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Rosenheim: Weitermachen ist "unverantwortbar" | 08.04.2021 | 06:00 Uhr

Chancen ungleich, Sorge vor Verletzungen: Burghausen, Buchbach & Co. für Abbruch

von Michael Buchholz

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Weiterspielen oder Einpacken? Der Verein von Stürmer Sammy Ammari, der Regionalligist SV Wacker Burghausen, spricht sich wie die meisten anderen heimischen Klubs klar für einen Abbruch der Corona-Saison 2019/21 aus. −Foto: Butzhammer

Weiterspielen oder Einpacken? Der Verein von Stürmer Sammy Ammari, der Regionalligist SV Wacker Burghausen, spricht sich wie die meisten anderen heimischen Klubs klar für einen Abbruch der Corona-Saison 2019/21 aus. −Foto: Butzhammer

Weiterspielen oder Einpacken? Der Verein von Stürmer Sammy Ammari, der Regionalligist SV Wacker Burghausen, spricht sich wie die meisten anderen heimischen Klubs klar für einen Abbruch der Corona-Saison 2019/21 aus. −Foto: Butzhammer


Seit mehr als fünf Monaten ruht der Ball im bayerischen Amateurfußball, ob die Pandemie-Saison 2019/21 noch fertig gespielt werden kann, ist angesichts der Infektionszahlen mehr als fraglich. Die Verbandsligisten aus dem Kreis Inn/ Salzach plädieren mehrheitlich für einen Abbruch: Mangelnde Chancengleichheit, erhöhtes Verletzungsrisiko und die ewige Planungsunsicherheit werden als Hauptgründe angeführt.

"Als Fußballspieler will man natürlich immer eine sportliche Entscheidung, also auf dem Platz, aber die Vernunft sagt uns, dass wir die Saison sehr wahrscheinlich nicht zu Ende spielen werden. Bei den aktuellen Corona-Fakten und den Inzidenzwerten in ganz Bayern ist eine Alternative sehr schwer vorstellbar", sagt der Sportliche Leiter des Regionalligisten SV Wacker Burghausen, Karl-Heinz Fenk.

Dessen Amtskollege Hans Kroneck vom TSV 1860 Rosenheim formuliert es noch schärfer: "Alles andere als ein Saisonabbruch ist nicht verantwortbar. Wir brauchen Planungssicherheit für die Vereine, die Spieler und die Arbeitgeber. In der Regionalliga Bayern sind die meisten Spieler Vertragsamateure und müssen arbeiten. Zum einen ist es nicht möglich die Spieler ständig zu testen und was passiert bei positiven Tests?" Kroneck glaubt, dass viele Arbeitgeber wenig Verständnis aufbringen werden, sollten sich die Aktiven beim Training oder im Wettkampf infizieren und sich dann in Quarantäne begeben müssen: "Die Spieler werden jetzt Woche für Woche hingehalten, das ist unerträglich. Der Verband muss jetzt die Verantwortung übernehmen und darf sie nicht auf die Vereine abwälzen." Aus seiner Sicht dürfe es keine Verlierer geben: "Auch Schlusslicht VfR Garching könnte ja theoretisch noch den Klassenerhalt schaffen und sollte deswegen bei einem Abbruch nicht absteigen müssen."

"Das macht doch alles keinen Sinn"

Der Sportliche Leiter des TSV Buchbach, Georg Hanslmaier, positioniert sich ebenfalls klar: "Der Verband hat bislang alles richtig gemacht, aber jetzt ist es an der Zeit, die Saison abzubrechen und die Quotientenregel zu ziehen. Die Pandemie wird auch im Sommer nicht vorbei sein, deswegen brauchen wir bei einem Start in eine neue Spielzeit mit eventuell 22 Vereinen in der Regionalliga einen anderen Modus." Hanslmaier könnte sich da eine zweigeteilte Liga mit zwei Elfer-Gruppen und anschließendem Play-off-Modus vorstellen.

"Wir brauchen nach der langen Pause eine ordentliche Vorbereitung, die in der kurzen Zeit nie zu schaffen ist. Wenn man nach drei Wochen wieder spielen würde, wäre das Verletzungsrisiko riesengroß und hätte bei größeren Verletzungen enorme Auswirkungen auf die nächste Saison", gibt Mario Reichenberger, Trainer des FCTöging, zu bedenken und erklärt: "Das macht doch alles keinen Sinn, das jetzt auf Biegen und Brechen durchzuziehen. Man sollte sich lieber auf die neue Saison fokussieren, das wird ja ohnehin schwierig genug." Auch Buchbachs Hanslmaier sieht keine Möglichkeit einer "vernünftigen Trainingssteuerung" und stellt die Verantwortung der Klubs für die Gesundheit ihrer Aktiven heraus: "Das ist beim besten Willen nicht mehr machbar."

Peter Mallmann, Pressesprecher des SB Chiemgau Traunstein, sieht eine Fortsetzung der Runde ebenfalls sehr kritisch: "Wenn man mit dem Training nicht so anfangen kann, dass man die Saison vernünftig zu Ende spielen kann, muss man auf Wiederschauen sagen. Da sind wir uns in der Landesliga Südost überwiegend einig." Noch mehr als bei den Erwachsenen schmerzt ihn allerdings die Situation im Jugendbereich: "Am schlimmsten ist es für die Kinder, dass sie nicht trainieren können. Das ist echt dramatisch."












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