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Saisonauftakt noch vor Fans  |  27.11.2021  |  10:00 Uhr

"Keine Luftsprünge erwarten": Biathleten im zweiten Corona-Winter – 98 Prozent geimpft

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Erik Lesser beim Weltcup-Rennen im März 2021 im schwedischen Östersund. −Foto: Wiklund, dpa-Archiv

Erik Lesser beim Weltcup-Rennen im März 2021 im schwedischen Östersund. −Foto: Wiklund, dpa-Archiv

Erik Lesser beim Weltcup-Rennen im März 2021 im schwedischen Östersund. −Foto: Wiklund, dpa-Archiv


Corona bestimmt auch die neue Saison der Biathleten, Hochfilzen und Oberhof finden ohne Fans statt. Aber erneute Geisterrennen sollen die Skijäger nicht von Erfolgen abhalten. Die könnten dennoch rar ausfallen, vor allem bei den Männern nach dem Rücktritt von Olympiasieger Peiffer.

Die Prognose von Erik Lesser dürfte nicht jedem Biathlon-Fan gefallen. Eine Staffelmedaille bei Olympia in Peking, drei bis vier Podestplätze im Weltcup und zwei Athleten unter den Top Ten – dann wäre die Saison für das deutsche Männerteam eine gute. "Man kann keine Luftsprünge erwarten, wir müssen kleine Brötchen backen", sagte der 33 Jahre alte Routinier vor dem Start des Olympia-Winters der Deutschen Presse-Agentur.

Nach den Rücktritten von Olympiasieger Arnd Peiffer und Simon Schempp wird es für Lesser, Benedikt Doll und Co. angesichts der wie immer starken Konkurrenz noch schwerer mit Podestplätzen. Von Siegen redet keiner. In der Vorsaison hatte Peiffer, der nun als ARD-TV-Experte dabei ist, für den einzigen deutschen Männer-Erfolg und insgesamt fünf Podestplätze gesorgt. Das Team ist in einem gewissen Umbruch, wie Bundestrainer Mark Kirchner betonte.

Preuß mit Vorfreude auf Sprint

Am Samstag geht es mit den Einzelrennen (ab 11.45 Uhr/ZDF und Eurosport) los, am Sonntag (ab 11.00 Uhr) folgen die ersten Sprintrennen des Olympia-Winters. Dabei können sich vor allem die Ex-Weltmeisterinnen Denise Herrmann und Franziska Preuß einiges ausrechnen. Preuß (27) holte in der Vorsaison vier, Herrmann drei Podestplätze. Vor allem Preuß war oft nah dran am Sieg, meist fehlte nur ein Treffer: "Ich will da anknüpfen, wo ich das letzte Jahr aufgehört habe. Hoffentlich mit mehr Ausreißern nach ganz vorne."

Während bei den Herren der Norweger Johannes Thingnes Bö seine vierte große Kristallkugel als Gesamtsieger in Serie anstrebt, sind bei den Damen seine Teamkolleginnen Tiril Eckhoff und Marte Olsbu Röiseland vorn zu erwarten. Spannend ist die Frage, ob Sturla Holm Lægreid seinem Teamkollegen Bö wieder so einen großen Kampf liefert wie zuletzt.

98 Prozent der Beteiligten geimpft oder genesen

Auch in dieser Saison bestimmt Corona die Szenerie. Vor dem Auftakt in Östersund sind 98 Prozent der Teammitglieder, einschließlich Athleten, Trainer, Offizielle und Techniker vollständig geimpft oder kürzlich davon genesen, wie der Weltverband am Freitag mitteilte. Die restlichen zwei Prozent müssen alle 72 Stunden einen PCR-Test durchführen. Im Deutschen Skiverband liegt die Quote nach Verbandsangaben bei hundert Prozent. Die IBU selbst lässt bei den Veranstaltungen bei den eigenen Mitarbeitern und Offiziellen nur geimpfte Menschen zu.

Ein zweite Corona-Saison ohne Fans wäre für die IBU als Verband, "der gut gewirtschaftet hat und gut dasteht, teuer, aber das wäre die deutlich bessere Variante als Veranstaltungen abzusagen", sagte IBU-Sportdirektor Felix Bitterling. "Wenn ein oder zwei Weltcups ausfallen würden, könnten wir das finanziell wohl aushalten, wenn es mehrere sind, wäre das vor allem finanziell schon hart für unsere Biathlonfamilie." Beim Saisonstart in Östersund ab Samstag gibt es keine Restriktionen für Fans, ebenso wenig wie eine Zuschauerlimitierung. − dpa












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