Burghausen gegen Haching

Leidenschaft, Laufbereitschaft, Lust auf Fußball: So will Wacker den Spitzenreiter knacken

05.08.2022 | Stand 05.08.2022, 14:47 Uhr

Zu einem spontanen Jubelbild versammelten sich die erleichterten Wacker-Kicker um Trainer Hannes Sigurdsson (links vorne) am Dienstagabend nach dem 3:2-Erfolg in Aschaffenburg vor ihren Fans. Ob es auch heute im Heimspiel gegen den Spitzenreiter und Topfavoriten Unterhaching Grund zur Freude gibt? −Foto: Butzhammer

Von Michael Buchholz

Kracher am 5. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern für den SV Wacker Burghausen: Die Mannschaft von Trainer Hannes Sigurdsson erwartet am Samstag um 14 Uhr den Tabellenführer Spvgg Unterhaching, der seine vier Partien bislang allesamt gewonnen hat.

Mit dem 3:2-Erfolg am Dienstagabend beim SV Viktoria Aschaffenburg hat die Truppe von der Salzach beste Werbung für den Hit gegen den großen Favoriten aus der Vorstadt betrieben. „Jetzt wollen wir unseren Fans auch gegen Unterhaching eine Freude machen“, sagt Sigurdsson, der die Leistungssteigerung in Aschaffenburg als wichtigen Schritt in die richtige Richtung wertet: „Wir lernen uns immer besser kennen und können uns so auch verbessern. Fußballerisch waren wir sehr gut, auch der Wille und die Mentalität waren hervorragend.“

Der Isländer erwartet im Duell mit dem Team von Ex-Nationalspieler Sandro Wagner zwei Rivalen, die nach vorne spielen und sich viele Chancen erarbeiten können: „Beide Mannschaften wollen gewinnen, beide Mannschaften werden offensiv spielen. Das wird sicher ein sehr schönes Spiel für die Zuschauer.“ Wichtigste Aufgabe des SV Wacker wird es sein, die starke Offensive der Gäste um Patrick Hobsch, Mathias Fetsch und Boipelo Mashigo zu stoppen. Das Trio hat nach vier Einsätzen jeweils drei Treffer auf dem Konto.

Etwas Kopfzerbrechen bereitet dem SVW-Coach dabei natürlich, dass die ohnehin neu formierte Abwehr jetzt schon wieder auseinandergerissen wird, weil Viktor Miftaraj seine Sperre aus dem Aschaffenburg-Spiel abbüßen muss. „Das war eine unnötige gelb-rote Karte. Aber das gehört nun mal zum Fußball dazu“, so Sigurdsson. Aller Voraussicht nach wird Moritz Moser den Platz in der Innenverteidigung neben Yannick Scholz einnehmen, auf der linken Verteidiger-Position bietet sich dann der Einsatz von Jerome Läubli an.

„Wir hatten jetzt natürlich die schwere Auswärtsfahrt unter der Woche in Aschaffenburg und mussten 45 Minuten mit zehn Mann viele Körner investieren. Unterhaching hat eine super Mannschaft und ist meiner Meinung nach der Topfavorit auf den Titel. Ich erwarte von uns, dass wir dieselbe Leidenschaft, Laufbereitschaft und Spielfreude wie am Dienstag so lange wie möglich auf den Platz bringen“, sagt auch Christoph Schulz, der auf breite Unterstützung hofft. Der Kapitän verspricht: „Im eigenen Stadion wollen wir unseren Fans ein gutes Spiel zeigen.“

Zwischen Burghausen und Unterhaching kam es bisher zu zahlreichen Duellen: 36 Mal sind sich beide Teams in verschiedenen Ligen bereits gegenübergestanden, wobei die Bilanz mit 20 Siegen bei elf Niederlagen ganz klar für Wacker spricht. Auf dem Papier sind aber die Gäste in der Favoritenrolle. Sigurdsson: „Unterhaching kommt mit vier Siegen zu uns, das heißt schon was. Aber ich sehe trotzdem gute Chancen für uns.“

Mut macht dem SVW-Coach natürlich die eigene Leistung vom Dienstag, aber auch die Tatsache, dass der SV Heimstetten den Liga-Primus unter der Woche lange am Rande einer Niederlage hatte. Unterhaching durfte erst Ende des Spiels jubeln, als Manuel Stiefler zum 3:2 (79.) traf.

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