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Sport "überlebenswichtig" | 23.11.2020 | 11:41 Uhr

BLSV schlägt Alarm und rechnet mit Verlust von 100.000 Mitgliedern in den bayerischen Sportvereinen

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−Symbolfoto: dpa

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Die Lage ist ernst: In dieser Woche stehen dem bayerischen Sport im Zuge des weiteren Umgangs mit der Corona-Pandemie wichtige Entscheidungen der Politik bevor. Parallel dazu prognostiziert der Bayerische Landessport-Verband (BLSV) bereits jetzt einen dramatischen Einbruch der Mitgliederzahlen – eine Entwicklung, die nur durch eine einheitliche Kraftanstrengung des gesamten bayerischen Sports aufzuhalten ist.

Die bisherige Bilanz der Mitgliederentwicklung im Zuge der Corona-Pandemie ist ernüchternd: Die bayerischen Sportvereine sind von der Krise unmittelbar betroffen. Bereits nach dem Ausruf des Katastrophenfalls in Bayern, dem Lockdown im März 2020 bis hin zu den Lockerungen zur Wiederaufnahme des Sports in vier Stufen von Juni bis September 2020 verzeichnet der organisierte Sport in Bayern einen kontinuierlichen Mitgliederrückgang. Dies wird durch die aktuellen Maßnahmen mit der Schließung des Freizeit- und Amateursportbereichs im November nochmals verstärkt.

65.000 Mitglieder haben Kündigung vorgemerkt

Mit Stand Kalenderwoche 47 sind insgesamt 4.512.309 Sportler/innen in den bayerischen Vereinen organisiert. Im Vergleich zum Vorjahr (4.594.535) stellt dies einen Mitgliederrückgang von insgesamt 1,8 Prozent dar. Insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen ist bislang ein Rückgang von 4,3 Prozent bzw. 3,7 Prozent zu verzeichnen. Sollte die Schließung der Indoor-Sportanlagen verlängert werden, rechnet der BLSV zum Jahresende 2020 mit einem Rückgang von weit mehr als 100.000 Mitgliedern. Zusätzlich haben zum heutigen Stand bereits ca. 65.000 Mitglieder ihre Kündigung in den bayerischen Sportvereinen für das kommende Jahr vorgemerkt, so dass diese ab Januar 2021 keine Vereinsmitglieder mehr sein werden. Der Mitgliederrückgang wird also zu Beginn des neuen Jahres noch höher ausfallen – Tendenz weiter steigend.

Teil der Lösung: Forderung nach Rückkehr zum Sport

Da Sport eine enorme Bedeutung für die Gesunderhaltung der Bevölkerung sowohl psychisch als auch physisch hat, fordert der BLSV, die zuletzt beschlossene Schließung der Indoor-Sportanlagen zu überdenken und baldmöglichst wieder zum Sport auf Basis der Regelungen vor dem 13. November zurückzukehren. Dies hatte der BLSV zuletzt auch zusammen mit dem DOSB und den Landessportbünden in einer gemeinsamen Resolution bekräftigt. Demnach sei der Sport kein Teil des Problems, sondern vielmehr ein Teil der Lösung.

"Bayerische Sportfamilie muss zusammenhalten"

BLSV-Präsident Jörg Ammon appelliert in dieser schweren Phase an die Einheit des bayerischen Sports: "Die besorgniserregende Tendenz der Mitgliederzahlen insbesondere im Kinder- und Jugendbereich wird durch die jüngsten Zahlen in der Gesamtbetrachtung aller Mitglieder noch einmal verstärkt. Unsere oberste Aufgabe muss es sein, die Menschen wieder zurück in die Sportvereine zu bringen und unsere Vereine und das Ehrenamt bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen. Hier ist die große bayerische Sportfamilie gefordert, wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen und zusammenhalten. Elementar wichtig ist eine baldige Rückkehr zum Indoor-Sport. Der Sport muss wieder die Möglichkeit bekommen, seinen Beitrag zur Gesunderhaltung der Menschen zu leisten. Hierfür stehen wir mit unseren Vereinen und Fachverbänden bereit." − red












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