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06.07.2019  |  19:35 Uhr

Das macht Mut: Starke Schaldinger gegen den Jahn, aber: Rätselraten um Schöller-Zukunft

von Andreas Lakota

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Rückkehrer Chris Brückl zeigte eine gute Partie. −Foto: Lakota

Rückkehrer Chris Brückl zeigte eine gute Partie. −Foto: Lakota

Rückkehrer Chris Brückl zeigte eine gute Partie. −Foto: Lakota


Vier Tage nach dem blamablen 0:1 gegen den Bezirksligisten Grafenau hat der SV Schalding sein anderes Gesicht präsentiert. In Plattling hielt die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Köck im Test gegen den Zweitligisten Jahn Regensburg über 90 Minuten sehr gut mit und hätte am Ende sogar für eine Überraschung sorgen können. Weil Schalding aber seine Möglichkeiten nicht nutzte und zweimal Alu-Pech hatte, blieb der Favorit Sieger. Vor 720 Zuschauern entschied ein Tor von Mittelfeldspieler Julian Derstroff (18.) die Partie.

Während der Jahn froh war, seinen Trainingslagers in Bad Gögging erfolgreich und ohne Verletzungen beendet zu haben, ist beim SVS eine Woche vor dem Auftakt-Knaller in der Regionalliga gegen Türkgücü München die Zuversicht zurück. "Ja, wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, der Auftritt macht Mut", sagte Spielertrainer Stefan Köck, schränkte aber gleich ein. "Wir können das alles ganz gut einordnen. Mir war klar, dass sich die Mannschaft anders präsentieren wird als in Grafenau. Aber genauso wenig wie am Dienstag alles katastrophal war, war heute alles super."

Für eine Überraschung sorgte der SVS bereist bei der Aufstellung. Denn im Tor stand nicht etwas Markus Schöller, sondern Johann Hipper. Der 20-Jährige spielte bisher bei 1860 München II in der Bayernliga und ist derzeit als Testspieler in Schalding aktiv. Warum? Schöller, der schon am Dienstag in Grafenau und Mittwoch bei der Teampräsentation fehlte, hegt Profi-Ambitionen, absolviert derzeit offenbar Probetrainings bei anderen Clubs. "Er hat den höherklassigen Fußball im Blick, wie es genau weitergeht, kann ich noch nicht sagen. Es ist noch keine Entscheidung gefallen", meinte Köck und fügte mit Blick auf Hipper hinzu. "Wir müssen vorbereitet sein." Der neue Mann im SVS-Tor zeigte eine gute Leistung, konnte einige Bälle parieren, wirkte souverän und abgeklärt und gab auch gleich lautstark Kommandos.

Überraschung im Tor: Gegen den Jahn stand Johann Hipper (20) zwischen den SVS-Pfosten. −Foto: Lakota

Überraschung im Tor: Gegen den Jahn stand Johann Hipper (20) zwischen den SVS-Pfosten. −Foto: Lakota

Überraschung im Tor: Gegen den Jahn stand Johann Hipper (20) zwischen den SVS-Pfosten. −Foto: Lakota


Recht viel mehr war dem Schaldinger Lager zu dieser Thematik nicht zu entlocken, eine Woche vor dem Ligastart kann Köck keine zusätzliche Unruhe gebrauchen, zumal er ja ohnehin mit vielen verletzten Spieler zu kämpfen hat. Gegen den Jahn kehrten allerdings Philipp Knochner, Fabian Burmberger und Nico Dantscher wieder auf den Platz zurück, sie alle wurden in Durchgang zwei eingewechselt. Erneut passen musste Stürmer Fabian Schnabel, der sich am Freitag wohl einen Nerv im Rücken eingeklemmt hat und trotz mehrere Spritzen nicht spielen konnte. Auch Markus Gallmaier arbeitet noch am Comeback.

Die fitten Schaldinger zeigten vor allem in der Defensive eine gute Leistung und gerieten nur selten unter großen Druck. Der Jahn schaffte es nicht, die Spiel-Geschwindigkeit hochzuhalten, "das lag aber auch an uns, vor allem taktisch hat es die Mannschaft sehr diszipliniert gemacht und alle Vorgaben umgesetzt", sagte Köck und fügte hinzu: "Wir hätten uns ein Tor verdient gehabt." Die dickste Chance vergab Chris Brückl, der am stark reagierenden Regensburg-Schlussmann Alexander Meyer scheiterte. Ein Schuss von Maximilian Schuster landete am Pfosten, ein abgefälschter Freistoß klatschte ebenfalls ans Aluminium. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatte der SVS einige gute Offensivaktionen, Joker Tobias Stockinger zwang den eingewechselten Jahn-Schlussmann André Weis zu einer starken Parade.

Auf der Gegenseite hatte freilich auch der Zweitligist mehrere gute Möglichkeiten, seine Führung auszubauen, war im Abschluss aber nicht konsequent genug. Beim einzigen Treffer des Jahn hätte SVS-Coach Köck zuvor klären müssen, traf jedoch den Ball nicht, der deshalb bei Torschütze Julian Derstroff landete. "Wir sind froh, dass wir nach dem Trainingslager keine Verletzten haben. Natürlich haben wir noch viel Arbeit vor uns, aber das ist ganz normal in der Vorbereitung", sagte hinterher Jahn-Coach Mersad Selimbegovic, der dem SVS ein "Kompliment" für seine Leistung zollte. Zur Pause tauschte der Jahn-Coach sein ganzes Team durch.

Die Partie diente auch dem guten Zweck. Unter dem Motto Sportler helfen Sportlern unterstützen die Vereine Tobias Besendorfer aus dem Landkreis Passau. Ein Scheck über 8500 Euro wurde an die Eltern des 22-Jährigen übergeben. Noch besser: es wird weiterhin Geld gesammelt. Wer helfen will: Förderverein Sportler helfen Sportlern 1997 e.V.













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