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Nach Sitzung des Ministerrats | 01.09.2020 | 13:16 Uhr

Messen öffnen, Wettkampfsport bleibt tabu: Regierung durchkreuzt BFV-Pläne + Umfrage

von Sebastian Lippert,Felix Drexler,Alexander Augustin

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−Foto: Tobias Hase/imago

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Der Re-Start am 19. September im bayerischen Amateurfußball wird wohl platzen. Bei der Sitzung des bayerischen Ministerrats wurde die 6. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bis zum 18. September verlängert. Damit bleiben Wettkämpfe in Kontaktsportarten weiter verboten und Zuschauer ausgeschlossen.

Staatsminister Florian Herrmann hatte den Rahmen schon gesteckt, als er die Pressekonferenz in der bayerischen Staatskanzlei einleitete: Die Sitzung habe ganz im Zeichen des Schulstarts gestanden. Herrmann sprach also über den Schulstart und kündigte dann noch an, Messen wieder zuzulassen. Zum Sport kein Wort. Das war’s dann auch schon mit den Lockerungen.

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Auf Nachfrage musste Herrmann ausbleibende Lockerungen rechtfertigen, und sagte: "Der entscheidende Punkt ist: Es bedeutet nicht, dass die Gefahr schon vorüber ist. Man bekommt es erst in den Griff, wenn man Medikamente hat oder eine immune Bevölkerung hat. Es kann sich Ruck-Zuck wieder ändern, Beispiel anderswo auf der Welt. Es gibt zum Beispiel wieder eine exponentielle Phase in Frankreich. Genau das wollen wir nicht. Wir wollen das Virus im Griff halten. Denn sonst führt es wieder dazu, dass die Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen und Seniorenheime belastet werden. Wir wollen immer wieder Anpassungen durchführen."

Lesen Sie auch einen Kommentar zum Thema: Der Umgang der Politik mit dem Amateursport ist eine Farce

Der Bayerische Fußball-Verband reagierte noch am Nachmittag mit einer Pressemitteilung auf die aktuellen Geschehnisse. Bei den Verantwortlichen herrscht nach wie vor großes Unverständnis für die aus ihrer Sicht "Ungleichbehandlung des Amateurfußballs". Ein Brandbrief des Präsidenten Dr. Rainer Koch hatte offenbar keine Wirkung gezeigt. In einer ersten Reaktion äußerte sich Koch via Facebook enttäuscht, aber wenig überrascht.

"Der bayerische Ministerrat hat sich in seiner Sitzung am Dienstag wiederholt nicht zum Thema Breitensport oder zu Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme des Wettkampf-Spielbetriebs geäußert – und ist damit nicht auf die Forderungen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) eingegangen", heißt es in dem Schreiben.

Auch Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im Präsidium für den Spielbetrieb zuständig ist, meldete sich zu Wort: "Wir sind nicht unvorbereitet, haben auch für den jetzt leider eingetretenen Fall einen Weg, den gilt es jetzt aber zunächst noch auf ein breites Fundament zu stellen. Ich fühle mit jedem, der aktuell in einem Verein ehrenamtlich tätig ist oder der dort Fußball spielt. Unsere Vereine brauchen eine Planungssicherheit und wollen von der Politik nicht von Woche zu Woche vertröstet werden oder gar ganz links liegen gelassen werden."

Vorsorglich hatte der BFV für Dienstagabend eine Vorstandssitzung einberufen, in der über weitere Schritte beraten wird. Der Klageweg könnte dabei eine mögliche Option sein. Im Laufe des Mittwochs will der BFV zunächst seine Mitgliedsvereine und dann auch die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informieren.












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