Vor Spiel in Schweinfurt

„Macht unglaublich viel Spaß“: Riesen Lob für Wackers neuen Trainer Hannes Sigurdsson

12.08.2022 | Stand 12.08.2022, 14:54 Uhr

Macht gute Arbeit in Burghausen: Hannes Sigurdsson. −Foto: Butzhammer

Von Michael Buchholz

Um 7 Uhr morgens beginnt heute für den SV Wacker Burghausen die Dienstreise des 6. Spieltags in der Fußball-Regionalliga Bayern. Die Mannschaft von Trainer Hannes Sigurdsson tritt nämlich um 14 Uhr beim 1. FC Schweinfurt an und plant dabei den nächsten Coup. „Wir haben einen Lauf und deswegen wollen wir auch in Schweinfurt was mitnehmen“, sagt der Sportliche Leiter Karl-Heinz Fenk.

Nach den Siegen beim SV Viktoria Aschaffenburg (3:2) und gegen die SpVgg Unterhaching (3:1) steht die Truppe von der Salzach mit zehn Punkten auf dem 5. Rang. Die Schweinfurter, als einer der großen Mitfavoriten gestartet, müssen derzeit etwas kleinere Brötchen backen: Zuletzt gab es ein 2:3 beim SV Heimstetten und ein 3:4 beim FV Illertissen, als die Schützlinge von Christian Gmünder innerhalb von acht Minuten einen 3:1-Vorsprung aus der Hand gaben, so dass der Coach danach von einer „gewissen Leere“ sprach. Im heimischen Sachs-Stadion haben die Schweinfurter nach dem 1:1 gegen den TSV Buchbach mit dem 2:0 gegen den FC Augsburg II immerhin vier von sechs möglichen Zählern geholt. „Die Schweinfurter wurden zuletzt etwas unter Wert geschlagen. Sie haben einen sehr guten Kader, das sind alle Profis“, weiß Fenk, der natürlich auch vor Top-Torjäger Adam Jabiri warnt: Der mittlerweile 38-jährige Mittelstürmer hat nach fünf Einsätzen schon wieder sechs Tore auf seinem Konto – ein echtes Phänomen.

Bei den Gästen kehrt Viktor Miftaraj nach seiner Ampelkarten-Sperre wieder zurück ins Team, Nicholas Helmbrecht ist noch kein Thema. Mit Christian Fischer (Bänderdehnung) fällt ein Spieler aus der zweiten Reihe länger aus, inwieweit Moritz Moser und Denis Ade ihre muskulären Probleme in den Griff bekommen, muss man abwarten. Für Thomas Winklbauer, der sich im Training eine Adduktorenverletzung zugezogen hat, dürfte die Fahrt nach Schweinfurt zu früh kommen. Nur gut, dass Sigurdsson in der Offensive weitere Optionen hat. Die Neuzugänge Abou Cissé und Johann Djayo kommen immer besser in Schwung, wie auch Fenk findet: „Beide sind echte Glücksgriffe. Sie sind noch sehr jung und noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung. Mit ihnen werden wir sicher noch viel Freude haben. Beide haben sich schon sehr gut eingewöhnt und kommen gut bei der Mannschaft an, Abou ist ohnehin ein richtiger Spaßvogel, mit dem es immer etwas zu lachen gibt.“

Glücklich ist Fenk aber auch über die Zusammenstellung des Trainerteams: „Unsere Trainer machen einen überragenden Job“, lobt er Sigurdsson, „Co“ Thomas Kurz und Torwarttrainer Michael Endler. „So ein Trainerteam muss ja auch zusammenpassen. Und da hatten wir Glück. Wobei Hannes auch ein Typ ist, der alle mitnimmt. Er hat nicht nur einen sehr guten Draht zur Mannschaft, sondern bindet alle im Verein. Das macht riesig Spaß ihm zuzuarbeiten. Er hat sehr viel gesehen in der Welt, ist unglaublich locker, hat aber auch ein großes Fußballwissen, diese Mischung macht es aus. Und natürlich macht die Art von Fußball, die er spielen lässt, unglaublich viel Spaß.“

Fenk ist sich durchaus bewusst, dass es nicht immer nur voran gehen wird: „Wir haben eine junge Mannschaft mit einem Altersschnitt von 22 Jahren. Ein Drittel der Spieler sind neu, das ganze Trainerteam ist neu, das muss alles noch weiter zusammenwachsen. Wir sind da auf einem guten Weg, aber es wird auch Rückschläge geben.“ Wichtig sei jetzt, die Aktiven an den Verein zu binden, „nicht dass wir am Ende der Saison wieder zehn Mann ziehen lassen müssen“. Aber er sei zuversichtlich, dass das gelinge. Denn: „Wir haben da auch aus unseren Fehlern etwas dazugelernt.“