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01.08.2020 | 08:00 Uhr

Schiri "Bane" Enzesberger (72): 3500 Spiele – und das Karriere-Ende nicht in Sicht

von Sebastian Lippert

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Verdienter Unparteiischer und gern gesehener Gast: Bernhard "Bane" Enzesberger aus Fürstenstein (72) leitete in gut 45 Jahren Schiedsrichterei an die 3500 Spiele. Trotz Corona sollen weitere hinzukommen. Über eine Ehrung vom Bayerischen Fußball-Verband würde Enzesberger sich freuen. −Foto: Andreas Lakota

Verdienter Unparteiischer und gern gesehener Gast: Bernhard "Bane" Enzesberger aus Fürstenstein (72) leitete in gut 45 Jahren Schiedsrichterei an die 3500 Spiele. Trotz Corona sollen weitere hinzukommen. Über eine Ehrung vom Bayerischen Fußball-Verband würde Enzesberger sich freuen. −Foto: Andreas Lakota

Verdienter Unparteiischer und gern gesehener Gast: Bernhard "Bane" Enzesberger aus Fürstenstein (72) leitete in gut 45 Jahren Schiedsrichterei an die 3500 Spiele. Trotz Corona sollen weitere hinzukommen. Über eine Ehrung vom Bayerischen Fußball-Verband würde Enzesberger sich freuen. −Foto: Andreas Lakota


Unparteiische im fortgeschrittenen Alter bilden das Fundament des niederbayerischen Schiedsrichter-Wesens: Sie pfeifen haufenweise Juniorenspiele, leiten Reserve-Partien und manche stehen auch bei lauf-intensiveren Kreisliga-Duellen im Dienste der Fußballer/innen auf dem Feld. Dass diese Achse irgendwann wegbrechen und eben nicht mehr pfeifen wird, ist nur natürlich. Sorgen bereitet aber die Frage, ob die Corona-Krise hier als Beschleuniger wirkt?

Ausgehend von dieser Frage hat sich die Heimatzeitung umgehört, um vor dem für Herbst geplanten Re-Start ein umfangreiches Stimmungsbild einzuholen. Den Text lesen Sie in der Samstagsausgabe sowie HIER bei PNP Plus.

Bernhard Enzesberger hat seine Antwort darauf bereits gefunden. Er ist einer der dienstältesten Schiedsrichter in Bayern. Im Alter von 72 Jahren pfeift Enzesberger, den die Fußballer in Niederbayern nur als "Bane" kennen und schätzen, noch immer an die 100 Spiele pro Jahr. Um auf eine solche Anzahl zu kommen, braucht es teils die Jahres-Summe der Spieler dreier junger Schiedsrichter. Dass er wegen der Corona-Krise die Pfeife aus der Hand legen würde, kommt für den Fürstensteiner (Lkr. Passau) überhaupt nicht in Frage.

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"Für uns Alten wird’s nicht hart. Wir pfeifen unsern Schmarrn wie immer", sagt Enzesberger mit einem Lachen. Der 72-Jährige verfolgt die Situation sehr genau und macht sich viele Gedanken. Seine Sorge gilt eher den Neulingen, welche bei einem eventuellen Neubeginn im Herbst ins kalte Wasser geworfen werden könnten. "Für die wird’s hart", glaubt Enzesberger, der über eine Erfahrung von über 3500 Spielen verfügt.

Bei Spielen von Senioren-Mannschaften wird Enzesberger nicht mehr auf dem Feld zu sehen sein. Nicht, weil es ihm da zu schnell geht, sondern wegen des Verhaltens (zu) vieler Spieler: "Der spuckt Dir vor die Füße und Du sollst Dir das gefallen lassen. Da mache ich nicht mehr mit, die sind mir zu gschert", macht Enzesberger klar. Den Spaß an der Sache nimmt ihm das keineswegs: "Nach dem Spiel ist vieles dann auch wieder vergessen. Das ist ja das Schöne. Mir macht’s Spaß! Und wegen Corona habe ich keine Bedenken zu pfeifen. Ich freue mich, wenn es wieder losgeht, auch wenn man natürlich ein etwas komisches Gefühl hat," sagt Enzesberger.

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Fit für den Neustart ist "Bane" allemal, alle neuen Regeländerungen hat er im Kopf – und auch dazu eine klare Meinung. "Das war ja alles schon mal da. Ich sag den Jungen immer: Was ihr da lernt’s, das hab ich schon vor 40 Jahren wieder vergessen."

Seit 45 Jahren ist Enzesberger für die Fußballer an der Pfeife. Groß geehrt worden sei er bislang noch nicht, sagt Enzesberger auf Anfrage. Und ergänzt: "Mit mittlerweile 72 würde man sich da schon freuen."












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