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Gründergeist der DFL wird ein Siebziger | 26.07.2021 | 15:13 Uhr

Kurt Gaugler: Laufener blickt auf überragende internationale Funktionärskarriere im Fußball

von Karlheinz Kas

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Kurt Gaugler (rechts) in seinem Stammlokal beim Lederer in Surheim. Im Krügerl ist Zitronentee, sein Lieblingsgetränk. −Foto: Kas

Kurt Gaugler (rechts) in seinem Stammlokal beim Lederer in Surheim. Im Krügerl ist Zitronentee, sein Lieblingsgetränk. −Foto: Kas

Kurt Gaugler (rechts) in seinem Stammlokal beim Lederer in Surheim. Im Krügerl ist Zitronentee, sein Lieblingsgetränk. −Foto: Kas


Gemütlich sitzt er am Stammtisch in seinem Lokal, dem Gasthaus Lederer in Surheim, er hält ein Krügerl, gefüllt mit Zitronentee, in der Hand und prostet all jenen zu, die sich seiner Gegenwart erfreuen: Kurt Gaugler. Heute (26. Juli) feiert er seinen 70. Geburtstag und halb Fußball-Deutschland wird gratulieren. Warum? Weil der langjährige Funktionär aus Laufen dem deutschen Fußball viel gegeben hat. Er war Mann der ersten Stunde, als die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und der Ligaverband im Jahr 2008 ihre Bundesliga-Stiftung ins Leben riefen.

Feiern will er nicht groß. "Vielleicht so, wie bei meinem 50. Geburtstag auf der Unterhof Alm in Filzmoos", sagt er. "Ja auf einer Alm, das könnte ich mir wieder gut vorstellen, wer es rauf schafft, ist dabei", schmunzelt der Jubilar. Klar: Wenn er es auf die Alm schafft mit seinen heute 125 Kilo bei 1,83m Körpergröße, dann kann da wohl jeder mithalten, zumal Gaugler nicht mehr ganz so gut auf den Beinen ist. Aber er ist ein geselliger Typ, Gesprächsrunden mit ihm beinhalten immer Zündstoff, sein Wissen über Fußball international aber auch lokal ist überragend. Aber er ist nicht der Erzähler, der im Mittelpunkt stehen will. Bescheidenheit ist angesagt, früher wie heute. Manchmal ist es ihm eher peinlich, über seine großen Verdienste zu reden.

Von 2008 bis 2017 war der ehemalige Manager des Fußball-Zweitligisten SV Wacker Burghausen Geschäftsführer der Bundesliga-Stiftung, sechs Jahre davon Geschäftsführender Vorstand, knapp drei stellvertretender Vorstandsvorsitzender. "Der Profifußball hat in Deutschland auch eine soziale Verantwortung, der sind wir mit dieser Stiftung gerecht geworden", blickt Gaugler zurück. Man habe die große Popularität der Bundesliga genutzt, um gemeinnützige und soziale Projekte zu fördern und zu unterstützen. Laut Gaugler sei man auf vier Gebieten tätig geworden: Integration, Kinder, Menschen mit Behinderung und Unterstützung von Sportlern anderer Sportarten. Mit einer Million Euro startete Gaugler, wobei die Gelder ständig mehr wurden. Mit ihm im Stiftungsvorstand waren u.a. der damalige DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, der heutige DFL-Geschäftsführer Christian Seifert und Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball.

"Ich danke dem Herrgot für die schöne Zeit", sagt Gaugler, der mit seiner Stiftung die halbe Welt bereisen durfte und bei jeweils drei Fußball-Welt- und Europameisterschaften in der ersten Reihe saß. In seiner Funktionärszeit sind in Deutschland Leuchtturmprojekte wie "Lernort Stadion" oder "Willkommen im Fußball" entstanden. Von 2004 bis 2007 gehörte er dem Vorstand des damaligen Ligaverbandes (jetzt DFL) an, von 2007 bis 2010 war er im Aufsichtsrat der DFL GmbH tätig. Der ehemalige DFB-Präsident Dr. Zwanziger sprach über Gaugler vom "Gründergeist der DFL". Aber der Laufener ist immer seiner Heimat treu geblieben. Das Fußballgeschehen in Kirchanschöring, Freilassing, Burghausen und Rosenheim, aber auch in den untersten Klassen, war ihm immer genauso wichtig wie die große internationale Bühne. Gaugler kann auch auf eine erfolgreiche Laufbahn als Spieler zurückblicken. Angefangen hatte er mit 14 Jahren beim SV Kirchanschöring. Zunächst als Mittelstürmer, später als Torwart war er im Inn/Salzach-Kreis bekannt. Im Herrenbereich feierte er mit dem SVK Aufstiege von der A-Klasse bis zur Landesliga – als Kapitän. Er absolvierte eine Schlosserausbildung und bekam mit 27 Jahren eine Anfrage von Wacker Burghausen. Er wechselte an die Salzach, später nochmals für zwei Jahre zurück nach Kirchanschöring, aber die Perspektiven im Wacker-Werk waren für ihn überragend.

So konnte sich Gaugler beim Chemie-Riesen aussuchen, wo er denn arbeiten wolle. Er entschied sich für die IT-Abteilung und machte sein Diplom in der mathematischen Programmiersprache. Nach einer Schulterverletzung beendete Gaugler Ende 30 seine aktive Karriere und fand den fließenden Übergang ins Funktionärswesen. 22 Jahre lang zeichnete er beim SV Wacker im Fußball verantwortlich. Unter seiner Regie stieg man 1995 in die Regionalliga auf. Es folgten fünf Jahre in der 2. Bundesliga. Er war Sprecher der Bayernliga-Vereine und später auch der drei Regionalligen.

Seit 2017 ist Kurt Gaugler offiziell Rentner. Er lebt in Laufen, seine Lebensgefährtin in der Slowakei – sie treffen sich aber regelmäßig. Ob er richtig zum Feiern kommt an seinem Ehrentag, ist fraglich, denn das Handy dürfte im Dauereinsatz sein. So werden die alten DFL-Kollegen Wolfgang Holzhäuser und Jörg Schmadtke ebenso anrufen wie Uli Hoeneß oder Kalle Rummenigge. Wohl auch Manuel Neuer, mit dem Gaugler bei dessen "Kids Foundation"-Stiftung eng verbandelt war. Mit Gaugler feiern seine vier Kinder Kurt (50), Jan (44) sowie Regina und Kathrin (beide 36) und insgesamt elf Enkel. Und was wird er trinken an seinem Ehrentag? "Könnte schon sein, einen Sommerspritzer oder einen Eierlikör", lacht der Jubilar, bei dem Tee mit Zitrone aber auch wieder Grundnahrungsmittel sein wird. Und natürlich aus einem Krügerl.












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