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BFV-Entscheidung gefallen | 02.11.2020 | 17:55 Uhr

Bayerns Fußballer gehen vorzeitig in die Winterpause – Regionalliga-Flickenteppich bleibt

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Hätte sich nicht gefreut über eine Fortsetzung: Der SV Schalding.

Hätte sich nicht gefreut über eine Fortsetzung: Der SV Schalding.

Hätte sich nicht gefreut über eine Fortsetzung: Der SV Schalding.


Eigentlich war der Bund-Länder-Beschluss von vergangener Woche dazu gedacht, bundesweit einheitliche Corona-Regelungen zu gewährleisten. Zumindest mit Blick auf die Fußball-Regionalligen bietet sich aber bereits am ersten Tag des Lockdowns ein Flickenteppich. Hintergrund ist die Streitfrage, ob die vierten Ligen dem Profi- oder Amateursport zugeordnet werden. Die Antwort geben die jeweils zuständigen Bundesländer – und die fällt von Region zu Region unterschiedlich aus. In Bayern hat der BFV am Montagabend, wie erwartet, den vorzeitigen Gang in die Winterpause beschlossen.

In einer Mitteilung des Verbands heißt es: "Bedingt durch die vom Freistaat Bayern umgesetzten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Infektionen und dem damit einhergehenden vierwöchigen Trainings- und Wettkampfverbot für den kompletten Breitensport im November hat der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) den vorzeitigen Gang in die Winterpause beschlossen. Gleichzeitig aber unterstrich das Gremium in seinem einstimmig getroffenen Beschluss die große Notwendigkeit, auf Sicht zumindest den Trainingsbetrieb in angepasster Form wieder zu gestatten, um weiteren Schaden von den Sportvereinen abzuwenden. Hier seien alle Sportfachverbände in der Pflicht, mit einer Stimme zu sprechen."

"Dass wir bereits jetzt mit allen Spiel- und Altersklassen in die Winterpause gehen, ist sicherlich keine überraschende Nachricht, sondern vielmehr die logische Konsequenz aus dem jetzt verhängten Sportverbot", betont Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb in Bayern verantwortlich zeichnet: "Fakt ist, dass wir im kompletten November ein Sportverbot haben. Es wäre keinem Verein zuzumuten, jetzt abzuwarten und direkt im Dezember wieder ins Geschehen einzugreifen. Das wäre ohnehin nur mit einer Vorlaufzeit von zwei Wochen möglich gewesen. Es macht aber keinen Sinn, Mitte Dezember, wo vielerorts witterungsbedingt Spielen quasi schon unmöglich ist, nochmals einen Versuch zu unternehmen – zumal wir heute noch gar nicht wissen, wie sich die Zahl der Infektionen nach diesen harten Einschnitten entwickelt und welchen Kurs die Politik in vier Wochen verfolgt."

Formell hat der BFV-Vorstand am Montagabend einstimmig die pandemiebedingte, allgemeine Wettkampfs-Spielbetriebsaussetzung bis 31. Dezember 2020 beschlossen, alle weiteren Entscheidungen hinsichtlich der Spielplangestaltung für den Re-Start im neuen Jahr 2021 werden – wie auch schon in der Vergangenheit – individuell von der jeweils zuständigen spielleitenden Stelle auf Verbands-, Bezirks- und Kreisebene getroffen. Grundsätzlich gilt für alle Ligen und Altersklassen weiterhin eine zweiwöchige Ankündigungszeit, ehe der Wettkampf-Spielbetrieb wiederaufgenommen werden kann.

Regionalliga West

In der Regionalliga West lautet die Antwort: Profisport. Diese Entscheidung gab der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) am Montag bekannt. Heißt: Der Betrieb wird auch im Lockdown fortgesetzt. Generelle Spielabsagen in Verbindung mit den für November beschlossenen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie seien nicht vorgesehen, hieß es.

Nach Rücksprache mit der NRW-Landesregierung wurde festgelegt, dass die Regionalliga West als Spielklasse mit professionellen Strukturen anzusehen ist und nicht in den Amateurbereich fällt. Dementsprechend könne der Spielbetrieb in dieser vierthöchsten Spielklasse aufrechterhalten werden. "Wir haben eine Initiative gestartet, um eine Lösung für die Regionalliga West zu erreichen. Wir sind froh und dankbar, dass der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann", sagte Manfred Schnieders, Vorsitzender des WDFV-Fußballausschusses. Für den 3./4. November ist der 13. Spieltag in der Regionalliga West angesetzt.

Regionalliga Südwest

In der Regionalliga Südwest haben die Kickers Offenbach in einem Offenen Brief zur Fortsetzung der Saison aufgefordert und für den Fall einer Unterbrechung indirekt mit einem Gang vor Gericht gedroht. "Wir haben bereits in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass wir auch juristisch kämpfen können und wollen", schrieb OFC-Präsident Joachim Wagner.

Nach dem von der Politik verhängten Teil-Lockdown für den Monat November hatte die Liga-Führung den am Dienstag und Mittwoch geplanten 13. Spieltag in der Südwest-Staffel abgesagt und eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen für diese Woche angekündigt. In der Regionalliga Südwest spielen Vereine aus fünf Bundesländern - die Spielklasse braucht also fünfmal Grünes Licht.

"Was uns völlig fehlt, ist eine klare Positionierung, die man auch öffentlich vertritt. Aus keiner öffentlichen Verlautbarung ist ersichtlich, für welche Meinung (Profi- oder Amateursport) eigentlich die Regionalliga Südwest selbst steht", kritisierte Wagner die Ligen-Führung.

Während die Offenbacher unbedingt weiter spielen wollen, hat sich Bayern Alzenau als bisher einziger Verein öffentlich für eine Saisonunterbrechung ausgesprochen. "Wer das Fußballspielen in der Regionalliga nur als sein privates Hobby betrachtet, sollte sich vom Spielbetrieb abmelden", rügte Wagner die Haltung des Rivalen. "Wir werden eine negative Beeinflussung eines einzelnen Clubs auf die Gesamtentscheidung Profi- oder Amateursport in jedem Fall nicht akzeptieren."

Regionalliga Nordost

Dass Vereine aus mehreren Bundesländern teilnehmen, wird auch der Regionalliga Nordost zum Verhängnis. Brandenburg hat die Klasse dem Profisport zugeordnet, dort darf also trainiert und gespielt werden. Während etwa Energie Cottbus also den Betrieb aufrecht erhalten könnte, dürfen berliner oder sächsische Klub nicht auf den Platz. Das verhindert eine Fortsetzung. Der Nordostdeutsche Fußballverband will diese Woche beraten.

Regionalliga Nord

Die Regionalliga Nord pausiert, das hat der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) beschlossen. − aug/dpa/sid












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