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24.03.2020  |  10:00 Uhr

Der Fußball-Stillstand und die Suche nach einem Ausweg +++ Eure Meinung ist gefragt!

von Martin J. Freund,Alexander Augustin

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Verwaistes Kesselbachstadion: Wie hier in Rotthalmünster sieht es derzeit deutschlandweit auf den Fußballplätzen aus.Wie lange der Ausnahmezustand anhält, weiß niemand zu sagen. −Foto: Archiv Georg Gerleigner

Verwaistes Kesselbachstadion: Wie hier in Rotthalmünster sieht es derzeit deutschlandweit auf den Fußballplätzen aus.Wie lange der Ausnahmezustand anhält, weiß niemand zu sagen. −Foto: Archiv Georg Gerleigner

Verwaistes Kesselbachstadion: Wie hier in Rotthalmünster sieht es derzeit deutschlandweit auf den Fußballplätzen aus.Wie lange der Ausnahmezustand anhält, weiß niemand zu sagen. −Foto: Archiv Georg Gerleigner


Die Corona-Krise hat den Fußball-Betrieb mit bayernweit 4600 Vereinen vollständig zum Erliegen gebracht. Und auch wenn es, mehr noch als in normalen Zeiten, wichtigere Dinge im Leben gibt als den Fußball, lässt Josef Janker, den Verbandsspielleiter, und Richard Sedlmaier, seinen niederbayerischen Kollegen, das Geschäft mit dem runden Leder nicht los. "Das Telefon steht nicht still", sagt Josef Janker. Richard Sedlmaier berichtet von "Anrufen ohne Ende". Alle eint die besorgte Frage: Wie geht es weiter? Wann geht es weiter? Geht es überhaupt weiter mit dieser Fußballsaison, in der unter normalen Umständen noch zwischen acht und elf Spieltage zu bestreiten wären?

Fortsetzung, Annullierung, Abbruch der Saison, jedes Szenario werde derzeit durchgespielt, sagte BFV-Präsident Dr. Rainer Koch am Wochenende bei einem Webinar der Verbandsspitze mit ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Spielzeit vorzeitig zu beenden, sei aber die letzte Option, die ultima ratio, die viele Vereine – und auch den Verband – an den Rand ihrer Existenz treiben würde. Der BFV werde, das stehe so gut wie fest, "in die größte finanzielle Krise seiner Geschichte schlittern", sagt Koch. Einigen Klubs wird es ähnlich ergehen. Vereinsfeste, für einige die größte Einnahmequelle, fallen weg, Einnahmen durch Verkäufe von Tickets und Getränken an Spieltagen sowieso. Die Kosten bleiben, auch die Abgabe an den Verband. Der BFV könne darauf auch nicht verzichten, betont Koch. "Von jedem Euro beim Verband stammen 25 Cent von den Vereinen. Dieses Finanzierungsloch würde uns handlungsunfähig machen. " Trotz drohender Insolvenzen, das macht Koch klar, werde man den Spielbetrieb nicht fortsetzen, "wenn es gesundheitlich nicht zu rechtfertigen" sei. Ob und wann das in dieser Saison noch möglich sein könnte, weiß niemand.

Im Grundsatz geht es um die Frage, sportliche Gerechtigkeit herzustellen, wo geregelte Abläufe außer Kraft gesetzt sind. Und es ist zu vermuten, dass die Wege, wie sie jetzt gesucht und möglicher Weise auch gefunden werden, nicht alle mitgehen wollen. Der Vorschlag, die begonnene Spielzeit in einer Art Playoffs in Kurzversion zu Ende zu bringen, ist einer dieser möglichen Wege. Oder die Saison im Februar oder März wieder aufzunehmen, mit dem Vor-Corona-Stand. Ein User von heimatsport.de bringt eine saisonübergreifende Punktewertung ins Spiel, wonach tabellarisch besser gestellte Vereine die neue Saison mit einem positiven Punktekonto beginnen würden, schlechter positionierte mit einem negativen. "Wer immer einen Vorschlag hat, kann ihn mir gerne mitteilen", sagt Spielleiter Sedlmaier.

Wie sollte es aus Eurer Sicht weitergehen im Amateur-Fußball? Kommentiert hier oder schreibt uns! Mail an: sport@pnp.de

Mehr zum Thema in der Dienstag-Ausgabe der Passauer Neuen Presse (Sport) oder am Online-Kiosk












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