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05.02.2019  |  08:40 Uhr

Spitzenreiter rasiert, Revanche im Derby: Deggendorfs Drittliga-Volleyballer versetzen Fans in Ekstase

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In Ekstase versetzte die TSV-Fans der 3:0-Sieg gegen den Spitzenreiter Delitzsch. −Foto: Müller

In Ekstase versetzte die TSV-Fans der 3:0-Sieg gegen den Spitzenreiter Delitzsch. −Foto: Müller

In Ekstase versetzte die TSV-Fans der 3:0-Sieg gegen den Spitzenreiter Delitzsch. −Foto: Müller


Der TSV Deggendorf spielte am Wochenende wie aus einem Guss. Die Drittliga-Volleyballer des TSV Deggendorf brachten dem bislang so starken Tabellenführer aus Delitzsch in eigener Halle mit einem brillanten 3:0-Sieg dessen zweite Saisonniederlage bei. Einen Tag später musste dann auch der TSV Niederviehbach im niederbayerischen Derby dran glauben.

Aber erst zum Samstag, als sich in der Comenius-Halle in Deggendorf Geschichte wiederholte. Die Festung machte ihrem Ruf als Favoriten-Falle einmal mehr alle Ehre. Mal wieder war mit dem GSVE Delitzsch eine schier übermächtige Mannschaft zu Gast, die unangefochten an der Tabellenspitze der Dritten Liga Ost thront. Im Hinspiel ließen sie den Deggendorfern keine Chance und gewannen im Schnellwaschgang mit 3:0. Mal wieder gelang es aber dem Team aus Niederbayern, zusammen mit den heimischen Fans einen Favoriten zu stürzen. Wie damals schon gegen den VC Dresden oder die Spielgemeinschaft Coburg/Grub gelang den Hausherren eine spielerisch und vor allem kämpferisch beeindruckende Leistung.

Von Beginn an war zu spüren, dass jeder Akteur bis in die Haarspitzen motiviert war. Folgerichtig war der erste Durchgang, wie auch der gesamte weitere Spielerverlauf, hart umkämpft. Keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, den zahlreichen Fans wurden starke Abwehr- und Angriffsaktionen geboten. Johannes Schwarz war es schließlich, der die 1:0 Satzführung mit einem Ass herbeiführte. Ab da war klar, dass der Zweitligaabsteiger zu schlagen ist.

Als Georg Wolf dann im zweiten Satz mit einem Block das zwischenzeitliche 13:8 besorgte, bebte die Halle – und die Sensation rückte immer näher. Hinterher bemühte Außenangreifer Kilian Grobbink eine Binsenweisheit: "Wenn man erst mal einen Satz gegen eine Mannschaft gewonnen hat, kann man auch drei gewinnen."

Eine Wucht: Constantin Schmid zieht durch.

Eine Wucht: Constantin Schmid zieht durch.

Eine Wucht: Constantin Schmid zieht durch.


Nur: Delitzsch ließ sich vom Rückstand wenig beeindrucken und kämpfte sich im Stile einer Spitzenmannschaft Punkt für Punkt heran. In einer nun hitzigen, aber immer fairen Partie gaben sich beide Angriffsreihen keine Blöße. Beim Stande von 29:28 gelang schließlich Grobbink durch einen krachenden Block der Lucky Punch, der die 2:0-Satzzwischenstand bedeutete.

Inzwischen hielt es niemanden mehr auf den Sitzen, denn auch der dritte Satz bot Volleyball auf höchstem Niveau. Die Führung wog ständig hin und her. Rene Räbiger war es nach hartem Kampf vorbehalten, die Sensation durch einen klasse Mittelangriff perfekt zu machen. Der sprichwörtliche Matchwinner war nach Spielende sichtlich überwältigt: "Das war heute einfach der absolute Wahnsinn. Wir haben super gespielt, gekämpft, immer an uns geglaubt und mal wieder beweisen, dass wir uns in der Rolle des Underdogs und Favoritenschrecks pudelwohl fühlen", sagte Räbiger.

Endstation: Die TSV-Spieler Kilian Grobbink (von rechts), René Räbiger und Michael Brunner springen hoch zum unbezwingbaren Block. −Fotos: Helmut Müller

Endstation: Die TSV-Spieler Kilian Grobbink (von rechts), René Räbiger und Michael Brunner springen hoch zum unbezwingbaren Block. −Fotos: Helmut Müller

Endstation: Die TSV-Spieler Kilian Grobbink (von rechts), René Räbiger und Michael Brunner springen hoch zum unbezwingbaren Block. −Fotos: Helmut Müller


Tags darauf mussten die Mannen von Trainer Szcabi Beregszaszy gleich wieder die Turnschuhe schnüren: Es ging zum Niederbayern-Derby gegen den TSV Niederviehbach, und da stand noch eine Revanche aus. Das Hinspiel hatte Deggendorf in eigener Halle mit 0:3 abgeschenkt – was die Mannschaft mächtig wurmte.

Allerdings lief es von Beginn an nicht ganz rund im Spiel der Gäste. An diesem Sonntag zeigte sich aber die neue Nervenstärke der Deggendorfer. Der TSV egalisierte den Rückstand und Kilian Grobbink sorgte mit einer Aufschlagsserie für den 25:21-Satzerfolg. Der zweite Durchgang war hart umkämpft und auch hier hatten die Gäste das bessere Ende für sich (30:28). Der dritte Satz sollte dann der letzte an diesem Wochenende werden: Die Gegenwehr der Hausherren war nun endgültig gebrochen, sodass schlussendlich ein überaus deutlicher 25:14 Satz- und 3:0-Spielerfolg stand.

Mit nun 28 Punkten rangiert die Mannschaft auf dem fünften Platz. Am Sonntag ist Tabellennachbar TSV Eibelstadt (6.) zu Gast. − mib/red













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