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Gegner seit acht Monaten ohne Pflichtspiel  |  12.06.2021  |  06:00 Uhr

Schweinfurt vor Relegation zwischen Optimismus und Ungewissheit: "Wir kennen sie nicht, sie uns nicht"

von Alexander Augustin

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Voller Fokus auf die Relegation: Sportchef Robert Hettich und Mittelfeldspieler Daniel Adlung. −Fotos: Butzhammer

Voller Fokus auf die Relegation: Sportchef Robert Hettich und Mittelfeldspieler Daniel Adlung. −Fotos: Butzhammer

Voller Fokus auf die Relegation: Sportchef Robert Hettich und Mittelfeldspieler Daniel Adlung. −Fotos: Butzhammer


Der 1. FC Schweinfurt tritt heute (13 Uhr / BR) zum Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga gegen den TSV Havelse aus der Regionalliga Nord an. Während die "Schnüdel" durch die Playoffs der Regionalliga Bayern marschierten, haben die Niedersachsen seit acht Monaten kein Pflichtspiel absolviert.

Vielleicht liegt der Schlüssel zum Drittliga-Aufstieg in dem Haus im Schweinfurter Stadtzentrum. Viele Neuzugänge werden erst einmal in dieser Wohngemeinschaft untergebracht. So auch Thomas Haas (23). Der Viechtacher kam im Winter zum Regionalligisten, der damals noch nicht wusste, dass er Mitte Juni um den Aufstieg in die 3. Liga spielen würde. "Die WG war super, um sich kennenzulernen", sagt Haas. Nur: Auf Dauer möchte er sich lieber etwas Eigenes suchen. Seine Zeit in Schweinfurt wird so schnell auch noch nicht vorbei sein – egal wie die kommenden beiden Spiele ausgehen.

Voller Vorfreude: Thomas Haas will mit Schweinfurt in die 3. Liga.

Voller Vorfreude: Thomas Haas will mit Schweinfurt in die 3. Liga.

Voller Vorfreude: Thomas Haas will mit Schweinfurt in die 3. Liga.


Kurz vor Teil eins der Aufstiegsspiele in die 3. Liga gegen den TSV Havelse (heute, 13 Uhr / BR) hat der Außenverteidiger aus dem Bayerwald seinen Vertrag ligen-unabhängig verlängert. "Es hätte nicht besser laufen können", sagt Haas. Er hat drei der vier Playoff-Spiele zur Relegation über die volle Distanz bestritten und zwei Tore vorbereitet. Beim sportlich unbedeutenden 1:1 zum Abschluss gegen Viktoria Aschaffenburg saß Haas auf der Tribüne, wie auch beim Ligapokal-Aus gegen Burghausen unter der Woche. Trainer Tobias Strobl braucht ihn jetzt bei 100 Prozent.

"Wir haben Grund zum Optimismus", sagt Schweinfurts Sportchef Robert Hettich, der Haas nach Schweinfurt geholt hat, vor den Duellen gegen den Nord-Regionalligisten. Die beiden eint, bei Türkgücü München jeweils relativ unwirsch vor die Tür gesetzt worden zu sein. Jetzt soll ihr gemeinsamer Weg Hettich und Haas in die 3. Liga führen – um dann Gegner des ehemaligen Arbeitgebers zu sein.

Schweinfurt steht voll im Saft – und weiß das auch

Dass es zu dieser Gelegenheit überhaupt kommen würde, war vor einigen Wochen noch alles andere als klar. Die Regionalliga Bayern pausierte wegen Corona – wieder einmal – bis auf Weiteres. Doch Schweinfurt stieg im Frühjahr trotzdem ins Training ein. Und das zahlte sich aus: Die "Schnüdel" fanden im Training die richtige Balance aus An- und Entspannung – und marschierten mit drei Siegen und einem Remis durch die Playoffs gegen Bayreuth und Aschaffenburg. "Es war am Anfang alles andere als leicht", sagt Thomas Haas. "Wir kamen mit unterschiedlichen Fitnessständen zurück ins Mannschaftstraining und wussten nicht, worauf wir hinarbeiten. Aber wir haben knapp zehn Wochen richtig gut trainiert und wissen jetzt um unsere Qualität."

Das sieht auch Sportchef Hettich so: "Nach einer derart langen Pause geballt so viele Spiele zu haben, ist schon hart. Aber unser Trainerteam bekommt die Belatungssteuerung sehr gut hin." Der 1. FC Schweinfurt weiß, wo er steht.

Beim Relegations-Gegner Havelse ist das ein bisschen anders. Die Regionalliga Nord hat den TSV am Grünen Tisch zum Teilnehmer an den Aufstiegsspielen bestimmt – nach nur neun Spieltagen in einer Spielzeit mit zwei Staffeln. Seit rund acht Monaten haben die Niedersachsen kein Pflichtspiel mehr bestritten. Das macht sie für Schweinfurt zu einer großen Unbekannten.

"Du hast halt keinen frischen Eindruck", sagt Sportchef Hettich. "Der Gegner hatte bisher nur Freundschaftsspiele, das macht es schon schwerer. Aber wir haben genug Videomaterial von den Spielen aus dem vergangenen Jahr."

Havelse schiebt Favoritenrolle nach Schweinfurt

Selbst Havelse weiß momentan wohl nicht, wo sie im Vergleich zu Schweinfurt stehen. Vorsorglich hat der TSV die Favoritenrolle schon nach Franken geschoben. "An welchen Kriterien macht man das fest?", fragt Robert Hettich, der von einer Rollenverteilung nichts wissen will. "Havelse ist eine gewisse Unbekannte, aber am Samstag gehen wir auf den Platz und müssen das umsetzen, was wir erarbeitet haben." Auch Außenverteidiger Haas sieht die Ausgangslage pragmatisch: "Wir kennen sie nicht wirklich, sie uns nicht."

Auf dem Papier ist Schweinfurt aber schon stärker besetzt: Gestandene Profis wie Daniel Adlung, Adam Jabiri und Kristian Böhnlein geben dem Team einen Klang, der auch im Konzert der 3. Liga herauszuhören wäre. Beim TSV Havelse sitzt der bekannteste Akteur auf der Bank: Coach und sportlicher Leiter in Personalunion Jan Zimmermann wechselt nach den beiden Aufstiegsspielen als Trainer zu Zweitligist Hannover 96.

In Schweinfurt müssen sie solch prominente Abgänge derzeit nicht befürchten, im Hintergrund hat Robert Hettich schon breite Teile des Kaders für die kommenden Saison fertiggebastelt – ganz egal, ob man dann in 3. Liga oder erneut in der Regionalliga spielen wird. Mit dabei wird auch Thomas Haas wieder sein. Der träumt von seinen ersten Spielen im deutschen Profifußball, freut sich aber jetzt erst einmal darauf, vor 1000 Fans im Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion spielen zu dürfen. Die Stadt hat den "Schnüdel" eine Ausnahmegenehmigung erteilt. "Das wird besonders", sagt Haas.












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