Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...





"Aufhören ist keine Option"  |  20.04.2021  |  08:00 Uhr

Triathlon-Weltumrunder Jonas Deichmann: Mit warmen Gedanken zum Rekord

von Alexander Augustin

Lesenswert (2) Lesenswert Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 121 / 185
  • Pfeil
  • Pfeil




Zwischenstopp in Moldawien: Jonas Deichmann vor Panzerdenkmal. Mehrmals musste er die Route ändern. −Fotos: Markus Weinberg (2)/Ravir Film/privat

Zwischenstopp in Moldawien: Jonas Deichmann vor Panzerdenkmal. Mehrmals musste er die Route ändern. −Fotos: Markus Weinberg (2)/Ravir Film/privat

Zwischenstopp in Moldawien: Jonas Deichmann vor Panzerdenkmal. Mehrmals musste er die Route ändern. −Fotos: Markus Weinberg (2)/Ravir Film/privat


In 14 Monaten um den Globus – zu Fuß, im Wasser und auf dem Rad. Jonas Deichmann (33) ist im September in ein extremes Abenteuer gestartet. Inzwischen radelt er durch die sibirische Steppe. Ein Gespräch über Zeltabbau in der Kälte, über Gedanken an warmen Tee und an seine nächsten Vorhaben.

Herr Deichmann, Sie waren zuletzt im tiefsten russischen Winter unterwegs. Fotos zeigen Sie mit völlig vereistem Bart. Inzwischen wieder aufgetaut?
Jonas Deichmann: So richtig noch nicht. Ich fahre ja auch nach Osten. Im europäischen Teil von Russland fängt gerade der Frühling.

Im Trockenen: Deichmann am Ende der Schwimmstrecke in Dubrovnik.

Im Trockenen: Deichmann am Ende der Schwimmstrecke in Dubrovnik.

Im Trockenen: Deichmann am Ende der Schwimmstrecke in Dubrovnik.


Und Sie fahren ihm quasi davon...
Deichmann: Genau, und in Sibirien, wo ich gerade bin, werden die Verhältnisse immer härter, je weiter ich in Richtung Osten fahre. Andererseits: Auch da wird es irgendwann Frühling. Momentan hat es tagsüber knapp Plusgrade und in der Nacht minus 10 bis minus 15 Grad. Wenn ich Glück habe, hat es tagsüber zehn Grad plus, aber es kann eben auch mal minus 20 haben.

Schlafen bei bis zu minus 20 Grad: Deichmann in der sibirischen Steppe.

Schlafen bei bis zu minus 20 Grad: Deichmann in der sibirischen Steppe.

Schlafen bei bis zu minus 20 Grad: Deichmann in der sibirischen Steppe.


Die Nächte verbringen Sie trotzdem im Zelt?
Deichmann: Momentan auch ab und zu im Hotel, einfach, um meine Sachen mal zu trocknen. Es ist auch nicht einfach, hier einen Platz für das Zelt zu finden. Hier liegt überall tiefer Schnee, der relativ pappig ist. Da kannst du keine Heringe befestigen. Deshalb hält sich das Verhältnis Zelt zu Hotel momentan die Waage. Wobei sich das schon bald wieder ändern wird, weil die Entfernungen zwischen den Orten immer größer werden.

Wie muss man sich denn Ihren Tagesablauf vorstellen?
Deichmann: Ich starte immer gegen halb acht Uhr. Um sechs ist es noch bitterkalt, ab acht oder neun wird’s langsam wärmer. Der Zeltabbau in der Früh fällt oft ziemlich schwer. Ohne Handschuhe ausziehen bekomme ich das kaum hin. Und zieh’ bei den Temperaturen mal für ein paar Minuten deine Handschuhe aus. Die werden nicht mehr warm.

Jonas Deichmanns Weltumrundung

Am 26. September ist der Münchner Jonas Deichmann in der bayerischen Landeshauptstadt auf dem Fahrrad gestartet. Auf seinem Weg nach Sibirien ist er 450 Kilometer und 54 Tage entlang der Adriaküste geschwommen. Danach ging es zurück aufs Fahrrad – eigentlich in Richtung Shanghai. Aufgrund von Grenzschließungen plante Deichmann seine Route um und peilt nun die Pazifikküste in Wladiwostok an. Die USA möchte er zu Fuß durchqueren. Geplante Rückkehr in München: November.

Deichmann hält bereits Rekorde für drei Kontinentaldurchquerungen mit dem Rad: Eurasien von Portugal nach Wladiwostok in 64 Tagen, die Panamericana von Alaska nach Feuerland in 97 Tagen und die Strecke vom Nordkap nach Kapstadt in 72 Tagen.

Zur Vorbereitung auf Ihre Weltreise haben Sie Deutschland im Triathlon umrundet und kamen dabei auch in Passau vorbei. Damals sagten Sie, Sie denken nie ans große Ziel, sondern an den nächsten Verpflegungspunkt. Das fällt in der russischen Steppe eher schwerer, oder?
Deichmann: Grundsätzlich hat sich daran nichts geändert. Nur, dass ich jetzt eben nicht an einen Schokoriegel denke, sondern an einen warmen Tee. Das motiviert.

Traumhafter Ausblick am Ende des ersten großen Abschnitts: Jonas Deichmann an der kroatischen Küste, zu der er von München aus mit dem Rad fuhr. Dort ging es ins Wasser.

Traumhafter Ausblick am Ende des ersten großen Abschnitts: Jonas Deichmann an der kroatischen Küste, zu der er von München aus mit dem Rad fuhr. Dort ging es ins Wasser.

Traumhafter Ausblick am Ende des ersten großen Abschnitts: Jonas Deichmann an der kroatischen Küste, zu der er von München aus mit dem Rad fuhr. Dort ging es ins Wasser.


Worüber denken Sie denn sonst nach? Zeit zum Grübeln haben Sie ja genug.
Deichmann: Ich denke viel darüber nach, was noch kommt auf meinem Abenteuer. Außerdem plane ich schon grob meine Laufstrecke. Natürlich überlege ich auch schon, was nach dem Triathlon kommen könnte – an Abenteuern und im Leben allgemein.

Wie oft ging Ihnen der Gedanke ans Aufhören durch den Kopf?
Deichmann: Aufhören ist keine Option.

Das komplette Interview lesen Sie am Donnerstag, 15. April, im Sportteil Ihrer Heimatzeitung und kostenlos nach kurzer Anmeldung bei PNP Plus.












Sicherheitscode:



Dokumenten Information
Copyright © heimatsport.de 2021
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am






Zum dritten Mal in dieser Pandemie-Saison sind die Mitgliedsvereine des Bayerischen Fußball-Verbandes aufgerufen, ihre Meinung abzugeben. −Foto: BFV-Archiv

Die Nachspielzeit in der Corona-Saison des Amateurfußballs ist noch immer nicht abgelaufen...



Anders als in der Tanzshow mit Juroren zählt bei den Sechzigern nur das Ergebnis der "gnadenlosen Anzeigentafel", wie Löwen-Coach Michael Köllner sagt. In sieben der letzten neun Drittligaspiele stand dort allerdings mindestens ein 1860-Tor mehr als beim jeweiligen Gegner, manchmal noch mehr. −Foto: Imago Images

"Es geht nicht um einen Ästhetik-Preis, sondern um Erfolg", sagt Michael Köllner...



Schock im DFB-Pokal-Halbfinale: Dortmunds Rechtsverteidiger Mateu Morey erleidet eine schwere Knieverletzung. Hier wird er von medizinischen Betreuern erstversorgt. In Plattling erfolgte nun der operative Eingriff. −Foto: Imago Images

Die Schmerzensschreie von Mateu Morey gingen selbst den Fernsehzuschauern durch Mark und Bein...



Gegen Vorwürfe und Kritik wehren müssen sich die DFB-Chef Fritz Keller (rechts) und sein Stellvertreter Rainer Koch. −Foto: Andreas Gora/dpa

DFB-Vizepräsident Rainer Koch, zugleich BFV-Präsident, wehrt sich gegen Vorwürfe...



Mit seinem alten-neuen Arbeitgeber beim alten Arbeitgeber unterlegen: Trainer Markus Weinzierl musste sich bei seiner Rückkehr mit dem FC Augsburg in Stuttgart geschlagen geben. −Foto: Weller, dpa

Besser, aber noch nicht gut genug: Der FC Augsburg muss auch unter Rückkehrer Markus Weinzierl...





Zum dritten Mal in dieser Pandemie-Saison sind die Mitgliedsvereine des Bayerischen Fußball-Verbandes aufgerufen, ihre Meinung abzugeben. −Foto: BFV-Archiv

Die Nachspielzeit in der Corona-Saison des Amateurfußballs ist noch immer nicht abgelaufen...



−Symbolfoto: Lakota

Der Fahrplan für den Abbruch der Corona-Saison 19/21 steht: Der BFV stellt seinen rund 4500 Vereinen...



Gegen Vorwürfe und Kritik wehren müssen sich die DFB-Chef Fritz Keller (rechts) und sein Stellvertreter Rainer Koch. −Foto: Andreas Gora/dpa

DFB-Vizepräsident Rainer Koch, zugleich BFV-Präsident, wehrt sich gegen Vorwürfe...







Neueste Kommentare









realisiert von Evolver