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Reaktionen aus der Region  |  09.05.2021  |  08:00 Uhr

"Den Abbruchparagrafen anwenden, bitte": Das sagen Vereine zum Vorgehen des BFV

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Die Fußballvereine in Bayern müssen erneut über Wertung der Corona-Saison abstimmen. Wir haben nachgefragt bei Klubs in der Region. Ein Stimmungsbild zum Vorgehen des Bayerischen Fußball-Verbandes (hier lesen Sie: "Wissen nicht, wie Mehrheit denkt": Darum lässt der BFV erneut abstimmen).

Christian Brunnbauer, Vorsitzender des Kreisklassisten TSV Schönberg: "Der BFV zögert eine Entscheidung unnötig hinaus. Es folgt die nächste Vereinsbefragung. Dadurch wird den Vereinen weiter die Planungssicherheit genommen, gerade denen, die vom Abstieg bedroht bzw. betroffen sind. Man wird auch bei dieser Befragung kein einheitliches Stimmungsbild bekommen und man wird es nie allen recht machen können. Irgendwann muss der Verband eine Entscheidung treffen, aber momentan ist es ein Rumgeeiere sondersgleichen und hat fast was von Führungsschwäche. Bei einem Wettkampf gibt es immer Sieger und Verlierer. Also muss es auch Aufsteiger UND Absteiger geben. Keine Absteiger hätten aufgeblähte Klassen zur Folge und das in einer Zeit, in der kein Mensch seriös sagen kann, wann die neue Saison starten kann. Bitte den Abbruchparagrafen anwenden, der für ein solches Szenario erarbeitet wurde."

Martin Hauzenberger, Sportlicher Leiter des Kreisklassisten FC Eging: "Wir müssen uns das im Verein noch überlegen, für welche Variante wir stimmen. Natürlich würden wir beim Alternativmodell ohne Absteiger profitieren und in die Kreisliga aufsteigen. Aber die Kreisliga zu jedem Preis, das wollen wir nicht. Denn in diesem Fall werden die Ligen so aufgebläht und es entsteht wegen der Corona-Lage vielleicht ein großer Zeitdruck. Wir werden uns im Verein beraten, bei den BFV-Seminaren informieren und dann unsere Stimme abgeben. Insgesamt finde ich aber, dass die beim BFV rumeiern – in der Wirtschaft funktioniert ein solches Verhalten nicht, wenn man etwas sagt, muss man sich auch dran halten."

Thomas Gründinger, Abteilungsleiter beim TSV Waldkirchen: "Jeder kann sich denken, wie wir abstimmen werden. Wir haben im letzten Herbst einige Punkte geholt und hatten die berechtigte Hoffnung, uns in der Tabelle noch zu verbessern. Dazu ist es sportlich nicht gekommen und es gibt etliche Beispiele, dass der Paragraf 93 nicht gerecht ist. Ein SV Perlesreut darf als Viertletzter in der Bezirksliga Ost nicht absteigen. Oder in der Landesliga Nordwest würde es den ASV Rimpar erwischen, obwohl die letzten sechs Mannschaften nur zwei Punkte trennen. Ist das fair? Darum war es zu erwarten, dass der BFV nochmal eine Umfrage macht. Ich gehe aber davon aus, dass kaum Vereine, die im Mittelfeld ihrer Tabelle stehen, für das Alternativmodell stimmen werden. Es wird ja deutlich kommuniziert, dass es dann in den nächsten Jahren einen verschärften Abstieg geben muss.

Martin Wühr, Vorsitzender des Kreisligisten 1. FC Viechtach: Wir werden wohl für das Modell ohne Absteiger stimmen, da wir selbst davon betroffen sind und froh wären, nicht abzusteigen. Die erneute Verzögerung des BFV kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Es war eigentlich von vornherein klar, dass die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann.

Lesetipps:
- "Wissen nicht, wie Mehrheit denkt": Darum lässt der BFV erneut abstimmen
- "Schwarzer Peter" – ein Kommentar zum Thema von Martin J. Freund (PNP Plus)
- BFV stellt den Vereinen zwei Modelle zur Abstimmung

Alexander Ronczka, Sportlicher Leiter der TuS Pfarrkirchen: "Der BFV hat es im vergangenen Sommer gut gemacht, die Saison nicht abzubrechen, aber jetzt muss man sich an den Beschluss halten – alle anderen Entscheidungen führen jeden sportlichen Wettkampf-Gedanken ad absurdum. Es ist einfach nicht gangbar, wenn die Ligen aufgebläht werden, weil es keine Absteiger gibt. Man kann es nicht jedem recht machen, obwohl ich natürlich die Vereine verstehe, die absteigen müssen. Das Verhalten des BFV ist für mich jetzt keine Überraschung, sondern typisch BFV. Mir fehlt dafür jedes Verständnis, dass jetzt möglicherweise nochmal abgestimmt werden soll. Ich erwarte vom Verband, dass man jetzt eine Entscheidung trifft."

Lisa Moser, Abteilungsleiterin Damenfußball beim DJK-SV Geratskirchen: "Wir sind eigentlich für die Variante C, die Annullierung der Saison, das wäre am sinnvollsten. Nicht ohne Grund hat sich die Mehrheit der deutschen Fußball-Verbände dafür entschieden. Die Quotienten-Regelung ist schwierig und eine sportlich unfaire Lösung, da einigen Vereinen die Chance auf ein Rückspiel genommen wurde. Wir werden uns wahrscheinlich aus reinem Selbstschutz aber für die erstere Variante entscheiden, da es sonst in der neuen Spielzeit zu großen Ligen kommt, aus denen am Ende viele Vereine absteigen müssten – das ist für uns die einzige Option. Meiner Ansicht wäre es auch sinnvoller, zwischen Herren- und Damenfußball zu unterscheiden und nicht alles über einen Kamm zu scheren. Dass der BFV jetzt auf die Vereine zukommt, finde ich eine schöne Geste, aber es wäre auch nicht schlecht, wenn beim BFV jetzt endlich mal ein Gremium eine Entscheidung fällt, die ganze Sache verläuft schon wahnsinnig zäh."

Umfrage: Michael Scherer und Michael Duschl












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