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12.07.2019  |  20:25 Uhr

2000 Fans zum Auftakt: Erst Türkgücü-Gala, dann Hektik und starke Schaldinger

von Andreas Lakota

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Kaum zu stoppen war in Durchgang eins Kasim Rabihic, hier versucht es Schaldings Spielertrainer Stefan Köck. −Foto: Lakota

Kaum zu stoppen war in Durchgang eins Kasim Rabihic, hier versucht es Schaldings Spielertrainer Stefan Köck. −Foto: Lakota

Kaum zu stoppen war in Durchgang eins Kasim Rabihic, hier versucht es Schaldings Spielertrainer Stefan Köck. −Foto: Lakota


Die Neugier war groß. Fast 2000 Zuschauer pilgerten am Freitagabend an den Reuthinger Weg nach Schalding. Ein Großteil von ihnen, um zu sehen, wie stark die neue Macht in der Regionalliga Bayern wirklich ist. Und? Türkgücü München deutete gleich im ersten Spiel an, welch beeindruckende Power in der teuer zusammengekauften Mannschaft von Trainer Reiner Maurer steckt. Allerdings zeigten die Gäste nur in der ersten Halbzeit eine Top-Leistung. Nach dem Wechsel entglitt den Profis komplett die Kontrolle, am Ende drohte die Partie sogar zu kippen. Weil Schalding aber den Anschlusstreffer verpasste, blieb es am Ende beim verdienten 2:0 für die Münchner.

"Wir haben stark begonnen, waren klar überlegen. In der zweiten Halbzeit war das Spiel offen, wir waren etwas zu leichtfertig und Schalding hatte nichts mehr zu verlieren. Insgesamt war es aber ein guter Auftritt von uns", meinte hinterher Türkgücü-Trainer Reiner Maurer. Sein Gegenüber Stefan Köck räumte ein, dass man zunächst die Eins-gegen-Eins-Situationen nicht in den Griff bekommen hat. "Erst als wir taktisch umgestellt und einen Mann mehr ins Mittelfeld geschoben haben, hatten wir mehr Zugriff. Vielleicht hätte ich das schon früher machen sollen. In der zweiten Halbzeit haben wir es gut gemacht, wenn ein Tor fällt, ist vielleicht was möglich für uns."

Als Schiedsrichter Steffen Grimmeißen das Match um 18.30 freigab, spielte der Titelfavorit sofort Vollgasfußball. Tempo, Tempo, Tempo, dazu feine Technik und taktische Disziplin. Die Folge: Die Schaldinger waren bisweilen überfordert mit der geballten Offensivkraft von Türkgücü. Vor allem über den bärenstarken Turbodribbler Kasim Rabihic brach der Gast auf der linken Seite immer wieder durch, in der Mitte sorgte Karl-Heinz Lappe für Dauerbetrieb. "Das ist die beste Mannschaft, die wir hier gesehen haben", hörte man immer wieder von den Zuschauerrängen.

Der Deggendorfer Marco Holz traf mit einem Traumtor zum 2:0. (Foto: Lakota)

Der Deggendorfer Marco Holz traf mit einem Traumtor zum 2:0. (Foto: Lakota)

Der Deggendorfer Marco Holz traf mit einem Traumtor zum 2:0. (Foto: Lakota)


20 Minuten konnten die Schaldinger noch einigermaßen dagegenhalten, dann entschieden die Münchner binnen 60 Sekunden das Spiel. Erst schloss Lappe einen schnellen Angriff eiskalt ab (21.), dann schlenzte der gebürtige Deggendorfer Marco Holz den Ball aus 25 Metern genau in den Winkel – Traumtor (22.). Nun konnte man kurzzeitig Angst haben um die Schaldinger, die offensiv quasi nicht stattfanden. Doch Türkgücü nahm nach den beiden Toren etwas den Fuß vom Gas und der SVS stabilisierte sich wieder. Dennoch hätten die Gäste bis zur Pause schon auf 4:0 davonziehen können, doch einmal rettete der Pfosten, einmal parierte Keeper Markus Schöller stark.

Türkgücü-Trainer Reiner Maurer konnte nur mit Durchgang eins zufrieden sein. (Foto: Lakota)

Türkgücü-Trainer Reiner Maurer konnte nur mit Durchgang eins zufrieden sein. (Foto: Lakota)

Türkgücü-Trainer Reiner Maurer konnte nur mit Durchgang eins zufrieden sein. (Foto: Lakota)


"Konzentriert bleiben", rief Coach Maurer seinen Jungs zum Start der zweiten 45 Minuten noch hinterher. Doch das misslang. Türkgücü konnte das Tempo nicht mehr hochhalten und verlor mehr und mehr die Dominanz. Schalding war nach der Hereinnahme von Philipp Knochner wesentlich besser im Spiel, hatte nun Zugriff im Mittelfeld und übernahm mehr und mehr das Kommando. Vielleicht wäre sogar eine Sensation möglich gewesen, doch die riesen Chance zum 1:2 verhinderte Gäste-Keeper Maximilian Engl mit einer unglaublichen Parade – im Fallen fischte er den Ball von Michael Pillmeier noch von der Linie (60.).

Schalding war nun endgültig aufgewacht und Spielertrainer Stefan Köck setzte alles auf eine Karte. Doch auch als Tobias Stockinger und Fabian Schnabel aufs Feld geschickt wurden, gelang auch in einer hektischen Schlussphase mit vielen Unterbrechungen und einigen Scharmützeln zwischen Zuschauern und Gäste-Bank kein Tor mehr. So blieb es beim 2:0 – und für den noch nicht in Bestbesetzung angetretenen SVS bei der Erkenntnis, dass man sich mit einer Leistung wie in Halbzeit 2 auch im siebten Regionalliga-Jahr keine Sorgen machen muss. Und Türkgücü? Hat seine Power eindeutig angedeutet. Für den angestrebten Titel muss aber sicher noch mehr kommen …

Tore: 0:1 Karl-Heinz Lappe (21.); 0:2 Marco Holz (22.).

SR Steffen Grimmeißen (Löpsingen). – Zuschauer: 2000.













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