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Amateurfußball  |  31.07.2020  |  08:14 Uhr

Keine Linienrichter, viele Vorsichtsmaßnahmen: Das gilt für Testspiele in Bayern

von Michael Duschl,Lukas Wagner,Thomas Gierl

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Ohne Zuschauer: Vorerst dürfen Zuschauer die Sportanlage bei Testspielen nicht betreten. −Symbolfoto: Imago Images

Ohne Zuschauer: Vorerst dürfen Zuschauer die Sportanlage bei Testspielen nicht betreten. −Symbolfoto: Imago Images

Ohne Zuschauer: Vorerst dürfen Zuschauer die Sportanlage bei Testspielen nicht betreten. −Symbolfoto: Imago Images


So viel Aufwand für Testspiele hat es im bayerischen Amateurfußball noch nie gegeben. Seit Mittwochnachmittag und der Freigabe von Freundschaftsspielen sind (ehrenamtliche) Vereins- und Verbandsfunktionäre damit beschäftigt, einheitliche und durchführbare Hygienevorgaben zu erarbeiten und umzusetzen, damit am Wochenende auf Bayerns Fußballplätzen wieder gekickt werden kann.

"Innerhalb von 24 Stunden habe ich unseren Vorbereitungsplan zweimal über den Haufen geschmissen", stöhnt etwa Alois Wittenzellner (34), Fußball-Abteilungsleiter beim Bezirksligisten Spvgg Ruhmannsfelden. Viele Fragen drängen sich auf. Die Heimatzeitung hat die wichtigsten mit Hilfe des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) und des DFB-Leitfadens "Zurück ins Spiel" beantwortet. Der BFV hat zudem am Freitagmittag einen ausführlichen Leitfaden für die Durchführung von Trainingsspielen veröffentlicht.

Wer darf sich am Spieltag auf der Sportanlage aufhalten?
Die Spiele müssen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, sprich ohne Zuschauer stattfinden. Das war Voraussetzung für die Freigabe durch das bayerische Innenministerium. Außerdem müssen alle Beteiligten namentlich erfasst werden. Die Zahl derer, die sich vor, während und nach dem Trainingsspiel auf der Anlage aufhalten, sollte auf ein Mindestmaß reduziert werden. Genauso wie die Zeit, in der man sich auf der Anlage aufhält. Zugelassen sind jedoch beispielsweise Fahrer/innen im Jugendbereich. Grundsätzlich teilt der DFB-Leitfaden den Sportplatz in drei Zonen: Spielfeld (Zone 1), Umkleide- (Zone 2) und Publikumsbereich (Zone 3). Der Mindestabstand (1,5 Meter) soll außerhalb des Spielfelds berücksichtigt werden. Am Eingang von Vereinsheimen sollen ausreichend Wasch- und Desinfektionsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Heimvereine werden darauf hingewiesen, dass immer die jeweils lokal gültigen Verordnungen gelten. Jeder Verein sollte ein individuelles Rahmenkonzept anhand der Leitplanken des DFB und BFV erarbeiten und einen Ansprechpartner für alle Fragen zu diesem Thema benennen.

Was gilt es bei der An- und Abreise zu beachten?
In der Verantwortung jedes Einzelnen liegt es, ob er/sie bei der (wenn möglich individuellen) An- und Abreise einen Mund-Nase-Schutz trägt. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist diese nach wie vor Pflicht und der BFV erinnert eindringlich: "Falls die Abstandsregel außerhalb des Spielfelds einmal nicht eingehalten werden kann, so ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen."

Wo liegt die größte Gefahr einer Ansteckung?
Da das Coronavirus nach derzeitigem Stand vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, sollte sowohl auf als auch neben dem Platz auf Gespräche mit weniger als 1,5 Metern Abstand verzichtet werden. Die Längen-Empfehlung basiert dabei auf der Annahme, dass die beim Niesen, Husten oder Sprechen ausgestoßenen Tröpfchen in der Luft rasch abfallen und dementsprechend nur auf kurze Entfernung übertragen werden. In geschlossenen Räumen wie Kabinen, die vielerorts ziemlich eng daherkommen und in denen sich infizierte Flüssigkeitspartikel gut verteilen können, empfiehlt es sich einen Mund-Nasenschutz zu tragen und Duschen in Etappen zu erledigen. Außerdem muss auf eine gute Belüftung geachtet werden, damit kein "Superspreader-Event" droht. Auf dem Rasen sollte man abseits der unvermeidbaren Zweikämpfe auf Körperkontakt verzichten. Das heißt ausnahmsweise kein gemeinsames Einlaufen, kein Handshake, kein Abklatschen mit und Aufhelfen des Gegners, Torjubel auf Abstand. Spucken und Naseputzen sollte ebenfalls unterlassen werden. Die Halbzeitpause soll am besten im Freien verbracht werden. Die Bälle sind mindestens vor dem Anpfiff zu desinfizieren.

Werden Schiedsrichter vom BFV für die Spiele eingeteilt?
Seit Mittwochabend arbeiten die leitenden Schiedsrichter daran, Kollegen für die Testspiele einzuteilen, wie der niederbayerische Bezirksschiedsrichter-Obmann Robert Fischer mitteilt. Die kurzfristige Besetzung der Partien sei herausfordernd, aber "kein Problem", sagt der 54-Jährige aus Kirchberg im Wald (Lkr. Regen). Allerdings werden nach PNP-Informationen keine SR-Gespanne zu den Partien geschickt, sprich es werden keine Linienrichter gestellt. Das beschloss der BFV-Vorstand am Donnerstagabend. Vor Ort müssen die Schiedsrichter natürlich auch auf die "AHA"-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) achten. Duschen am Spielort dürfen die Referees nur, wenn ihnen der gastgebende Verein eine eigene Kabine mit Dusche stellen kann. Abseits des Spielfeldes ist ein Mund-Nase-Schutz zu tragen. Während des Spiels sollen sich die Schiedsrichter auf ihre Arbeit konzentrieren können. Dazu gehört übrigens nicht, dass sie darauf achten, dass andere den Mindestabstand einhalten. Der Schiedsrichter ist nicht dafür verantwortlich, eine Meldung an Sportgericht oder Behörden zu verfassen, wenn zum Beispiel doch Zuschauer am Sportgelände aufschlagen. Für die Einhaltung und Umsetzung der Vorsichtsmaßnahmen ist der Heimverein zuständig.

Was können Vereine tun, wenn sich Beteiligte nicht an die Regeln halten oder doch Zuschauer erscheinen?
Personen, die gegen die Vorschriften verstoßen, ist im Rahmen des Hausrechts der Zutritt zu verwehren bzw. sie sind von der Sportstätte zu verweisen.












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