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Laufen  |  14.03.2019  |  10:56 Uhr

Josef Diensthuber erstmals Deutscher Meister: Reischacher gewinnt M-35-Titel im Cross

von Oliver Wagenknecht

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Im ungewohnten roten Trikot seines "Zweitvereins" TSG Ehingen lief Josef Diensthuber (3. von links) auf der Ingolstädter Cross-Strecke in seiner Altersklasse auf Platz 1. −Foto: Richter

Im ungewohnten roten Trikot seines "Zweitvereins" TSG Ehingen lief Josef Diensthuber (3. von links) auf der Ingolstädter Cross-Strecke in seiner Altersklasse auf Platz 1. −Foto: Richter

Im ungewohnten roten Trikot seines "Zweitvereins" TSG Ehingen lief Josef Diensthuber (3. von links) auf der Ingolstädter Cross-Strecke in seiner Altersklasse auf Platz 1. −Foto: Richter


Den bisher größten sportlichen Erfolg in seiner Läuferkarriere hat Josef Diensthuber erzielt. Bei den Deutschen Cross-Meisterschaften in Ingolstadt stürmte der 37-jährige Reischacher zum Titel in seiner Altersklasse M35 – und das auch noch sehr souverän.

"Die Hoffnung auf einen Podestplatz hatte ich schon", sagt Diensthuber, für den es der erste Sieg auf nationaler Ebene war. Aber "dass dann sogar der Titel raussprint, kann ich noch gar nicht so richtig fassen". Auf der 6km langen Mittelstrecke ließ er in 20:50Minuten alle 29Mitkonkurrenten seiner Klasse hinter sich. Die weiteren Läufer auf dem Treppchen, Raphael Arnold (LAZ Ludwigsburg/21:01) und Edwin Singer (LG Allgäu/21:05) folgten mit klarem Rückstand von elf und 15 Sekunden.

Wie immer bei größeren Meisterschaften lief Diensthuber nicht für die LG Gendorf Wacker Burghausen, sondern für die TSG Ehingen aus seinem – wie er sagt – "Startpass-Bundesland" Baden-Württemberg. Vor allem dank ihm gab’s im Mannschaftswettbewerb dann auch noch eine Silbermedaille dazu.

Der Parcours sei "sehr abwechslungsreich" gewesen, erzählt Diensthuber, und habe ihm deshalb "riesig Spaß gemacht". Es war eine Runde von etwa einem Kilometer, die je nach Alter unterschiedlich oft durchlaufen werden musste; mit vier kleineren Anstiegen, einer 180-Grad-Wende und zwei Balken-Hindernissen. Das Wetter sei "bis auf den Wind ideal" gewesen, sagt der junge Familienvater, in dessen Rennen auch die Sportler der Klassen M 40 und M 45 liefen. Im 78 Mann großen Feld mischte Diensthuber von Beginn an vorne mit. "Das Anfangstempo war etwas moderater und damit nach meinem Geschmack", berichtet er.

Nach der ersten Runde setzte er sich in einer sechsköpfigen Spitzengruppe etwas ab. Johannes Hillebrand von der LG Stadtwerke München, einer der beiden M-40-Topläufer, und Diensthuber leisteten die Tempoarbeit. In Runde4 hatte sich die Führungsgruppe halbiert, nun lief der Reischacher mit Hillebrand und dem ebenfalls älteren Danny Schneider (TSG Schwäbisch Hall) alleine vorneweg. Die drei weiteren M-35er konnten nicht mehr Schritt halten, und spätestens ab da war Diensthuber klar auf Titelkurs.

Ungefähr 600 m vor dem Ziel habe dann Schneider aus dem Windschatten heraus eine Attacke gesetzt, "die ich nicht kontern konnte", so Diensthuber. Mit vier Sekunden Rückstand auf den Schwäbisch Haller, der sich als Gesamtsieger in 20:46 Minuten den M-40-Titel verdiente, wurde er ungefährdet Meister der M 35. Außer ihm und Schneider war in diesem Lauf keiner unter 21 Minuten geblieben.

Hinterher durfte Diensthuber in der Teamwertung ein zweites Mal aufs Podest. Mit seinen Ehinger Kollegen Alexander Härdtner und Heiko Bölke musste er nur dem siegreichen SSC Hanau-Rodenbach knapp den Vortritt lassen. Mannschaftssilber war ein Extrazuckerl für Diensthuber, dessen intensive Vorbereitung so gleich mit zwei Medaillen belohnt wurde. Er habe "die letzten vier Wochen viel Intervall- und Bergtraining" gemacht, erzählt der Sportreferent aus dem Reischacher Gemeinderat, der seit Dezember als Elektroingenieur bei der Wacker-Chemie in Burghausen arbeitet – und auch davon profitierte: "Durch neue Trainingspartner aus meinem Arbeitsumfeld", verrät er, hätten sich "sehr gute Trainingsbedingungen ergeben".

Wie gut Josef Diensthuber derzeit in Form ist, wird man an diesem Samstag beim Altöttinger Cross bewundern können. Im Normalfall läuft er dort die Konkurrenz in Grund und Boden.












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