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FDP: "Völlig realitätsfremd"  |  14.06.2021  |  16:52 Uhr

BFV spricht bei Ministern vor: Umstrittene Sitzplatzpflicht könnte am Dienstag fallen

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So sah die Tribüne am Samstag beim Gastspiel des SV Schalding in Gurten aus. Nach einer Registrierung am Eingang hatten die Zuschauer freie Platzwahl auf der Tribüne oder rund um den Platz. −Foto: Lakota

So sah die Tribüne am Samstag beim Gastspiel des SV Schalding in Gurten aus. Nach einer Registrierung am Eingang hatten die Zuschauer freie Platzwahl auf der Tribüne oder rund um den Platz. −Foto: Lakota

So sah die Tribüne am Samstag beim Gastspiel des SV Schalding in Gurten aus. Nach einer Registrierung am Eingang hatten die Zuschauer freie Platzwahl auf der Tribüne oder rund um den Platz. −Foto: Lakota


Die umstrittene Sitzplatzpflicht im bayerischen Amateurfußball könnte schon bald Geschichte sein. Nachdem bereits der sportpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Alexander Muthmann den Passus des "Rahmenkonzept Sport" als "völlig realitätsfremd" beurteilt und eine Korrektur gefordert hatte, gibt sich der Bayerische Fußball-Verband nun optimistisch. Präsident Rainer Koch traf am Montag Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Bereits am Dienstag tagt der Ministerrat, und beim BFV hoffen sie darauf, dass das Konzept nachgebessert und der Realität im Amateurfußball gerecht wird. "Ich habe beiden Ministern nochmals unsere Sicht der Dinge und die unserer fast 4600 Vereine verdeutlicht. Es bleibt auch mit ein paar Tagen Abstand nicht nachvollziehbar, dass Stehplätze auf unseren großflächigen Sportplätzen grundsätzlich nicht gestattet sind und im Gegensatz dazu die Zuschauerobergrenze in Sporthallen bei Einhaltung des Mindestabstands bei 1000 Zuschauer*innen liegt", sagte Rainer Koch.

Nach derzeitigem Stand bleibt unter anderem die Zuschauerzahl bei Veranstaltungen im Freien und damit bei Fußballspielen einschließlich geimpfter sowie genesener Personen auf maximal 500 beschränkt – noch dazu ausschließlich auf fest zugewiesenen Sitzplätzen sowie einer Kontaktdatenerfassung und -speicherung für vier Wochen. Stehplätze im Freien sind derzeit nicht vorgesehen, während in Gebäuden 1000 Besucher*innen gestattet sind. Eine platzgenaue Kontaktdatenerfassung ist hier nicht vonnöten.

Muthmann: "Realitätsferner geht kaum noch!"

Die FDP im Bayerischen Landtag verlangte zuvor eine sofortige Korrektur des "Rahmenkonzepts Sport". Alexander Muthmann, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, beurteilt die Vorlage des Innenministeriums als "völlig realitätsfremd". Den Verfassern fehle jedes Verständnis für kleine Vereine. "Die große Familie des Amateursports atmet auf: endlich wieder Training, endlich wieder Spiele, endlich wieder Publikum! Und was macht das Innenministerium – es veröffentlichte am vergangenen Freitag das Rahmenkonzept Sport und verlangt auch für Spiele der untersten Klassen – sogar für Jugend- und Schülerspiele – die Zulassung von Zuschauern nur auf zugewiesenen Sitzplätzen. Stehplätze sind generell unzulässig!", kritisiert Muthmann und fügt an: "Weiß das Innenministerium eigentlich, dass es viele Spielplätze gibt, auf denen es keine oder nur ganz wenige Sitzplätze gibt und wie viele Zuschauer regelmäßig zu unterklassigen Spielen kommen? Realitätsferner geht kaum noch!" − redHier lesen Sie: 500 Zuschauer, nur Sitzplätze, Datenerfassung: BFV tobt wegen "Rahmenkonzept Sport"












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