Kreuzritter" aus Burghausen beim 30:42 riesiges Verletzungspech

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Meist einen Schritt zu spät kam die Defense der Burghauser Crusaders gegen die gelben Münchner Cowboys vor allem bei Passsituationen – hier Sebastian Lippert (im Hechtsprung) und Simon Billinger (hinten rechts). −Foto: Janine Kübler

Meist einen Schritt zu spät kam die Defense der Burghauser Crusaders gegen die gelben Münchner Cowboys vor allem bei Passsituationen – hier Sebastian Lippert (im Hechtsprung) und Simon Billinger (hinten rechts). −Foto: Janine Kübler

Meist einen Schritt zu spät kam die Defense der Burghauser Crusaders gegen die gelben Münchner Cowboys vor allem bei Passsituationen – hier Sebastian Lippert (im Hechtsprung) und Simon Billinger (hinten rechts). −Foto: Janine Kübler


Erste Heimniederlage beim zweiten Auftritt vor eigenem Publikum für die Burghausen Crusaders: Am vierten Spieltag der Saison in der neu gestaffelten American-Football-Regionalliga Süd hat sich das Team vom TV 1868 trotz furiosen Beginns dem starken Aufsteiger Munich CowboysII mit 30:42 geschlagen geben müssen. Trotzdem bleiben die "Kreuzritter", die im Laufe der Partie durch insgesamt fünf Verletzungsausfälle immer weiter geschwächt wurden, in der Südgruppe auf dem 1. Tabellenplatz.

Einen Vorgeschmack darauf, was im Spiel folgen sollte, gab es schon im Training, wo sich mit Sebastian Mattscheck ein absoluter Leistungsträger verletzte. Dass die Crusaders jeden ihrer Bausteine benötigen würden, war allen klar, denn der Gegner aus München reiste zwar punktlos an, hatte allerdings gegen die bis dahin ungeschlagenen Fursty Razorbacks und Nürnberg Rams verloren.

Der Start ins Spiel war für Burghausen dennoch vielversprechend. Mit einem "Onside Kick" konnte man die Cowboys-Reserve überraschen: Statt den Kickoff lang nach vorne zu spielen, wurde der Ball nur über die benötigten zehn Yards geschossen. Den anschließenden Drive nach Pass von Quarterback Danny Gordon verwandelte Wide Receiver Michael Stadler zur 7:0-Führung.

Die Gäste zogen jedoch bereits im direkten Gegenzug gleich und lagen nach einer starken Abwehrleistung dann ihrerseits mit 14:7 in Front. Bitterer als der Rückstand waren Verletzungen, die Crusaders-Spieler in dieser Phase erlitten. Mit Christoph Hausperger fiel der Ersatz für Mattscheck aus und mit Rochus Kimberger der Anker in der generell schwach besetzten Offensive Line der Burghauser. Für beide war die Partie damit früh beendet. Auch Wide Receiver Domonkos Veress musste das Spiel verletzungsbedingt vorzeitig aufgeben und seine lädierte Schulter im Krankenhaus untersuchen lassen.

Im zweiten Viertel offenbarte sich bei den Crusaders ein Problem, das sie bereits in der vorigen Saison immer wieder Spiele gekostet hatte: die Passverteidigung. Die Cowboys nutzten dies gnadenlos aus und erhöhten auf 20:7. Burghausen konterte mit einem Field Gol zum 10:20, aber wenig später kamen die Gäste erneut über das Passspiel zu Punkten auf dem Scoreboard. Das 10:27 war bezeichnend für die Lücken in der heimischen Defensive. Kurz vor der Halbzeitpause gelang dem Duo Gordon/Stadler nochmals der Anschluss zum 17:27. Man lag also nur zehn Zähler zurück.

Trainer Francesco Lanzani fand in der Kabine offenbar die richtigen Worte, denn sein Team bekam zu Beginn des dritten Viertels Zugriff aufs Spiel. Während die Defensive der "Kreuzritter" nun nichts zuließ, hatte man nach einem Touchdown von Gordon mit einem Field Goal den Ausgleich auf dem Fuß, vergab aber nur um Zentimeter. Kurz zuvor beklagte Burghausen den insgesamt vierten Verletzten der Partie: Für Wide Receiver Stephan Schatz ging es nicht mehr weiter.

Von der Crusaders-Drangphase aufgerüttelt warf München nochmal alles nach vorne und stellte – wieder nach einem Pass – auf 24:34. Das war die Vorentscheidung. Nachdem auch noch Offensive Lineman Christian Reis verletzt in die Klinik musste, erhöhten die Gäste aus ihrer Sicht auf 40:24. Die Herzogstädter punkteten danach zwar noch durch einen Touchdown-Lauf von Gordon, die folgende Two-Point-Conversion trugen die Cowboys jedoch zum Endstand zurück.

Abgesehen vom riesigen Verletzungspech hatten die Cowboys an dem Tag die besseren Waffen als die "Kreuzritter". Burghausen führt die Tabelle vor den punktgleichen München Rangers (beide 4:4) weiterhin an. Dass man nun an zwei Wochenenden in Folge spielfrei ist, kommt der Mannschaft sicher gelegen. Bis zum nächsten Einsatz am 15. Juni um 16 Uhr gegen den Nordgruppen-Vertreter Nürnberg Rams sollten einige der Verletzten wieder fit sein. − red












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