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Sechs Highlights | 27.11.2021 | 08:00 Uhr

Remiskönige, ein Müller-Verschnitt und Derby-Feste: Rückschau auf die Bezirks-Herbstrunde

von Michael Duschl,Sebastian Lippert

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Remiskönige: Zehnmal spielte Plattling um Artem Schneider (v.r.) und Lukas und Moritz Obergrußberger Unentschieden. −Foto: Franz Nagl

Remiskönige: Zehnmal spielte Plattling um Artem Schneider (v.r.) und Lukas und Moritz Obergrußberger Unentschieden. −Foto: Franz Nagl

Remiskönige: Zehnmal spielte Plattling um Artem Schneider (v.r.) und Lukas und Moritz Obergrußberger Unentschieden. −Foto: Franz Nagl


Nach langem Zögern hat der Bayerische Fußball-Verband die niederbayerischen Bezirksligen vorzeitig in die Winterpause geschickt. Zeit, einen Blick zurückzuwerfen – auf sechs Besonderheiten der Herbstrunde.

1. SV Schalding II: Von 0 auf 100
Wer hätte im Sommer daran geglaubt? Nach heftigen Testspiel-Pleiten (1:7 gegen Kreisligist FC-DJK Tiefenbach, 1:5 gegen West-Bezirksligist SC Kirchroth) hat sich der SV Schalding-Heining II auf Platz 2 der Bezirksliga Ost vorgearbeitet, ist mit zehn Siegen aus 18 Spielen und insgesamt 34 Punkten ärgster Verfolger von Spitzenreiter TSV Waldkirchen (37). Während Platz 1 auch der Anspruch des Landesliga-Absteigers aus dem Landkreis Freyung-Grafenau war, wollten sich die Schaldinger hauptsächlich im vorderen Mittelfeld etablieren – Ziel erreicht. "Wir beginnen bei Null", hatte Trainer Christoph Pauli im Juli dieses Jahres noch gesagt, angesichts von acht Neuzugängen (teils aus eigener Jugend) und sieben Abgängen. Stand heute lässt sich sagen: Es ging von Null fast auf Hundert, der Umbruch wurde gemeistert. Beim 1:1 im letzten Spiel des Kalenderjahres gegen den TSV Grafenau übrigens war die Startelf im Durchschnitt knapp älter als 21 Jahre. Der SVS II mischt vorn mit – und die Entwicklung scheint noch lange nicht vorbei.

Favoritenschreck Schöfweg: Christian Schwankl und Co. punkten besonders gegen die Oberen. −Foto: Alexander Escher

Favoritenschreck Schöfweg: Christian Schwankl und Co. punkten besonders gegen die Oberen. −Foto: Alexander Escher

Favoritenschreck Schöfweg: Christian Schwankl und Co. punkten besonders gegen die Oberen. −Foto: Alexander Escher


2. "Granate" Drexler
Wer im Fußball als Neuzugang auf Anhieb überzeugt, wird schneller als ihm lieb ist zu einer "Granate" getauft. Eine solche ist dann wohl auch Andreas Drexler. Der 25-Jährige war im Sommer zum FC Künzing gestoßen; ein eingespielter Haufen, der Großteil der Stammelf spielt seit einer halben Ewigkeit zusammen. Es ist also kein Leichtes, sich sofort durchzusetzen, Drexler aber lässt es leicht aussehen. Im Mittelfeldzentrum sendet der Eginger (Lkr. Passau) ständig offensive Impulse aus, schoss in 17 Einsätzen elf Tore und bereitete drei vor. Drexler ist für die Gegner ein Gefahrenherd – eine "Granate" eben.

Volle Ränge versprachen die Derbys im Bayerischen Wald. −Foto: Michael Duschl

Volle Ränge versprachen die Derbys im Bayerischen Wald. −Foto: Michael Duschl

Volle Ränge versprachen die Derbys im Bayerischen Wald. −Foto: Michael Duschl


3. Die Derby-Feste
Coronabedingt hat es heuer keine Volks- und Dorffeste gegeben – stimmt nicht ganz. Der Landkreis Freyung-Grafenau ist in dieser Saison mit sechs Mannschaften in der Bezirksliga Ost vertreten und das hat eine wahre Begeisterung bei den Fußballfans ausgelöst. In der (inoffiziellen) Zuschauertabelle, die unsere Zeitung führt, liegen fünf FRG-Vereine vorne. Die bierselige Stimmung rund um manche Waidler-Derbys erinnerte an fröhliche Stunden auf einem Rummelplatz und – was man so hört – wurde, als es die Coronazahlen erlaubten, mancherorts zu später Stunde auf den Tischen getanzt. Insbesondere dem TSV Waldkirchen bescherten die Duelle mit den Nachbarn aus Grainet (870 Zuschauer) oder Mauth (550) großartige Kulissen, darum führt der Ex-Landesligist und "Wintermeister" mit einem Schnitt von über 350 Fans bei Heimspielen auch die Rangliste der Zuschauer an. Es folgen SV Schöfweg, TSV Grafenau, TSV Mauth, SV Grainet und mit dem SV Hutthurm der erste nicht "FRGler". In Summe wurden in der laufenden Saison der Bezirksliga Ost knapp 25 000 Zuschauer kassiert, im Schnitt fast 200 pro Spiel. Klasse! Und im Frühjahr ist das Interesse der Fans traditionell sogar höher.

4. Spiel’ nicht mit Schöfweg!
Mit einer erstaunlichen Serie von sieben Spielen ohne Niederlage hat sich der SV Schöfweg im Herbst aus dem Abstiegskampf genommen und kann mit zehn Punkten Vorsprung auf einen Relegationsrang für die sechste Bezirksliga-Saison der Vereinsgeschichte planen. Auffällig: Gegen die Spitzenteams punkteten die kampfstarken Schöfweger meistens. Von den bisherigen acht Duellen mit den Top 5 der Rangliste gingen nur zwei verloren (0:3 gegen Waldkirchen und Grafenau) und eroberte die Mannschaft von Coach Matthias Süß zwölf ihrer 25 Punkte. Die Siege in Künzing (2:1) und bei Schalding II (3:1) waren bis dato die Überraschungen der Saison. Hätten sich Wildfeuer & Co. zwischendurch nicht den Luxus geleistet gegen Mauth (0:2), Freyung (1:2) und Oberpolling (3:3) zu patzen, würden sie selbst zu den Top 5 zählen. Stolz ist Coach Süß dennoch. Durch die Arbeit mit dem 32-Jährigen und Fitnesstrainer Christoph Friedl haben sich die Spieler körperlich wie taktisch beachtlich entwickelt und darum traut ihnen Süß zu, dass sie im Frühjahr noch den ein oder anderen Platz in der Tabelle klettern. Die Messlatte liegt bei Platz 6 aus der Aufstiegssaison (16/17).

5. Plattlinger Remis-Könige
Kein Klub auf Bezirksebene hat so gelitten, keiner hat so lange auf den ersten Saisonsieg warten müssen wie die Spvgg Plattling in der Bezirksliga West. Erst im 19. Anlauf und damit im allerletzten Versuch vor der Winterpause ist den Isarstädtern ein dreifacher Punktgewinn geglückt – in Ergoldsbach (3:2). Die Mannschaft befindet sich mitten in einem Umbruch, was das Dasein als Tabellenvorletzter durchaus erklärt. Dass die Chance auf den Klassenerhalt mit derzeit drei Punkten Rückstand auf die Relegationsplätze 13 und 14 noch lebt, liegt allein am Status als Remis-Könige. Mit zehn Unentschieden fand mehr als die Hälfte der Spiele mit Plattlinger Beteiligung keinen Sieger. Das Pendant im Osten ist der SV Hebertsfelden (7 Punkte): Das Bezirksliga-Schlusslicht hat kurioserweise einmal öfter gewonnen (2), aber trotzdem sechs Punkte weniger als Plattling ...

6. Thomas-Müller-Verschnitt Stoller
Die niederbayerischen Bezirksligen in Ost und West kennen keinen gefährlicheren Mittelfeldspieler als Martin Stoller. Der 28-Jährige vom TSV Ergoldsbach (Lkr. Landshut) ist 1,90 Meter groß – und nicht nur deshalb eine dominante Figur im Spiel des TSV. In der Saison 2018/19 hatte der Kapitän seinen Heimatverein mit 33 Buden und 16 Assists fast im Alleingang zum Bezirksliga-Aufstieg geführt, schoss damit fast doppelt so viele Tore wie Bruder Fabian (31 Jahre/17 Tore). Mit jetzt 14 Treffern in 18 Partien hat Stoller seinen Top-Wert aus der abgebrochenen vergangenen Saison 2019/21 (13 Treffer) überboten. Was macht ihn so gefährlich? Fabian Stoller, der auch 2. Vorsitzender der Goldbachtaler ist, kennt die Antwort: "Martin antizipiert die Räume recht gut und hält sich in den Zwischenräumen hinter der Spitze auf, ein bisschen wie Thomas Müller. Er kann schießen und ist kopfballstark – und ich würde sagen, er weiß, wo das Tor steht." Als derzeit Tabellenvierter wollen die Ergoldsbacher den Klassenerhalt schnellstmöglich eintüten und am Ende zwischen Rang drei und sieben landen, sagt Stoller. Mit einem Martin Stoller als Müller-Verschnitt sollte das ja klappen.












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