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14.12.2019  |  07:30 Uhr

"Muss mehr Leistung kommen": Wacker-Gönner Steindl spricht über die Zukunft des Regionalligisten

von Alexander Nöbauer

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Die Stadt und Bürgermeister Hans Steindl stehen hinter dem Verein – auch finanziell. Gerade wurde die Kunstrasenplatz-Anlage für eine Million renoviert, die Förderung der 1. Mannschaft durch das Stadtmarketing besteht ohnehin. Und dann ist da ja noch das Stadion, das dem Klub für ein geringes Entgelt überlassen wird. "Wir sind der größte Sponsor der Fußball-Abteilung." −Foto: Butzhammer

Die Stadt und Bürgermeister Hans Steindl stehen hinter dem Verein – auch finanziell. Gerade wurde die Kunstrasenplatz-Anlage für eine Million renoviert, die Förderung der 1. Mannschaft durch das Stadtmarketing besteht ohnehin. Und dann ist da ja noch das Stadion, das dem Klub für ein geringes Entgelt überlassen wird. "Wir sind der größte Sponsor der Fußball-Abteilung." −Foto: Butzhammer

Die Stadt und Bürgermeister Hans Steindl stehen hinter dem Verein – auch finanziell. Gerade wurde die Kunstrasenplatz-Anlage für eine Million renoviert, die Förderung der 1. Mannschaft durch das Stadtmarketing besteht ohnehin. Und dann ist da ja noch das Stadion, das dem Klub für ein geringes Entgelt überlassen wird. "Wir sind der größte Sponsor der Fußball-Abteilung." −Foto: Butzhammer


Fußballfan, Sponsor und Bürgermeister – Hans Steindl (70) zieht in Burghausen immer noch die Strippen. Mit der Kommune ist er ein kräftiger Geldgeber des Regionalligisten SV Wacker. Doch was passiert, wenn er im Frühjahr altersbedingt nach 30 Jahren an der Spitze ausscheiden muss und jemand anderer Rathauschef wird? Friert der Geldhahn dann zu beim kriselnden SV Wacker dann zu?

Herr Steindl, muss man sich in Burghausen Sorgen um den Klassenerhalt machen?
Hans Steindl: So wie die letzten Spiele gelaufen sind, muss man sich sehr wohl Sorgen machen. Wir haben einen Zuschauerschwund und die Leute sind alles andere als begeistert von dem, was die Mannschaft auf dem Feld abliefert. Es fehlt an Feuer und erkennbarem Willen. Es fehlt ein Leader, im Mittelfeld, der den Rhythmus bestimmt. Die Bayernliga ist für Burghausen keine Perspektive, der Aufstieg auch keine. Dieses Jahr macht es Türkgücü und nächstes Jahr dann vielleicht Schweinfurt, Aschaffenburg oder Bayreuth. Wir müssen trotzdem einen attraktiven Fußball bieten, dass wir auch wieder auf unsere 1000 Zuschauer im Schnitt kommen.

Ist Erfahrung ein Problem?
Steindl: Es wird immer auf die junge Mannschaft hingewiesen. Es sind aber durchaus auch erfahrene Spieler dabei. Unklar ist die Aussage, dass wir einen Amateurstatus haben. Mit unserem Etat von etwa einer Million Euro sind wir unter den ersten Fünf in der Liga. Das hat mich immer verärgert, wenn von Amateuren und Spielern die Rede ist, die angeblich alle im Beruf stehen. Da muss schon mehr Leistung kommen, für das, was die Sponsoren hineingeben.

Steindl fordert "mehr System und Qualität"

Was muss sich ändern?
Steindl: Es geht schon los mit der großen Zahl der Vorbereitungsspiele. Die Qualität macht es aus, nicht die Anzahl. Warum spielen wir nicht gegen Bundesligamannschaften, die in Österreich im Trainingslager sind? Da kann sich ein Spieler profilieren, nicht wenn du gegen A-Klassen-Vereine spielst und dann 12:0 gewinnst. Warum haben wir keine Länderspiele aus dem Nachwuchsbereich? Warum nicht mehr Freitags-Fluchtlichtspiele im schönsten Stadion in der Liga? In Sachen Stadionvermarktung und Spielplan muss mehr System und Qualität rein.

Die Fans haben immer wieder Uwe Wolf gefordert. War er ein Thema?
Steindl: Uwe Wolf hat sich oft angeboten. Aber ich habe ihm klipp und klar gesagt, ich mische mich da nicht ein. Das muss die Vorstandschaft entscheiden. So weit ich weiß, ist da kein Kontakt zustande gekommen.

Nun also Leonhard Haas. Der hat mit Wasserburg eine große Erfolgsgeschichte geschrieben.
Steindl: Er hat das erstaunlich gemacht. Zum Schluss gab es zwar einen kleinen Einbruch, aber sie haben furios begonnen. Wasserburg war im Fußball nie ein Marke, aber das hat er geschafft. Von den Optionen her ist das sicherlich mit die Beste.

Wäre ein Funktionärsamt im Sport nicht etwas für Sie, wenn Ihre Amtszeit als Bürgermeister im Frühjahr nach 30 Jahren endet?
Steindl: Da habe ich noch nicht drüber nachgedacht, weil ich noch mit meiner jetzigen Arbeit beschäftigt bin. Ich habe sehr viele Angebote für alle möglichen Positionen im sozialen und sportlichen Bereich.

Geht mit Ihnen dann auch so ein wenig die finanzielle Unterstützung für den Sport aus dem Rathaus?
Steindl: Wenn sich die Steuereinnahmen wieder auf das normale Niveau einpendeln, was sich 2021/22 erst rausstellt, wird auch ein anderer Bürgermeister beides, Leistungs- und Breitensport, finanziell unterstützen. Ob er so nah dran ist, ist eine andere Sache. Ich lebe das mit, wir finanzieren das nicht nur; es besteht ein enger emotionaler Bindungskontakt zu den verantwortlichen Akteuren. Da kann ich aber für meinen Nachfolger nicht reden. Der Fußball hat uns ja auch viel gegeben – denken wir an die fünf Jahre 2. Bundesliga, an das denkwürdige Pokalspiel gegen den FC Bayern mit acht Millionen Fernsehzuschauern bei der Live-Übertragung aus dem Wacker-Stadion mit Elfmeterschießen, an das denkwürdige 1:1 in der Allianz-Arena vor 50000 Zuschauern gegen 1860 München oder den 4:2-Sieg im Grünwalderstadion mit Markus Schupp gegen Rudi Bommer am 3. Oktober 2004 und dem Finale der Landesgartenschau am gleichen Tag in Burghausen…

Das komplette Interview lesen Sie in der Wochenendausgabe (14./15. Dezember) Ihrer Heimatzeitung oder am Online-Kiosk.












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