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Fußballer haben ein gutes Gefühl | 05.08.2020 | 06:00 Uhr

So lief das erste Testspielwochenende: "Da kommt man sich vor wie im Zoo"

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Top in Schuss: Patrick Drofa erzielte vier Tore in 24 Minuten für Osterhofen. Der Stürmer ist Co-Spielertrainer des Bezirksligisten. Der Test gegen Kreisligist Simbach bei Landau endete 9:2. −F.: Ritzinger

Top in Schuss: Patrick Drofa erzielte vier Tore in 24 Minuten für Osterhofen. Der Stürmer ist Co-Spielertrainer des Bezirksligisten. Der Test gegen Kreisligist Simbach bei Landau endete 9:2. −F.: Ritzinger

Top in Schuss: Patrick Drofa erzielte vier Tore in 24 Minuten für Osterhofen. Der Stürmer ist Co-Spielertrainer des Bezirksligisten. Der Test gegen Kreisligist Simbach bei Landau endete 9:2. −F.: Ritzinger


Etwa 150 niederbayerische Mannschaften nutzten die am Mittwoch erfolgte Freigabe der Staatsregierung für Fußball-Testspiele bei der zweitbesten Gelegenheit: 80 Duelle wurden von Freitag bis Sonntag im Bezirk ausgetragen, nachdem seit März nicht gespielt werden durfte.

Zuschauer waren nicht zugelassen; vereinzelt hatten sich allerdings Schaulustige außerhalb der Vereinsgelände hinter Zäunen oder anderen Barrieren aufgehalten, um das Spiel zu verfolgen. Diese Ausnahmefälle waren aber auch die einzigen Vorfälle des ansonsten geräuschlosen ersten Wochenendes mit Spielbetrieb unter Hygiene-Regeln.

Klare Botschaft: Zuschauer waren auch in Iggensbach nicht zugelassen. −Fotos: Müller (2)

Klare Botschaft: Zuschauer waren auch in Iggensbach nicht zugelassen. −Fotos: Müller (2)

Klare Botschaft: Zuschauer waren auch in Iggensbach nicht zugelassen. −Fotos: Müller (2)


Der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) für Niederbayern ruft dazu auf, sorgsam mit den Vorgaben der Staatsregierung umzugehen: "Wir spielen auf Bewährung gegenüber der Politik. Auch wenn mancher im Verein den Kopf schüttelt angesichts einer Vorgabe, sollten wir alle im Sinne des Amateurfußballs handeln", sagt Harald Haase, der zufrieden ist mit dem ruhigen Verlauf der Testspiele. Wir haben ein paar Eindrücke gesammelt.

Mit Freude dabei beim Testspiel-Comeback: Handlab-Keeper und Trainer Stefan Kufner.

Mit Freude dabei beim Testspiel-Comeback: Handlab-Keeper und Trainer Stefan Kufner.

Mit Freude dabei beim Testspiel-Comeback: Handlab-Keeper und Trainer Stefan Kufner.


Hier lesen Sie
- Kopfschütteln und der Blick durch den Zaun: Zuschauer bleiben weiter außen vor
- Geisterspiele in Liga und Pokal kein Tabu mehr – aber wohl absolute Ausnahme
- BFV veröffentlicht Muster-Hygienekonzept: Das müssen Vereine bei Testspielen beachten

Glückliche Gesichter: Schiri Fabian Kilger (.) und Freyungs Trainer Klaus Gibis. −Foto: Kaiser

Glückliche Gesichter: Schiri Fabian Kilger (.) und Freyungs Trainer Klaus Gibis. −Foto: Kaiser

Glückliche Gesichter: Schiri Fabian Kilger (.) und Freyungs Trainer Klaus Gibis. −Foto: Kaiser


Das sagt ein Spieler
Für Patrick Drofa (29) war es ein "gutes Gefühl", sich wieder mit einem Gegner messen zu dürfen. Der Co-Spielertrainer und Stürmer des Bezirksligisten Spvgg Osterhofen hat beim Blick in die Gesichter der Mitspieler eine "ganz andere Spannung" erkannt. Beim Duell mit dem Kreisligisten FC-DJK Simbach bei Landau tobten sich die Osterhofener im heimischen Stadion dann auch gleich aus – 9:2! Dabei war Top-Stürmer Stefan Lohberger noch nicht einmal dabei, der Goalgetter hat Umzugsstress und bekam frei. Drofa selbst traf viermal innerhalb von 24 Minuten und nutzte – wie auch die Mitspieler – in Halbzeit zwei beinah jede Chance. "Die Jungs sind alle in Top-Verfassung zurückgekommen, man kann jeden nur loben. Wir dürfen das Ergebnis aber nicht überbewerten", sagt Drofa. Von der Organisation außenrum waren die Spieler kaum beeinträchtigt: "Werner Sixt hat sich sehr gut darum gekümmert. Wir benutzten vier Kabinen und überall war Sicherheitsabstand."

Das sagt ein Funktionär
"Jeder war heiß, jeder hat sich gefreut", sagt Johannes Stinglhammer (36), Sportlicher Leiter des Bezirksligisten SSV Eggenfelden. Der Spitzenreiter der West-Staffel war am Sonntag beim Kreisligisten SV Schönau zu Gast und gewann nach einer bärenstarken ersten Hälfte (6:1) am Ende mit 7:1. "Der SV Schönau hatte das Spiel hervorragend vorbereitet, uns vorab schon Infos geschickt", lobt Stinglhammer. Mit Maske ging’s dann für die SSV-Fußballer in Vierer-Gruppen Richtung Umkleidekabine, "alles war markiert, damit immer der Abstand eingehalten wurde". Ins Trikot schlüpften die Gäste dann in zwei Schichten, nach der Partie wurde in vier Schichten geduscht. "Ich hoffe, dass es nicht so bleibt, aber für den geliebten Fußball macht man ja fast alles", bilanziert der Sportchef. Nur eine Sache behagt dem 36-Jährigen überhaupt nicht: Etwa 20 Zaun-Gäste verfolgten das Spiel mit gebührendem Abstand – "da kommt man sich vor wie im Zoo".

Gleich zwei Mal gespielt hat am Wochenende die DJK Holzfreyung (4:2 gegen DJK Schaibing, 1:6 bei der DJK Passau-Grubweg) – und eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Darum tüftelte nicht nur der Trainer an der richtigen Taktik: Vorstand Tobias Anetzberger (32) sprach mit Vorstandskollegen und Mannschaft das Hygienekonzept des BFV durch und alle halfen bei der Umsetzung der Vorsichtsmaßnahmen mit. Zwei Testspiele und 180 Spielminuten später stellt der 32-Jährige fest: "Wir waren gut vorbereitet." Desinfektionsspender standen parat, die Spieler folgten beim Umziehen und Duschen klaren Regeln: "Es durften sich jeweils nur fünf Spieler gleichzeitig in der Kabine aufhalten und maximal zwei parallel duschen." Während des Spiels sei ohnehin kein Unterschied zu Vor-Corona-Zeiten spürbar gewesen. "Wir hatten frühzeitig mit unseren Spielern gesprochen und keiner hatte Bedenken", erzählt Anetzberger. "Daran hat sich auch nach den Spielen nichts geändert." Auch hält der DJK-Vorsitzende das finanzielle Risiko überschaubar: Ein Testspiel belaufe sich für seinen Verein auf 50 Euro an Ausgaben, rechnet der 32-Jährige vor. Er könne sich vorstellen, nach aktuellen Regeln vier, fünf Wochen zu spielen. Gleichzeitig wünscht sich Anetzberger natürlich eine zeitnahe Erlaubnis für Zuschauer. "Auf unserer Anlage wäre es kein Problem, gewisse Plätze für Fans auszuweisen und abzusperren, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können", spekuliert Anetzberger. Die Hauptsache sei: "Es kann wieder gespielt werden und wir müssen die Situation akzeptieren und annehmen wie sie ist." Mit der Freigabe von Freundschaftsspielen habe Anetzberger zudem gespürt, wie die Motivation der Spieler stieg. "Auf Dauer würde die Trainingsbeteiligung zurückgehen, wenn es keine Aussicht auf Spiele gibt."

Das sagt ein Schiedsrichter
So wenig geschimpft worden sei selten, sagt Schiedsrichter Fabian Kilger (30, TSV Mauth) nach seinem ersten Spiel seit 1. März. Der Obmann der SR-Gruppe Wolfstein leitete am Samstag das Duell zwischen der DJK Karlsbach und dem TV Freyung (0:2). Alle Beteiligten seien sehr bemüht gewesen, das Infektionsrisiko gering zu halten. "Vielleicht lag es an der Kondition der Spieler und der Hitze, aber es gab fast keine Diskussionen", lobt der 30-Jährige, der von einem normalen Spiel spricht. Auch seine Kollegen mussten von keinerlei Komplikationen berichten. Freilich war es an einigen Stellen anders: "Es war schon komisch, nicht miteinander einzulaufen oder keine Linienrichter an der Seite zu haben", so der Bayernliga-Referee. Wie berichtet, will der BFV vorerst SR-Gespanne vermeiden, "es sei denn, ein Heimverein fordert das explizit an". − mid, mis, He, sli












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