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Mini-Serie "So schaut’s aus!" | 17.06.2020 | 08:00 Uhr

Saison- und Schulstart zeitgleich? So planen Österreichs Amateurfußballer

von Sebastian Lippert

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Seit einem Monat dürfen Österreichs Amateurfußballer wieder trainieren. Zweikämpfe und Liga-Spielbetrieb sind in Sicht. −Foto: Andreas Lakota

Seit einem Monat dürfen Österreichs Amateurfußballer wieder trainieren. Zweikämpfe und Liga-Spielbetrieb sind in Sicht. −Foto: Andreas Lakota

Seit einem Monat dürfen Österreichs Amateurfußballer wieder trainieren. Zweikämpfe und Liga-Spielbetrieb sind in Sicht. −Foto: Andreas Lakota


In der Mini-Serie "So schaut’s aus!" beleuchtet die Heimatsport-Redaktion der Passauer Neuen Presse die Situation im bayerischen Amateurfußball im Verhältnis zu anderen Standorten. Teil 1 von 3: die Lage in Österreich.

Bayerische Amateurfußballer, besonders jene im Südosten, werfen neidische Blicke ins Nachbarland: Österreich bereitet sich auf den Start in die neue Fußball-Saison 2020/21 vor bis zu 750 Zuschauern vor. Zum Schulstart im September soll der Startschuss fallen – "spätestens", betonte ÖFB-Präsident Dr. Leo Windtner bei "ServusTV". Die Ampel steht auf Gelb – und es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Österreicher auf Grün schalten.

"Wir erwarten bis Ende der Woche Klarheit", sagt Raphael Oberndorfinger im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse. Der 35-Jährige ist Geschäftsführer des Oberösterreichischen Fußball-Verbands. In diesen Tagen berät sich der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) mit den neun Regionalverbänden und den zuständigen Ministerien (Sport, Gesundheit). Die täglichen Neuinfektionen bewegen sich seit einem Monat bei durchschnittlich 33*. Das entspricht fast dem derzeitigen Wert in Bayern (34* in den vergangenen sieben Tagen).

Seit über einem Monat ist in Österreich wieder Teamtraining erlaubt, allerdings weiterhin mit starken Einschränkungen wie zwei Metern Abstand. Zweikämpfe sind also auch im Nachbarland noch untersagt. Auffälligkeiten bei den Infektionszahlen habe es nach der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs keine gegeben, erklärt Raphael Oberndorfinger nach bestem Wissen.

Lesen Sie dazu auch: Ärger nach Saison-Abbruch in Österreich: Erste Vereine kündigen bereits Klagen an

Genauso wie jene 65000 aktiven Fußballer/innen wünscht Oberndorfinger sich einen möglichst baldigen Re-Start. Die vom ÖFB-Präsidenten avisierten Sommerferien enden in den meisten Bundesländern am 13. September, im Burgenland, in Wien und in Niederösterreich schon am 6. September. Damit die Saison zu dieser Zeit anlaufen kann, ist auch in Österreich eine gewisse Vorlaufzeit nötig. "Wenn wir im September anfangen wollen, müssten wir im August schon normal trainieren können", betont Oberndorfinger. Prognosen gibt der Geschäftsführer nicht ab: "Wir wollen unsere Bewerbe, auch den Landescup, ordnungsgemäß durchführen soweit möglich. Aber wir müssen auf die Regierung warten."

Besondere Eile ist trotz fortschreitender Zeit nicht geboten. Die meisten Ligen im OÖFV bestehen aus 14 Mannschaften. Eine Ausnahme bildet die höchste Liga (Landesliga) mit 16 Teams, also vergleichbar zu den bayerischen Bezirksligen. "Ein Szenario ist, dass wir im November ein oder zwei Wochenenden länger spielen. Über die letzten zehn Jahre hat sich das Klima ja ein bisschen verschoben, sodass man länger spielen kann", erklärt Oberndorfinger die Überlegungen. Englische Wochen sollten sich bei den 14er-Staffeln vermeiden lassen, bei den 16er-Ligen könnte es aber eng werden: "Da muss man vielleicht ein oder zwei Wochen-Spieltage einstreuen."

Lesen Sie dazu auch: "Optimistisch und bereit": Österreich plant reguläre Amateursaison ab August

Die vergangene Spielzeit 2019/20 war anders als in Bayern Mitte April für beendet erklärt worden – ohne Auf- und Absteiger. Zu einer befürchteten Klagewelle führte das nicht, sagte Oberndorfinger, dem in Oberösterreich kein einziger solcher Fall bekannt sei. Somit hat auch die Union Schardenberg den Saisonabbruch akzeptiert: Die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Stockinger (zuvor unter anderem in Schöllnach, Bad Griesbach oder Windorf tätig) stand mit zwölf Siegen aus ebensovielen Spielen unangefochten auf Platz 1 der 2. Klasse Westnord.

Einzig der ASV Siegendorf (Burgenland) begehrt weiter auf gegen den Nicht-Aufstieg. Der Landesliga-Spitzenreiter drängt vor Gericht auf den Aufstieg in die Regionalliga Ost. Diese steht nach dem Rückzug einer Mannschaft ohnehin nur mit 15 Teams da. Die zuständige Kommission entschied allerdings, keinem der infrage kommenden Teams (neben Siegendorf noch drei weitere) einen Regionalliga-Startplatz zu gewähren. Die Klage hat den ÖFB und BFV (Burgenländischer Fußball-Verband) bereits erreicht, das Urteil steht noch aus.

* Stand der Daten: 16. Juni 2020












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