Trainer absolviert A-Lizenz-Lehrgang

Singh & Co. sind zu stark: DJK Vilzing verliert 1:5 bei Jahn-Profis – Eibls Zukunft noch ungewiss

21.01.2023 | Stand 22.01.2023, 16:14 Uhr
Thomas Mühlbauer

Ins Straucheln geraten: Andreas Jünger und seine DJK Vilzing mussten sich bei den Jahn-Profis klar mit 1:5 geschlagen geben. −Foto: Andreas Nickl

Deutlich verloren, aber erste wichtige Schlüsse gezogen: So fällt das Fazit der DJK Vilzing nach dem ersten Testspiel der Frühjahrsvorbereitung aus. Für den Regionalliga-Aufsteiger stand im neuen Jahr gleich ein richtiger Höhepunkt an: Am Samstagnachmittag testeten die Chamer Vorstädter gegen die Profis von Jahn Regensburg. Trettenbach, Jünger und Co. mussten sich am Ende aber klar mit 1:5 geschlagen geben.


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Die Partie kam kurzfristig zustande, nachdem die Jahn-Zweite das angesetzte Testspiel wegen Spielermangels absagen musste. Die Jahn-Elf bestand somit überwiegend aus Spielern, die bislang mit einer Reservistenrolle in der zweiten Liga vorliebnehmen müssen. Auch Sarpreet Singh stand gegen Vilzing auf dem Platz. Der ehemalige Bayern-Spieler aus Neuseeland darf nach einer monatelangen Sperre, die er wegen einer Transferpanne absitzen musste, nun wieder für den Zweitligisten auflaufen.

Zum besten Mann auf dem Platz avancierte allerdings ein anderer: Aygün Yildirim legte mit einem Dreierpack den Grundstein zum Sieg (34., 64., 65.). Minos Gouras (57.) und Dario Vizinger (77.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Den Ehrentreffer für Vilzing erzielte Thomas Stowasser in der 50. Minute. Das nächste Testspiel steht für die DJK Vilzing am Freitag an. Dann ist Bayernligist ASV Neumarkt ab 18.30 Uhr zu Gast auf dem heimischen Kunstrasenplatz.

Eibl: „Gute Grundlage vorhanden“



Im Trainingsbetrieb sind die Vilzinger bereits seit vergangenen Montag. Fragt man DJK Trainer Josef Eibl nach seiner Gemütslage nach den ersten Einheiten, hört man durchaus viel Positives heraus: „Man hat es am Montag deutlich gesehen, die Jungs haben sich richtig gefreut auf die erste Einheit mit der Mannschaft.“ Aber auch Eibl hat sich gefreut, denn Trettenbach & Co. haben ihre „Hausaufgaben “ – sprich die eigenen Grundlagenläufe, die man ab Weihnachten zu absolvieren hatte gewissenhaft gemacht. So stellte Eibl fest: „Es ist eine gute Grundlage vorhanden, die Spieler sind fit, da kann man gleich gut einsteigen.“

Das ist aber auch auf der anderen Seite notwendig, denn Eibl konnte sich am Montag gleich über viele „Neuzugänge“ freuen. Mit Tobias Hoch, Franz Wendl, Nico Dantscher und Ben Kouame kehrten alle vier Langzeitverletzten pünktlich zum Vorbereitungsstart wieder ins Mannschaftstraining zurück.

Verstärkung aus 3. Liga

Und auch über einen Neuzugang freut man sich im Lager der Schwarz-Gelben. So kehrt Offensivspieler Lucas Chrubasik (23) vom Drittligisten SpVgg Bayreuth an den Huthgarten zurück. Bereits von Sommer 2019 bis Sommer 2021 hatte der großgewachsene Angreifer das schwarzgelbe Trikot getragen.

Mit dem nun sehr gut besetzten Kader – auch in der Breite wird der Konkurrenzkampf, wie Eibl selbst sagt enorm angekurbelt. Allerdings wird man bei den vier wieder ins Training eingestiegenen Spielern gerade mit den Co-Trainern Matthias Graf und Tobias Dezelak auch darauf schauen, dass die Spieler oft auch individuell noch einmal trainieren. Denn es soll natürlich vermieden werden, dass man wie im Herbst noch einmal – gerade im wohl heißen Saisonendspurt – eine lange Verletztenliste hat.

Herausforderung A-Lizenz

Nachdem das Thema Neuzugänge nun weitestgehend abgeschlossen ist, gilt es für die DJK Vilzing noch die Trainerfrage für nächste Saison zu klären. Josef Eibl sagt dazu auf Nachfrage der Heimatzeitung: „Wir haben natürlich im Winter Gespräche geführt und diese sind auch positiv verlaufen.“ Allerdings eine endgültige Entscheidung will Eibl in den nächsten 14 Tagen fällen. Als Regionalligatrainer muss Eibl nämlich eine Trainer A-Lizenz vorweisen. In dieser Saison durfte er mit einer Ausnahmegenehmigung coachen.

Ab März wurde er für den A-Lizenz Lehrgang in Hannover zugelassen. „Das ist natürlich eine super Sache, weil dieser Lehrgang nur mit 25 Teilnehmern aus ganz Deutschland besetzt ist.“ Allerdings bedeutet die Fortbildung für Eibl eine zusätzliche Belastung, denn findet doch der Kurs ab März acht Mal von Sonntag bis Mittwoch statt, verteilt über einen längeren Zeitraum. „Ich muss mir da auch meine Gedanken machen, wie man das dann alles unter einen Hut bringt, auch mit der Mannschaft.“ Würde nämlich auch heißen, wenn der Kurs stattfindet, verpasst Eibl jeweils zwei der drei Trainingseinheiten.

Doch das ist nun noch Zukunftsmusik, wichtig wird in den kommenden sechs Wochen sein, als Mannschaft dorthin zu kommen, dass man am 25. Februar perfekt vorbereitet nach Aubstadt reisen kann. Und einen Punkt hat dabei Eibl auch noch auf seiner Agenda in der Vorbereitung: „Wir müssen uns fußballerisch auf jeden Fall auch noch weiter entwickeln.“