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Der Tiger im Interview | 12.06.2021 | 08:00 Uhr

Effenberg exklusiv: Deutschland wird nur Erfolg haben, wenn diese Voraussetzung erfüllt ist

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Kritischer Blick aufs Fußballgeschehen: Stefan Effenberg arbeitet als TV-Experte. −Foto: Imago Images

Kritischer Blick aufs Fußballgeschehen: Stefan Effenberg arbeitet als TV-Experte. −Foto: Imago Images

Kritischer Blick aufs Fußballgeschehen: Stefan Effenberg arbeitet als TV-Experte. −Foto: Imago Images


Auf dem Platz war er der absolute Chef. Und auch nach der Karriere hat sein Wort Gewicht. Stefan Effenberg. Der 52-Jährige, der den FC Bayern einst zu vielen Titeln führte, arbeitet mittlerweile als TV-Experte. Die EM begleitet er für SPORT1 und ist auch an diesem Sonntag ab 11 Uhr in der Sendung "EM Doppelpass" zu Gast. Vor dem Start des Turniers sprach Tiger "Effe" mit der PNP über die Chancen der deutschen Elf, mögliche Probleme und was entscheidend ist für den Erfolg. In Teil 2, den Sie am Sonntag lesen, geht es um den Umbruch beim FC Bayern und mögliche Schwierigkeiten für den neuen Trainer Julian Nagelsmann.

Herr Effenberg, 7:1 gegen Lettland – ist die deutsche Mannschaft bereit für die EM?
Stefan Effenberg: Na ja, Lettland ist ja nicht der Maßstab, daher darfst du das Ergebnis keinesfalls überbewerten. Jogi Löw hat sicher ein paar Erkenntnisse erhalten, positive wie negative. Aber insgesamt hat dieses Spiel keine allzu große Aussagekraft.

Was trauen Sie denn der deutschen Mannschaft zu?
Effenberg: Es ist wirklich ganz schwer, eine Prognose zu wagen. Deutschland ist schon eine Turniermannschaft, das ist ein Vorteil. Allerdings macht es der Spielplan dieses Mal problematisch. Es wäre wunderbar gewesen, wenn wir zuerst gegen Ungarn dran gewesen wären. Aber Frankreich – puh, das kann schon entscheidend sein, dass die ganze Sache gleich in die falsche Richtung geht. Aber die Mannschaft muss es als Chance betrachten. Wenn der Auftakt positiv verläuft, kann das einen Schub geben.

Klingt nicht gerade euphorisch.
Effenberg: Ich würde uns jedenfalls nicht zu den absoluten Topfavoriten zählen. Wenn ich die sportliche Qualität und das Personal betrachte, sehe ich einfach drei, vier Mannschaften, die stärker sind als die deutsche Nationalmannschaft.

Die wären?
Effenberg: Frankreich und Spanien sind für mich die Topfavoriten. Dazu werden England und Belgien eine gute Rolle spielen. Und auch Italien traue ich einiges zu. Die Italiener haben 27 Mal in Folge nicht verloren, das spricht für die Qualität in der Mannschaft.

Auf was wird es ankommen, dass es für Deutschland ein erfolgreiches Turnier wird?
Effenberg: Entscheidend ist, dass sich die Mannschaft als Team präsentiert. Wir haben nicht diese Superstars, müssen daher ganz eng im Kollektiv zusammenarbeiten. Offensiv sind wir gut aufgestellt, defensiv hatten wir immer wieder Probleme. Es ist daher ganz wichtig, dass die Mannschaft als Einheit auftritt. So wie die U21. Oder wie es unsere Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM gezeigt hat. Das war beeindruckend. Genau so musst du bei dieser EM zusammenstehen und zusammenarbeiten, sonst wird Deutschland keinen Erfolg haben.

Entscheidend könnte auch die Personalie Kimmich sein. Gut möglich, dass ihn Löw wie gegen Lettland nicht im Zentrum sondern auf der Rechtsverteidigerposition einsetzt.
Effenberg: Grundsätzlich spricht es für Joshua Kimmich, dass er auf beiden Positionen voll seine Leistung bringt. Aber andererseits spricht es auch nicht für die Nationalelf, wenn wir auf der rechten Seite keine andere Alternative haben. Ich persönlich sehe Kimmich viel, viel lieber im Zentrum.

Gegen Lettland stand die älteste Nationalmannschaft seit 19 Jahren auf dem Platz. Scheint, als ob Löw am Ende doch auf Erfahrung statt auf die Jugend setzt.
Effenberg: Du brauchst erfahrene Spieler, davon lebt eine Mannschaft. Wenn der Druck kommt, sind es die routinierten Jungs, die Ruhe reinbringen. Eine Achse mit Erfahrung ist immer ein Vorteil. Von daher war es auch völlig richtig von Jogi Löw, dass er Thomas Müller und Mats Hummels zurückgeholt hat.

Hätte er auch Jerome Boateng mitnehmen sollen?
Effenberg: Natürlich, aus meiner Sicht ist das überhaupt keine Frage. Wenn ich die Leistung sehe, die Jerome in seinem letzten Bayern-Jahr abgerufen hat, dann hätte er nicht nur nominiert, sondern sogar gesetzt sein müssen












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