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12.11.2019  |  08:00 Uhr

21 Wacker-Trainer seit Zweitliga-Aufstieg 2002, oder: Die Geschichte eines Schleudersitzes

von Alexander Nöbauer

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Das 0:2 gegen den TSV Aubstadt Mitte Oktober war das letzte Spiel von Wolfgang Schellenberg (v.l.) als Trainer an der Linie des SV Wacker. Beim 2:2 in Fürth und dem 0:1 gegen Rosenheim fehlte er krank, sein Co-Ronald Schmid übernahm und ist auch jetzt Interimstrainer, wie Teammanager Karl-Heinz Fenk bestätigte. −F.: Zucker

Das 0:2 gegen den TSV Aubstadt Mitte Oktober war das letzte Spiel von Wolfgang Schellenberg (v.l.) als Trainer an der Linie des SV Wacker. Beim 2:2 in Fürth und dem 0:1 gegen Rosenheim fehlte er krank, sein Co-Ronald Schmid übernahm und ist auch jetzt Interimstrainer, wie Teammanager Karl-Heinz Fenk bestätigte. −F.: Zucker

Das 0:2 gegen den TSV Aubstadt Mitte Oktober war das letzte Spiel von Wolfgang Schellenberg (v.l.) als Trainer an der Linie des SV Wacker. Beim 2:2 in Fürth und dem 0:1 gegen Rosenheim fehlte er krank, sein Co-Ronald Schmid übernahm und ist auch jetzt Interimstrainer, wie Teammanager Karl-Heinz Fenk bestätigte. −F.: Zucker


Überraschend kam die Meldung am frühen Freitagabend: Wolfgang Schellenberg tritt als Trainer des Fußball-Regionalligisten Wacker Burghausen zurück. Nach 495 Tagen war seine Amtszeit vorbei – weniger als 24 Stunden vor dem wichtigen Spiel beim TSV Rain. Damit war der 21. Trainer des SV Wacker seit dem Zweitliga-Aufstieg 2002 Geschichte. Bemerkenswert dabei: Kein Coach, der mit dem SVW in die Saison startete, hat das reguläre Ende seines Arbeitsvertrags erreicht. Eine Übersicht:

Rudi Bommer (10/2000 – 06/04): Unter Leitung des ehemaligen Bundesliga-Profis stieg Wacker 2002 in die 2. Liga auf. Doch der Erfolg ließ auch andere Teams aufhorchen: Nach 1343 Tagen – die längste Amtszeit eines Wacker-Trainers seit dem Aufstieg ins Profigeschäft – wechselte Bommer zu Ligakonkurrent 1860 München, obwohl sein Vertrag noch zwei Jahre gelaufen wäre.

Markus Schupp (07/04 – 12/06): Ein weiterer Ex-Bundesliga-Profi übernahm das Ruder. Mit ihm erreichte der SVW die Plätze 9 und 8. Nach nur vier Siegen in der Hinrunde 2006/07 zog der Verein jedoch nach 896 Tagen und 88 Spielen die Reißleine.

Fred Arbinger (12/06 – 06/07): Als Teammanager, zusammen mit Coach Gino Lettieri, übernahm der bisherige U19-Trainer das Ruder, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. Seinen Vertrag bis Saisonende erfüllte er aber. Dann war nach 197 Tagen und 17 Spielen Schluss.

Ingo Anderbrügge (07/07 – 03/08): Der Schalker Euro-Fighter Ingo Anderbrügge übernahm im ersten Jahr zurück in der Regionalliga – nach fünf Jahren im deutschen Unterhaus. Von seinen 24 Spielen gewann er aber nur sieben – zu wenig. Das vorzeitige Aus nach 274 Tagen.

Peter Assion (03/08 – 06/08): Der Sportliche Leiter übernahm als Interimslösung bis Saisonende und hievte mit Rang 7 Wacker in die neu geschaffene 3. Liga. Dort brauchte es aber einen neuen Coach: Für Assion war nach 81 Tagen Schluss.

Günter Güttler (06/08 – 04/09): Nur 31 Spiele stand der 234-fache Bundesligaspieler an der Linie. Ein 0:2 gegen Jena beendete sein Engagement – auf Rang 19 nach 295 Tagen. Am Ende landete Wacker auf einem Abstiegsplatz, blieb aber durch den Rückzug von Kickers Emden drittklassig.

Ralf Santelli (04/09 – 06/09): Der Co-Trainer von Güttler übernahm nach dessen Beurlaubung und brachte es in sieben Partien immerhin auf drei Siege. Eine Zukunft als Chef hatte er aber nicht – nach 76 Tagen war Schluss.

Jürgen Press (07/09 – 08/10): Etwas mehr als eine Saison – 405 Tage – war der gebürtige Ingolstädter als Trainer und Teammanager verantwortlich. Kurios: Unter Press war Burghausen nach dem 12. Spieltag 09/10 mit einem negativen Torverhältnis (–3) Tabellenführer. Am Ende der Spielzeit stand aber nur Rang 17, also gerade noch über dem Strich. Nach vier Spielen ohne Sieg zum Auftakt der Spielzeit 10/11 beurlaubte ihn der SVW – und Press zog später weiter nach Nigeria und Chile, wo er aktuell Sportdirektor in der 2. Liga ist.

Mario Basler (08/10 – 05/11): Den wohl größten Namen aller Wacker-Trainer hatte der Europameister von 1996. Erfolgreich war das Engagement aber nur bedingt: Rang 17 stand am Ende, Klassenerhalt – aber nur, weil RW Ahlen wegen der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ans Ende der Tabelle gesetzt wurde. Immerhin hatte Basler seinen Ein-Jahres-Vertrag erfüllt. Nach 276 Tagen war er jedoch Geschichte.

Georgi Donkov (05/11 – 06/11): 47 Tage lang war Baslers Co-Trainer nominell Chef, jedoch ohne ein Spiel bestritten zu haben.

Rudi Bommer (07/11 – 12/11): Die Rückkehr des einstigen Aufstiegstrainers war ein kurzes Gastspiel, in das sich schon einige kritische Stimmen mischten. Aus persönlichen Gründen löste er bereits im Dezember seinen Vertrag auf und ging nach 21 Spielen bzw. 183 Tagen nach Cottbus in Liga 2.

Reinhard Stumpf (01/12 – 06/12): Der Ex-Bundesligaprofi führte den SVW in seinen 17 Spielen auf Rang 6. Nach 177 Tagen war am Saisonende wegen Unstimmigkeiten in Gesprächen über eine Verlängerung seines Halbjahresvertrags aber Schluss.

Georgi Donkov (07/12 – 09/13): Zum zweiten Mal Chef, dieses Mal mit Spielen: 46 insgesamt, verteilt über 431 Tage. Nach Rang 8 in seiner ersten Saison, wurde der gebürtige Bulgare, mittlerweile bei Levski Sofia als Co-Trainer, in der zweiten nach sieben Partien ohne Sieg zum Start entlassen.

Christian Wimmer (09/13): Ein 0:4 gegen Stuttgart II war das einzige Spiel von Christian Wimmer, Donkovs Co, als Wacker-Coach.

Uwe Wolf (09/13 – 06/14): Den Abstiegs konnte auch der Ex-Löwe Uwe Wolf nicht mehr verhindern. In 30 Spielen gelangen nur neun Siege – zu wenig. Der Vertrag wurde nicht verlängert, doch nur mit "Feierabendfußball" in der Regionalliga "irgendwo mitspielen" wollte Wolf eh nicht – das Aus nach 290 Tagen.

Mario Demmelbauer (07/14 – 11/14): Ein Pferd aus dem eigenen Stall sollte den Neuaufbau in der Regionalliga leiten. Nach nur fünf Siegen in 19 Spielen war jedoch nach 133 Tagen vorzeitig Schluss – Demmelbauer trat zurück.

Uwe Wolf (11/14 – 03/17): Der Pfälzer kehrte zu seiner "Herzensangelegenheit" zurück. Aus einem angedachten Engagement bis Winter wurden dann doch 841 Tage, knapp zweieinhalb Jahre. Am Tag vor dem ersten Rückrundenspiel wurde Wolf unter kuriosen Umständen entlassen.

Stanley König (03/17 – 04/17): Zwar hat der heutige A-Klassen-Coach nur sechs Spiele geleitet, in diesen jedoch den besten Punkteschnitt: 2,17 pro Partie – vier Siege, nur eine Niederlage in 30 Tagen. Wacker wollte allerdings weiter einen hauptamtlichen Coach – König war raus.

Patrick Mölzl (04/17 – 04/18): Fast genau ein Jahr dauerte das Engagement des ehemaligen Bundesliga-Profis an der Salzach. Nur fünf Punkte aus seinen letzten sieben Spielen inklusive einem 0:5 bei Bayern II kosteten ihn den Job nach 376 Tagen.

Ronald Schmidt (04/18 – 06/18): Das SVW-Urgestein hatte bereits mit König interimsmäßig das Team geführt, war jetzt selbst verantwortlich und verhinderte mit drei Siegen in fünf Spielen den Abstieg. Chef wollte er aber nicht werden, nach 76 Tagen war er den Job erstmal wieder los.

Wolfgang Schellenberg (07/18 – 11/19): In der ersten Saison sensationell auf Platz 3, doch im zweiten Jahr lief es nicht wirklich. Nach nur 21 Punkten aus 18 Spielen trat der Ex-Löwe zurück. 495 Tage war er da Trainer.

Ronald Schmidt (seit 11/19): Der Sachse, der 121 Mal in der 2. und 120 Mal in der 3. Liga für Wacker aufgelaufen ist, übernimmt bis zur Winterpause mit Vereinsurgestein Manfred Stutz. Dann sehe man weiter, so der Verein.












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