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Innenministerium legt sich fest | 04.08.2020 | 06:00 Uhr

Kopfschütteln und der Blick durch den Zaun: Zuschauer bleiben weiter außen vor

von Sebastian Lippert

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Über Umwege zum Spiel: Eine Zuschauerin beobachtet ein Testspiel auf einem niederbayerischen Fußballplatz. Der Zutritt zum Vereinsgelände wurde ihr gemäß der aktuellen Rechtslage verwehrt. −Foto: hm

Über Umwege zum Spiel: Eine Zuschauerin beobachtet ein Testspiel auf einem niederbayerischen Fußballplatz. Der Zutritt zum Vereinsgelände wurde ihr gemäß der aktuellen Rechtslage verwehrt. −Foto: hm

Über Umwege zum Spiel: Eine Zuschauerin beobachtet ein Testspiel auf einem niederbayerischen Fußballplatz. Der Zutritt zum Vereinsgelände wurde ihr gemäß der aktuellen Rechtslage verwehrt. −Foto: hm


So groß die Freude auch war, noch größer war die Verwunderung: Vergangene Woche erlaubte die bayerische Staatsregierung Knall auf Fall den Testspiel-Betrieb im bayerischen Amateurfußball. Viele Vereine im Bezirk nutzten diese erste Gelegenheit seit März und absolvierten von Freitag bis Sonntag 80 Testspiele. Allerdings: ohne Zuschauer, welche das Ministerium ausschloss.

Was der Bayerische Fußball-Verband als Kompromiss versteht, stellt die Szene noch immer vor Fragen. Nicht zuletzt, weil die Entscheidung nicht begründet wurde. Sportvereine und deren Fans vermissen die Verhältnismäßigkeit gegenüber anderen Lockerungen wie beispielsweise im Kultur- oder Gastronomiebetrieb. Immerhin – so das Argument − kann auf Fußballfeldern mit 105 mal 68 Metern viel Abstand gehalten werden.

Auf konkrete Anfrage der Passauer Neuen Presse, weshalb zu Fußballspielen und im Sport allgemein keine Zuschauer zugelassen werden, dieselben 20 Personen aber – bewusst überspitzt formuliert – zusammen ein Bier trinken dürfen, antwortete Ministeriumssprecher Martin Scholtysik mit einem Verweis auf §9 der aktuell gültigen 6. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Hier heißt es: "Die Anwesenheit von Zuschauern ist ausgeschlossen." Mehr lässt sich der knapp gehaltenen Antwort nicht entnehmen. Keine Zuschauer zuzulassen ist und bleibt also eine der Bedingungen für Sport in Bayern, eine Erklärung fehlt. Wann die Wende kommt? Nicht absehbar.

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Nicht jeder möchte aber so lange warten. Bereits am vergangenen Wochenende war an vielen Spielorten festzustellen, dass Zuschauer eben doch vor Ort waren. Diese hielten sich allerdings nicht nahe des jeweiligen Spielfelds auf, sondern außerhalb des Vereinsgeländes, an öffentlich zugänglichen Orten. Sie wählten den Blick durch Absperrzäune oder über andersartige Barrieren.

Vorerst bleibt den Klubs und ihren Fans also nur, mit der Entscheidung des Ministeriums leben zu lernen. Der BFV-Bezirksvorsitzende für Niederbayern, Harald Haase, formulierte es im Gespräch mit der Heimatzeitung so: "Wir spielen auf Bewährung gegenüber der Politik. Auch wenn mancher im Verein den Kopf schüttelt angesichts einer Vorgabe, sollten wir alle im Sinne des Amateurfußballs handeln."

Es ist dennoch wahrscheinlich, dass das Thema in naher Zeit nochmals diskutiert wird. Immerhin brauchen die Vereine für den geplanten Re-Start im September nicht nur die sportliche Aufwärmphase: Es wird wichtig sein zu testen, wie Ticketausgabe, Kioskverkauf oder Tribünenaufteilung unter Hygiene-Regeln funktionieren können.












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