Heimdebüt gegen kleine Löwen

SV Erlbach hofft auf große Kulisse – Maximilian Manghofer trifft auf viele Ex-Kollegen

20.07.2022 | Stand 20.07.2022, 11:22 Uhr

Die Heimpremiere in der Bayernliga Süd feiern Erlbachs Abwehrchef Maxi Manghofer (links) und seine Kollegen heute um 19.30 Uhr gegen 1860 München II. −Foto: Butzhammer

Von Wolfgang Czernin

Nach dem 1:1 in der Auftaktpartie zur Fußball-Bayernliga Süd am Sonntag gegen Türkspor Augsburg hatte der SV Erlbach nur zwei spielfreie Tage, denn bereits am Mittwoch, 20. Juli, folgt um 19.30 Uhr die Heimpremiere. Zu Gast in der Holzbau Grübl-Arena, wie das Stadion nun heißt, ist der TSV 1860 München II.

„Nach dem Aufstieg mit einem Punkt in die neue Saison zu starten, ist in Ordnung“, sagt Erlbachs Sportlicher Leiter Ralf Peiß vor der Hausaufgabe gegen die „kleinen Löwen“. Dennoch trauert er dem vergebenen Sieg etwas nach. „Wir hätten das Spiel in Augsburg für uns entscheiden können, doch wir machen einfach zu wenig aus unseren Chancen. Das war in den Testspielen schon unser Manko, und auch diesmal war es wieder so.“

Der Funktionär erwartet diesmal eine ganz andere Partie. Der Gegner wird seiner Einschätzung nach spielerisch noch stärker sein als die Kicker aus der Fuggerstadt. Klar ist: Im U21-Kader von Frank Schmöller tummeln sich viele junge, gut ausgebildete Talente, allerdings auch abgezockte Kräfte wie der bundesligaerfahrene Kevin Goden. In seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg (2018/19) hat sich der Außenverteidiger unter anderem schon mit Weltstars wie David Alaba oder Franck Ribéry duelliert.

Nicht bekannt dagegen ist, warum Goden bei den Sechzigern aus der Formation der „Ersten“ verbannt wurde. Gespannt ist man im Holzland, vor welcher Kulisse das Duell heute über die Bühne gehen wird. „Da wird derzeit viel spekuliert, manche glauben, dass es ein Rekordbesuch wird. In jedem Fall haben schon mehrere Löwen-Fanklubs ihr Kommen angekündigt“, informiert Peiß. Am SVE-Kader wird sich nichts ändern, bis auf die Langzeitverletzten Andreas Bobenstetter und Nicolas Barth – beide befinden sich bereits im Lauftraining – kann das Trainerteam erneut aus dem Vollen schöpfen. „Dass die Startformation aber genauso aussehen wird wie am Sonntag, ist keineswegs sicher“, wie Teamchef Hans Grabmeier betont: „Kleinere Blessuren können da schon eine Rolle spielen, schließlich haben wir eine englische Woche und müssen am Samstag in Schalding schon wieder ran. Auch taktische Überlegungen könnten zu Umstellungen führen“, sagt er, betont jedoch gleichzeitig, dass man soweit möglich auf das bewährte Gerippe bauen will.

Die Gäste – im vergangenen Jahr als Bayernliga-Siebter ins Ziel gegangen – sind ebenfalls mit einem Remis (0:0 gegen Kirchanschöring) gestartet. Ein besonderes Spiel ist es zudem für Maximilian Manghofer: Der SVE-Verteidiger hat bis vor einem Jahr beim TSV 1860 München in der U19-Bayernliga gespielt und wird auf dem Platz auf viele bekannte Gesichter treffen. „Mit über der Hälfte der Jungs habe ich zusammengespielt, zu einigen ist der Kontakt nie abgerissen. Auch mein bester Freund Marco Mannhardt wird heute als Gegner auf dem Platz stehen“, so der 20-Jährige, der in der Innenverteidigung als gesetzt gilt. Grabmeier kündigt an, man werde sich nicht verstecken, jedoch sehr wohl aus einer stabilen Deckung agieren. „Wir müssen die Null halten, sonst wird’s schwierig“, so Erlbachs Teamchef zur Marschroute, die gegen den blau-weißen Drittliga-Unterbau zum Erfolg führen soll.

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