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Start am Wochenende | 20.06.2020 | 06:00 Uhr

Die etwas andere Saison: Warum ein Verein 32 Teams zurückzog – und ein anderer voll spielt

von Alexander Augustin

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Bereit für die ersten Bälle: Am Wochenende startet das bayerische Tennis in den Ligen-Betrieb – mit reduzierten Teilnehmerfeldern. Die Auswirkungen der Corona-Krise halten zahlreiche Vereine von einer Teilnahme ab. −Foto: Imago Images

Bereit für die ersten Bälle: Am Wochenende startet das bayerische Tennis in den Ligen-Betrieb – mit reduzierten Teilnehmerfeldern. Die Auswirkungen der Corona-Krise halten zahlreiche Vereine von einer Teilnahme ab. −Foto: Imago Images

Bereit für die ersten Bälle: Am Wochenende startet das bayerische Tennis in den Ligen-Betrieb – mit reduzierten Teilnehmerfeldern. Die Auswirkungen der Corona-Krise halten zahlreiche Vereine von einer Teilnahme ab. −Foto: Imago Images


Wenn an diesem Wochenende die Tennis-Saison in Bayern startet, wird vieles anders sein. 60 Prozent der Mannschaften haben ihre Meldung zurückgezogen.

Die Unklarheit wegen Corona war ihnen einfach zu groß. Werden Doppel möglich sein? Fahrgemeinschaften? Ein gemeinsames Essen nach dem Spielen? Alle Fragen können nach den kürzlichen Lockerungen durch die Staatsregierung mit einem "Ja" beantwortet werden. Für viele Vereine kommt das zu spät.

Ein Verein, 32 Neins: In Hengersberg, beim TC, hat man sich bereits Anfang Mai zur Abmeldung aller 32 Mannschaften entschlossen. Kaum ein Verein in Niederbayern hätte mehr Teams an den Start gebracht. "Wir hatten natürlich ein bisschen Bauchschmerzen, dass uns einige unserer Spieler schimpfen für diese Entscheidung. Aber jeder war und ist einverstanden", sagt Roman Preisinger, der Vereinsvorsitzende. Bereut hat er den Komplett-Rückzug nicht. Im Gegenteil. "So viel, wie momentan auf unserer Anlage los ist, war noch nie los." Der mit 540 Mitglieder größte Verein Niederbayerns platzt in diesen Tagen aus allen Nähten. Auf der Anlage mit sechs Plätzen wird es da schon mal eng, erzählt Preisinger: "Gerade in den Pfingstferien war es extrem, weil jeder daheim war." So hat sich der Rückzug für die Hengersberger sogar ausbezahlt. Während einer normalen Saison ist am Wochenende praktisch nie ein Platz für Hobbyspieler frei. Diese freuen sich nun über unerhoffte Spielpraxis.

Hauptsache ein bisschen Wettkampf: Einen gänzlich anderen Weg hat man dagegen beim DJK-TC Büchlberg eingeschlagen, wie Sportwart Thomas Maier erzählt: "Wir haben in einer Vorstandssitzung beschlossen, dass wir es jeder Mannschaft selbst überlassen, ob sie spielen will oder nicht. Nur die Kinder- und Jugendteams haben wir geschlossen zurückgezogen." 95 Prozent aller erwachsenen Spielerinnen und Spieler hätten signalisiert, antreten zu wollen. Nun gehen 16 von insgesamt 31 Teams in diese Übergangssaison, in der Auf- und Abstieg ausgesetzt sind. Für die Büchlberger kein Problem, Hauptsache ein bisschen Wettkampf. Gerade die Lockerungen der Corona-Maßnahmen ließ die Vorfreude auf den ersten Spieltag am Wochenende noch einmal wachsen. "Wir fühlen uns jetzt nicht bestätigt in unserer Entscheidung", sagt Maier. "Aber wir waren es unseren Mitgliedern schuldig, ihnen die Möglichkeit zum Spielen zu geben. Das war richtig." Bezüglich der Umsetzung des Hygiene-Konzeptes hat Maier kaum Bedenken: "Die Ansteckungsgefahr ist beim Tennis minimal." Abstand, frische Luft – all das ermöglicht dem Tennis nun einen fast normalen Saisonbetrieb. Sogar die Sanitäranlagen könnten geöffnet werden. Dazu will der Bayerische Tennis-Verband (BTV) ganz kurzfristig noch eine Info an seine Mitglieder herausgeben (unter www.btv.de).
Mehr dazu lesen Sie in der Samstagsausgabe der Heimatzeitung, Heimatsport.












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