Der Jahn und die neue Saison in der 2. Liga

Von wegen schwächere Liga: Selimbegovic sieht „viel Wucht, viel Tradition, viel Qualität“

27.06.2022 | Stand 18.07.2022, 15:58 Uhr
Heinz Gläser

Ist guter Dinge: Mersad Selimbegovic, der Coach des SSV Jahn Regensburg. −Foto: Christian Brüssel

Mersad Selimbegovic, der Trainer des Fußball-Zweitligisten SSV Jahn, zieht ein Zwischenfazit der Vorbereitung. Viele halten die Liga für schwächer besetzt. Der 40-Jährige sieht das anders.

Herr Selimbegovic, wie fällt Ihr Fazit nach dem Trainingslager und insgesamt zwei Wochen Saisonvorbereitung aus?

Mersad Selimbegovic: Im Großen und Ganzen läuft es bisher sehr ordentlich. Glücklicherweise sind wir bislang von schweren Verletzungen verschont geblieben. Hier und da ein kleines Wehwehchen, aber das ist in dieser intensiven Phase der Vorbereitung normal. Und die Bedingungen, die wir jedes Jahr in Bad Gögging vorfinden, sind ideal.

Ist eine Mannschaft mit relativ vielen Neuzugängen zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung sogar für den Trainer noch eine Wundertüte?

Selimbegovic: Das würde ich so nicht sagen. Natürlich braucht auch das Trainerteam ein wenig Zeit, um die Jungs noch besser kennenzulernen und um zu sehen, wo wir ansetzen müssen. Wo holen wir mit ihnen das Maximum für die Mannschaft heraus? Müssen wir dafür vielleicht unser Spiel auch ein wenig anpassen?

Sehen Sie noch personellen Nachbesserungsbedarf?

Selimbegovic: Die Kaderplanung ist jedenfalls noch nicht abgeschlossen. Wir halten Augen und Ohren offen, sind schon weit in den Gesprächen. Aber es ist nicht einfach für uns, das Passende zu holen. Wir sehen uns nicht in der Not, eine Neuverpflichtung zu tätigen, ohne hundertprozentig überzeugt zu sein. Hinten links haben wir Bedarf, weil uns ja Erik Wekesser verlassen hat. Außer wir machen wieder etwas Besonderes und funktionieren einen Spieler, der dort nicht wirklich gespielt hat, zum Außenverteidiger um.

Blicken wir mal auf die Liga. Im vergangenen Jahr hieß es, es sei die beste 2. Liga aller Zeiten. Heuer ist sie von den Namen her nicht mehr ganz so prominent besetzt. Was erwarten Sie?

Selimbegovic: Es kann sein, dass wir jetzt vielleicht sogar die stärkste 2. Liga aller Zeiten haben, aber dass das nur nicht so auffällt. Die Mannschaften, die abgestiegen sind, haben nicht viel Personal verloren, sind sehr stabil. Bielefeld und Fürth haben ihre Zeit in der Bundesliga richtig gut und clever genutzt. Und wenn wir sehen, wer alles aufgestiegen ist, dann ist da mit Magdeburg, Braunschweig und Kaiserslautern viel Wucht, viel Tradition, viel Qualität. Wir werden von Beginn an richtig aufs Gaspedal drücken müssen.

Das Interview führte Heinz Gläser, MZ


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