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14.09.2020 | 06:00 Uhr

Ein Laufevent zu Corona-Zeiten: Halbmarathon der Premieren in Altötting

von Franz Aichinger

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Den Sieg bei den Damen holt sich die favorisierte Britin Charlotte Taylor-Green. Sieger bei den Herren wird erstmals der Lokalmatador Josef Diensthuber aus Reischach. −Fotos: Butzhammer

Den Sieg bei den Damen holt sich die favorisierte Britin Charlotte Taylor-Green. Sieger bei den Herren wird erstmals der Lokalmatador Josef Diensthuber aus Reischach. −Fotos: Butzhammer

Den Sieg bei den Damen holt sich die favorisierte Britin Charlotte Taylor-Green. Sieger bei den Herren wird erstmals der Lokalmatador Josef Diensthuber aus Reischach. −Fotos: Butzhammer


Gleich mehrere Premieren feierte beim OMV Halbmarathon in Altötting am Sonntag Josef Diensthuber.

Der Routinier, der für das Team "Reischacher Holzlandlauf" antrat, setzte sich bei seinem dritten Auftritt in der Wallfahrtsstadt erstmals an die Spitze des Klassements. Nachdem er in 1:11:19 Stunden bei sommerlichen Temperaturen das Ziel auf dem Dultplatz überquert hatte, wurde der 38-Jährige von den Prüfern der NADA (Nationale Anti Doping Agentur) zur Kontrolle gebeten – ebenfalls erstmals in seiner Karriere. Und nicht zuletzt lief die 29. Auflage dieser Traditionsveranstaltung aufgrund der Corona-Beschränkungen unter gänzlich anderen, ungewohnten und völlig neuen Bedingungen ab.

So hatten die Teilnehmer bis kurz vor dem Lauf und gleich nach der Ankunft einen Mund-Nasenschutz zu tragen sowie einen "fliegenden" Einzelstart hinzulegen. Und weil diesmal zudem auf die Stimmungsmeile verzichtet werden musste, gab es auch keine Anfeuerung auf den letzten Metern. Die vermisste nicht zuletzt Diensthuber. Zusammen mit den vermeintlich Schnellsten auf die Strecke gegangen, absolvierte der Reischacher die ersten Kilometer in einer Vierergruppe, setzte sich aber schon bald von den Konkurrenten ab und lief fortan ein einsames Rennen. Freilich profitierte der Lokalmatador auch davon, dass die internationale Elite diesmal passen musste. Aber auch so war er flott unterwegs, selbst wenn der persönliche Wunsch von 1:10 Stunden nicht ganz realisiert wurde. Als Einzelkämpfer und bei der Hitze, so Diensthuber hinterher entschuldigend, "war es schwierig, die Zielvorgabe zu schaffen". Immerhin reichte es aber auch so klar zum 1. Platz vor Florian Stelzle (LG Passau) mit 1:12:48 und Matthias Ewender (LG Region Landshut/1:14:19).

Ein Rennen gegen die Uhr über die 21,1 km zeigte auch bei den Damen die favorisierte Charlotte Taylor-Green. Die 35 Jahre alte Britin kam bei ihrem Premierenerfolg in Altötting in 1:18:45 an. Das stimmte sie "letztlich sehr zufrieden, auch wenn ich gerne 1:17 schaffen wollte". "Ich liebe den Wald", fügte die Athletin mit den auffälligen Tattoos an – angesichts der stechenden Sonne, die den Aktiven auf dem Hin- und Rückweg vom Altöttinger Forst arg zu schaffen machte. Mächtig ins Schwitzen kamen auch die Zweit- und Drittplatzierte, Regina Högl (LG Region Landshut/1:22:59) und Mikki Heiss (LG Telis Finanz Regensburg/1:24:38). Insgesamt erreichten 526 Aktive das Ziel, allesamt hielten sich vorbildlich an die strengen Corona-Regelungen.













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