Mit Optimismus in die Bezirksliga West

Simbach startet mit fünf Neuen: „Diese Mannschaft kann jeden Gegner schlagen“

14.07.2022 | Stand 18.07.2022, 10:32 Uhr

„Die Mannschaft hat ihr Gesicht verändert, sie ist aber qualitativ nicht schlechter geworden“, ist Heiko Schwarz, Trainer des ASCK Simbach, überzeugt, dass man auch in der neuen Saison in der Bezirksliga West vorne mitspielen kann. −Foto: Alexander Schmadel

Von Doris Kessler

Mit fünf Neuzugängen startet der ASCK Simbach in eine weitere Saison in der Bezirksliga. Erst vor wenigen Tagen machte man die Verpflichtung der Brüder Ashour (Union Gurten) und Ankido Abraham (SV Seekirchen) perfekt. Wie in den letzten fünf Jahren steht auch in der Saison 2022/2023 Heiko Schwartz an der Seitenlinie: „Heiko ist in allen Belangen ein absoluter Glücksfall für uns“, sagt Simbachs Vorsitzender Horst Huber.

Die vergangene Saison hatte man nach einer durchwachsenen Hinrunde auf einem hervorragenden vierten Platz abgeschlossen – noch vor dem Landkreis-Rivalen aus Pfarrkirchen. „Unser Anspruch für die neue Saison in der Bezirksliga West ist deshalb nicht nur der Klassenerhalt“, macht Vorsitzender Horst Huber klar, dass man sich erneut im oberen Tabellendrittel wiederfinden will.

„Wir hatten in den letzten Jahren auch Phasen, wo es nicht so gut lief“, merkt Trainer Heiko Schwarz an, der dankbar ist, dass die Vereinsführung ihm trotzdem stets das Vertrauen ausgesprochen hat. Jedes Jahr hatte man auf die ein oder andere Art mit einem Umbruch zu kämpfen, in diesem Jahr verliert man Stammspieler, die fehlen: „Sportlich, menschlich, charakterlich“, sagt Schwarz.

Alexander Fuchshuber und Jens Maser verabschieden sich studienbedingt in Richtung Regensburg, und Fabian Hofbauer geht zum FC Julbach-Kirchdorf. Der Wechsel von Benjamin Schlettwagner nach Erlbach war bereits seit längerem bekannt, für Co-Trainer Dominik Messerer, den das Master-Studium in Steyr beschäftigt, kam Alex Delpy vom TSV Kößlarn. 1b-Trainer Daniel Unterbuchberger übernahm als Trainer die U17-Mannschaft des 1. FC Passau, Kilian Spindler wechselte zur TuS Pfarrkirchen.

Fünf Neuzugänge hat man deshalb in den vergangenen Wochen verpflichtet, sagt Vorstand Horst Huber. Neben dem neuen Co Alex Delpy und den Abraham-Brüdern, die in Braunau bzw. Simbach wohnen und wohnortnaher kicken wollten, holte man Benedikt Göschl (RSV Kirchham) und Nurudeen Adeboyejo (FC Reichstort). „Die neuen Jungs wurden super in der Mannschaft aufgenommen. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen, die Intensität im Training ist da“, betont der Vorstand, ergänzt aber: „Es braucht sicherlich Zeit, bis sich die Mannschaft als solche formiert hat.“

Dazu sei die Sommerpause – „kurz und knackig“ – und die damit verbundene Vorbereitung einfach zu knapp ausgefallen. Ganz bewusst habe man in den Testspielen unterklassige Gegner gewählt, einen Gang zurück geschaltet: „Wir haben eine super anstrengende Rückrunde hinter uns, inklusive Pokal und diverser englischer Wochen“, merkt der Coach an. Am Samstag gewann man gegen Kreisligist SC Falkenberg mit 8:0. „Das war eine ordentliche Leistung von uns“, analysiert der Trainer.

Mit dem ehemaligen Regionalliga-Spieler des SV Schalding Alex Delpy als Co und Heiko Schwarz als Spielertrainer sei man, sagt der Vorstand, gut gerüstet für die neue Bezirksliga-Saison, in der sich der ASCK Simbach nach einer Spielzeit „Ost“ nun wieder in der West-Gruppe wiederfindet. „Mittlerweile sind wir das gewohnt, hier öfter mal einen Wechsel drin zu haben. Das macht natürlich eine Prognose für die neue Spielzeit schwer“, bemerkt Huber. „Es ist schade, weil wir uns an die Bezirksliga Ost auch gewöhnt hatten. Wir kannten die Gegner, wir kannten die Plätze – und nun fangen wir wieder bei Null an“, ergänzt Trainer Heiko Schwarz. Doch er ist zuversichtlich, zumal die Beteiligung im Training wirklich sehr gut sei: „Der ASCK Simbach hat zwar sein Gesicht verändert, wir sind aber qualitativ nicht schlechter geworden.“

Seit mittlerweile fünf Jahren lenkt Heiko Schwarz als Spielertrainer die Geschicke der Mannschaft. „Heiko ist in allen Belangen, egal ob Fachwissen, eigene sportliche Leistung oder menschlich, ein absoluter Glücksfall für uns“, betont Horst Huber. Schwarz schaffe es immer wieder, die Mannschaft gut einzustellen, die Jungs zu motivieren: „Und deshalb ist er auch schon so lange Trainer bei uns.“

Durch die Spielgemeinschaft der „Reserve“ mit dem ASV Stubenberg konnte man mit Benjamin Hintereder einen adäquaten Nachfolger für Trainer Daniel Unterbuchberger finden und hofft, mit einer personell gut ausgestatteten 1b-Mannschaft mögliche Ausfälle im Bezirksligateam gut kompensieren zu können.

Am kommenden Samstag (Anpfiff: 16 Uhr) empfängt der ASCK Simbach zum ersten Heimspiel der Saison den ATSV Kelheim. Natürlich wollen die Innstädter gleich mit einem Sieg starten: „Das ist unser Anspruch, denn die Hinrunde und insbesondere unsere Heimbilanz in der vergangenen Saison waren unser Problem“, analysiert der Vorstand. „Wenn wir gut reinkommen in die Hinrunde, dann kann diese Mannschaft jeden Gegner schlagen“, nimmt auch Coach Schwarz die drei Punkte fest ins Visier.

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