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Weiter kein grünes Licht | 01.09.2020 | 14:36 Uhr

Kommentar: Der Umgang der Politik mit dem Amateursport ist eine Farce

von Alexander Augustin

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−Foto: Archiv Seeger

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Weiter kein grünes Licht aus der Politik. Die Hoffnung auf eine Nachricht zu Lockerungen im Amateursport blieb am Dienstagmittag unerfüllt. Die bayerische Staatsregierung hat die Infektionsschutzmaßnahmen bis zum 18. September verlängert und damit wohl auch den Re-Start im Amateurfußball platzen lassen. Auch andere Sportarten sind weiter im Wartestand. Angesichts der Situation in angrenzenden Regionen und Lockerungen in anderen Bereichen des Lebens, grenzt das an Realsatire, kommentiert Redakteur Alexander Augustin:

Kaum hatte Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann ausgesprochen, dass die 6. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bis 18. September verlängert wird, ploppte auf dem Smartphone eine Push-Mitteilung der "Sport Bild" auf: "8400 Zuschauer in Leipzig erlaubt – Bundesliga-Start mit Fans". Realsatire. Während in Bayern also weiterhin nur Testspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit erlaubt sind, dürfen am 20. September Tausende Fans ins Leipziger Stadion – gut eine Autostunde von der bayerischen Landesgrenze entfernt. Realsatire!

Es ist mit dem Verstand nur noch schwer zu begreifen, wieso die Bayerische Staatsregierung den Sport, immerhin elementarer Teil im Leben vieler Bürger und vielerorts gesellschaftlicher Kitt, dermaßen stiefmütterlich behandelt. Klar, die Corona-Pandemie ist längst nicht besiegt. Offenbar hat man sie aber derzeit so weit im Griff, dass Schulen öffnen, kleinere Konzerte veranstaltet und nun sogar Messen abgehalten werden dürfen.

Der Bayerische Fußball-Verband, aber auch Verbände anderer Kontaktsportarten haben in den letzten Wochen akribisch Hygienekonzepte ausgearbeitet, die den Infektionsschutz auch bei Wettkampfspielen mit einer gewissen Zahl von Zuschauern gewährleisten. Woran die Freigabe der Politik immer noch hakt? Weiß wohl nur sie selbst.

Mit ihrer Entscheidung, Kontaktsport weiterhin nur im Training zu erlauben, hat sich die Regierung spätestens jetzt den Zorn von Millionen aktiven Sportlern zugezogen, die sich in der Ausübung ihrer Lieblingsbeschäftigung zu Unrecht behindert fühlen. Alleine in den ersten Minuten nach Absetzen der Meldung liefen auf "heimatsport.de" Dutzende Kommentare ein – manche waren unter der Gürtellinie, die meisten Ausdruck von verständlicher Wut.

Die wird sich auch im Führungsgremium des BFV kaum zurückhalten lassen. Schon nach der letzten Verlängerung der Maßnahmen setzte Präsident Dr. Rainer Koch zur Grätsche an und forderte zeitnahe Lockerungen. Die Regierung ließ ihn nun ins Leere rutschen. Dem BFV und anderen Verbänden wird jetzt wohl nur ein Weg bleiben: der Klageweg.












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