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Jugendtrainer im Verdacht  |  12.08.2020  |  13:41 Uhr

Staatsschutz ermittelt: Schwere Vorwürfe – Rassismus auf dem FC Bayern-Campus?

von Sebastian Lippert

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Der FC Bayern München steht unter Druck: Gegen einen langjährigen Mitarbeiter werden schwere Vorwürfe erhoben. Der Jugendtrainer soll sich unter anderem mehrfach rassistisch geäußert haben. −Foto: Andreas Gebert (dpa)

Der FC Bayern München steht unter Druck: Gegen einen langjährigen Mitarbeiter werden schwere Vorwürfe erhoben. Der Jugendtrainer soll sich unter anderem mehrfach rassistisch geäußert haben. −Foto: Andreas Gebert (dpa)

Der FC Bayern München steht unter Druck: Gegen einen langjährigen Mitarbeiter werden schwere Vorwürfe erhoben. Der Jugendtrainer soll sich unter anderem mehrfach rassistisch geäußert haben. −Foto: Andreas Gebert (dpa)


"Rassismus ist mit die schlimmste Form der Diskriminierung und hat in unserer Welt keinen Platz", sagte Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München, zum Start der Aktion "Rot gegen Rassismus" im März. In krassem Kontrast dazu stehen schwerste Rassismus-Vorwürfe gegen einen langjährigen Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums im Raum. Die Staatsschutz-Abteilung der Münchner Polizei nahm am Mittwoch Ermittlungen auf.

Am 29. Juli wurde auf Twitter ein Fake-Account angelegt – im Namen des im Verdacht stehenden Cheftrainers einer Jugendmannschaft. Über diesen Kanal wurden seitdem vermeintliche Chat-Verläufe aus einer WhatsApp-Gruppe verbreitet. Der FC Bayern ging dagegen vor, der Account wurde gesperrt. Zuerst hatte der WDR darüber berichtet.

Jugendspieler als "Drecks Türke" bezeichnet?

In den angeblichen Chats, welche aus dem Jahr 2018 stammen sollen und unserer Redaktion vorliegen, äußerte sich ein Teilnehmer mit dem Namen des beschuldigten Mitarbeiters eindeutig rassistisch. Einmal postete er das Foto eines Lastwagens mit der Aufschrift "Bimbo". Darunter schrieb die Person: "Transport. Hier werden die Neger von A nach B transportiert. Zum arbeiten versteht sich." Andere Mitglieder der Gruppe zeigen ihre Zustimmung in Form von lachenden Emojis. In einem anderen Fall nannte der vermeintliche Mitarbeiter einen wohl wechselwilligen Spieler konkret beim Namen und bezeichnete diesen als "Drecks Türke". Einem Kollegen schrieb er: "Fick dich du kanake".

In einer ersten Stellungnahme teilte der FC Bayern München mit, eine "interne Untersuchung" eingeleitet zu haben. Man wolle Echtheit und Sachverhalt aufklären und anschließend bewerten. Der Klub vermutet eine "Privat-Fehde" hinter den Anschuldigungen.

Vorwürfe tauchen nicht zum ersten Mal auf

Es ist nicht das erste Mal, dass Vorwürfe gegen den Mitarbeiter laut werden. Dem WDR-Hintergrundmagazin "sport inside" liegen vier Briefe an verschiedene Führungskräfte des FCB vor. Anonym werden darin schwere Anschuldigungen erhoben, nicht nur wegen rassistischer und homophober Äußerungen: Dem Übungsleiter wurden auch "sadistische Straftrainings" vorgeworfen. Adressiert waren die zwischen September 2018 und Oktober 2019 verfassten Briefe unter anderem an Campus-Leiter Jochen Sauer, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und den stellvertretenden Sportlichen Campus-Leiter Holger Seitz.

Der Klub sei damals nicht untätig geblieben; man habe Spieler und Eltern in Einzelgesprächen befragt. Die Vorwürfe hätten sich nicht bestätigt. Auch bei einer routinemäßig durchgeführten anonymen Bewertung der Jugendtrainer habe der Mitarbeiter "überdurchschnittlich gute Bewertungen" erhalten. Laut WDR allerdings hätten ehemalige und auch aktuell am FC Bayern Campus angestellte Trainer sowie betroffene Eltern viele der Vorwürfe bestätigt.












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