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"Wird eine enorme Herausforderung" | 20.01.2021 | 09:15 Uhr

Komplizierter Re-Start im Amateurfußball: Beim Ligapokal sollen die Vereine selbst entscheiden

von Andreas Lakota

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Der Ball gut versteckt im Schnee: Doch anders als der Winter wird das Corona-Virus die Amateurfußballer vermutlich noch viel länger beschäftigen. −Foto: Andreas Lakota

Der Ball gut versteckt im Schnee: Doch anders als der Winter wird das Corona-Virus die Amateurfußballer vermutlich noch viel länger beschäftigen. −Foto: Andreas Lakota

Der Ball gut versteckt im Schnee: Doch anders als der Winter wird das Corona-Virus die Amateurfußballer vermutlich noch viel länger beschäftigen. −Foto: Andreas Lakota


Es sind triste Aussichten. Seit Wochen schon befindet sich Bayerns Amateurfußball in einem tiefen Winterschlaf. Und die aktuelle Corona-Lage macht nur wenig Hoffnung, dass Vereine und Spieler bald daraus erwachen. Die dicke Schneedecke, die sich jetzt über die Plätze gelegt hat, wirkt fast wie eine Botschaft – der Ball wird wohl noch längere Zeit nicht rollen.

Das sieht man beim Bayerischen Fußball-Verband ähnlich. "Wir haben Lockdown", sagt Verbandsspielleiter Josef Janker am Telefon, als ihn die Heimatzeitung zur aktuellen Lage befragen will. Weil niemand weiß, wie es in Virus-Zeiten weitergeht und wann es weitergeht, mache es derzeit auch wenig Sinn, konkrete Szenarien zu entwerfen. "Wir sind leider nicht Herr der Dinge", sagt Janker.

Am Dienstagabend gab es beim BFV eine Verbandsvorstandsitzung. Ergebnis? Nichts Konkretes. "Es bringt nichts, jetzt etwas zu beschließen. Wir stochern ja weiter im Nebel", sagt Pressesprecher Fabian Frühwirth auf Nachfrage. Natürlich habe man gewisse Punkte diskutiert, zum Beispiel den umstrittenen Corona-Paragrafen, der es Vereinen ermöglicht, schon im Verdachtsfall ein Spiel auch kurzfristig abzusagen − aber Entscheidungen wurden keine gefällt. "Das macht erst Sinn, wenn wir die Rahmenbedingungen kennen und wissen wie bzw. wann es weitergeht."

Fest steht: Der Lockdown wird auf jeden Fall bis 14. Februar verlängert. Der Verband will, so bekräftigt Spielleiter-Chef Janker, so schnell wie möglich mit dem für den Sport zuständigen Innenministerium Kontakt aufnehmen, um etwaige Lockerungen auszuloten, wenn die Corona-Lage dies rechtfertige. Janker hofft, dass der Sport weiter der Kultur gleichgestellt bleibt und wieder starten kann, sobald die Zahlen dies zulassen. Wann das der Fall sein wird? Völlig offen.

Fakt ist: Je länger der Lockdown dauert, desto geringer die Chancen, die Saison wie geplant zu Ende bringen zu können – und desto größer die Probleme. Schon jetzt steht fest, dass sich die im Februar vorgesehene Wiederaufnahme des Spielbetriebs im überregionalen Ligapokal nicht halten lässt. Blickt man auf die aktuelle Corona-Lage bzw. die radikalen politischen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, muss man sogar befürchten, dass der Wettkampfbetrieb für Mannschaftssportarten auch noch im März verboten bleibt – Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte bereits einen Lockdown bis Ostern ins Spiel.

Beim BFV weiß man natürlich um die Schwierigkeiten, die sich aus einem späten Start ergeben. Sollte der Ball Ende März wieder rollen, sieht Janker gute Chancen, das Programm noch einigermaßen durchziehen zu können. Allerdings gibt der Verbandsspielleiter ehrlich zu. "Es wird für alle Beteiligten eine enorme Herausforderung."

Die einzelnen Ligen, in der oft nur mehr wenige Spiele anstehen, dürften dabei nicht das Problem darstellen. Vielmehr könnten die Zusatzwettbewerbe wie der im Sommer eingeführte Ligapokal oder der Totopokal für großen Termindruck sorgen. Einige Vereine wie Landesligist FC Sturm Hauzenberg haben sich bereits für ein vorzeitiges Ende des Ligapokals ausgesprochen. Davon will der Verband aber aktuell noch nichts wissen. Man werde versuchen, so Janker, die Saison bzw. die einzelnen Wettbewerbe wenn möglich wie geplant durchzuziehen.

Allerdings plant Janker, es den Vereinen freizustellen, ob sie weiter am Ligapokal teilnehmen. "Die Spiele werden ja größtenteils während der Woche stattfinden. Wir werden die Vereine daher auf jeden Fall nochmals befragen, ob sie weiter dabei sind, weil es ja eine große Herausforderung für sie bedeutet und nicht jeder diese Strapazen auf sich nehmen will oder kann", sagt der Spielleiter.

Am Ende hänge wohl vieles davon ab, wann wieder gespielt werden darf und wie groß die Terminhatz wirklich wird. Und was, wenn der Worst-Case einritt, sprich erst nach Ostern grünes Licht von der Politik kommt? "Puh, dann wird es interessant", sagt Janker.

Problematisch könnte es auch werden, sollte Bayern – wie im Frühjahr – wieder später lockern als die anderen Bundesländer. Vor allem die Regionalliga steht unter Druck, bis zum 8. Mai muss hier die Saison beendet sein, weil anschließend die Relegationsspiele gegen einen Nord-Regionalligisten anstehen, in denen wiederum ein Aufsteiger für die 3. Liga ausgespielt wird. Für Ärger könnte auch noch die Zuschauerfrage sorgen. Aber dieses Thema ist derzeit noch viel weiter weg ...












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