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28.06.2019 | 06:00 Uhr

Regions’ Cup in Burghausen: Eine große Inszenierung vor fast leeren Rängen

von Franz Aichinger

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In der werbefreien Wacker-Arena, in der extra Podeste für die Siegerehrung und die Kameras aufgebaut waren, gaben die Fans aus Polen den Ton an. −Fotos: Christian Butzhammer

In der werbefreien Wacker-Arena, in der extra Podeste für die Siegerehrung und die Kameras aufgebaut waren, gaben die Fans aus Polen den Ton an. −Fotos: Christian Butzhammer

In der werbefreien Wacker-Arena, in der extra Podeste für die Siegerehrung und die Kameras aufgebaut waren, gaben die Fans aus Polen den Ton an. −Fotos: Christian Butzhammer


Es war fast wie in der Champions League: Die siegreichen Polen jubelten auf einem eigens aufgebauten und beschrifteten großen Podium und reckten den 22 Kilogramm schweren Silberpokal in den Himmel. Aus zwei großen Kompressoren wurden goldene Papierschnitzel in die Luft geschossen, die auf die Feiernden herabregneten. Der erfolgreichen Mannschaft bereitete man nach dem 3:2 über Deutschland (hier die Auswahl des BFV) im Finale des Regions’ Cup, der Europameisterschaft der Fußball-Amateure, am Mittwochabend in Burghausen die angekündigte ganz große Bühne.

Nur sehen wollte diese teuere Inszenierung in der Wacker-Arena, aus der extra die gesamte Werbung des Regionalligisten entfernt und ein großes Podest für die Live-Übertragung per Internet errichtet worden war, fast niemand. Der Bayerische Fußball-Verband als Ausrichter dieses UEFA-Wettbewerbs sprach offiziell von 1224 Zuschauern. Es dürfte wohl gut die Hälfte gewesen sein, die sich bei brütender Hitze in ein einigermaßen schattiges Plätzchen auf der Tribüne verkrochen hatte. Diese Schätzung bestätigten hinter vorgehaltener Hand auch einige Wackerianer, die sonst regelmäßig die Spiele ihres Vereins verfolgen. Da nutzte es offensichtlich auch nichts, dass noch am Nachmittag im Wacker-Werk bekannt gegeben worden war, dass man gegen Vorlage des Werksausweises am Einlass zwei Karten für das Endspiel bekommt.

Nur spärlich besetzt war die Haupttribüne. Der BFV meldete offiziell 1224 Zuschauer, tatsächlich waren es wohl gut die Hälfte, die in der Wacker-Arena für eine traurige Kulisse sorgten.

Nur spärlich besetzt war die Haupttribüne. Der BFV meldete offiziell 1224 Zuschauer, tatsächlich waren es wohl gut die Hälfte, die in der Wacker-Arena für eine traurige Kulisse sorgten.

Nur spärlich besetzt war die Haupttribüne. Der BFV meldete offiziell 1224 Zuschauer, tatsächlich waren es wohl gut die Hälfte, die in der Wacker-Arena für eine traurige Kulisse sorgten.


"Ich verstehe nicht, warum man so ein Spiel nicht auf 21 Uhr verlegen kann, wenn so große Hitze angesagt ist. Da muss man flexibler sein", schimpfte Hans Steindl über den BFV, der die Anstoßzeit bei 18.30 Uhr belassen hatte. "Hätte man später begonnen, wären sicher 500 Besucher mehr gekommen", so die Einschätzung des Bürgermeisters, die wohl nur wenige im Stadion geteilt haben dürften. Immerhin sorgte eine lautstarke und in Landesfarben gekleidete polnische Abordnung für ein wenig Stimmung im ansonsten weitgehend verwaisten Oval.

Steindl will trotzdem an der Strategie festhalten, sich weiter zu bemühen, dass derartige Veranstaltungen nach Burghausen vergeben werden. "Das ist eine interessante Geschichte und gut von der Aufmachung her. Solche Spiele passen ins Wacker-Stadion und wir werden weiter schauen, solche Spiele herzubekommen", sagte das Stadtoberhaupt, das sich "ein bisschen wie in alten Zeiten" fühlte. Damit meinte er wohl die Partien des SVW in der 2. und 3. Liga, die freilich vor einer ganz anderen Kulisse ausgetragen wurden. Da herrschte echte Fußball-Atmosphäre statt Tristesse.

Dabei hatte der BFV keine Kosten und Mühen gescheut, damit beim Höhepunkt des seit 1999 alle zwei Jahre ausgerichteten Wettbewerbs ein paar Emotionen auf den Rängen aufkommen. Der Verband hatte rund drei Dutzend Mitarbeiter vor Ort – dazu Präsident Dr. Rainer Koch, Schatzmeister Jürgen Faltenbacher (fungierte als deutscher Delegationsleiter) und Jimmy Hartwig. Der Ex-Nationalspieler hat die Aufgabe des Integrationsbotschafters beim DFB übernommen.

Der Aufwand war immens. So kam alleine das fünfköpfige Schiedsrichter-Team aus fünf verschiedenen Ländern. Sogar die Toilettenschilder waren international und mit dem Logo der UEFA für den Regions’ Cup überklebt. Die Organisation war mehr als perfekt. Dass die Fußballfans auch Interesse an solchen Spielen zeigen, das lässt sich aber offensichtlich nicht organisieren.












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