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"Bumme" ist richtig raus | 30.05.2020 | 13:09 Uhr

Christian Bumberger (38): Fußball ist beim Familienvater kein Thema mehr

von Michael Scherer

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Abschied: Christian Bumberger beendete beim 1. FC Passau seine Karriere. −Foto: Mike Sigl

Abschied: Christian Bumberger beendete beim 1. FC Passau seine Karriere. −Foto: Mike Sigl

Abschied: Christian Bumberger beendete beim 1. FC Passau seine Karriere. −Foto: Mike Sigl


Er ist und bleibt ein Leader, an ihm kommt man nur schwer vorbei: Was früher für den Fußballer Christian Bumberger (38) galt, gilt heute für den Banker Bumberger. Inzwischen leitet der einstige Bayernliga-Kicker des 1.FC Passau bei der Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen eG den Bereich "Privatkunden" und fungiert als deren Prokurist. Und die Geschäfte mit dem runden Leder? "Es war eine schöne Zeit, aber der Fußball ist kein Thema mehr", sagt der inzwischen zweifache Familienvater in unserer Serie "Wie geht’s eigentlich...?".

"Bumme", so sein Spitzname, schonte in seiner aktiven Karriere weder Ball noch Gegner. Nicht nur in seiner Bayernliga-Zeit im Dreiflüssestadion stand der 1,80 Meter und 80 Kilo schwere Defensive seinen Mann, kämpfte stets bis zur letzten Minute. Mit dem Ball konnte Bumberger freilich umgehen, diesen in die richtigen Bahnen schicken. Ebenso behielt er als Trainer den Überblick, führte ein damals junges Team der Spvgg GW Deggendorf zusammen mit Martin Wimber (38) in die Bayernliga. Unter Trainer Barbaros Yalcin (44) stieg Grün-Weiß im folgenden Jahr aus Liga 5 wieder ab, Bumberger ließ die Karriere beim FC Ruderting (Kreisliga) und beim 1. FC Passau (Bezirksliga) ausklingen – wegen seines Berufes verzeichnete Bumberger dort nur noch sporadische Einsätze. "Vielleicht hätte ich nach meiner Deggendorfer Zeit aufhören sollen", blickt der Verteidiger auf drei aus fußballerischer Sicht eher maue Jahre zurück; "mir fehlte aus beruflichen Gründen einfach die Zeit für den Fußball."

Seit 2016 hat er keine halben Sachen in puncto Fußball mehr gemacht – Bumberger ist raus, und zwar richtig. Mit seiner Frau Marina (33) und den beiden Töchtern Elisa (3) und Felicia (9 Monate) lebt er geradezu fußballfrei im umgebauten Eigenheim in Aldersbach. Wann er das letzte Mal bei einem Amateur-Kick beiwohnte? Der Bank-Prokurist muss lange überlegen und ihm fällt doch kein Datum ein. "Ich hatte eine super Zeit, aber das ist einfach vorbei und ich vermisse die Wochenenden auf dem Sportplatz auch nicht" – dabei hat er nach eigenen Angaben "sehr viel Zeit" in den Sport investiert. Aber mit zwei Kindern verschieben sich einfach Perspektiven und Prioritäten – und die Interessen.

Nach dem Ende seiner Laufbahn als Kicker und Trainer habe es immer wieder Anfragen einzelner Vereine gegeben, doch von Bumberger gab’s partout nur eine Antwort: Nein. "Das Leben hat so viel anderes zu bieten, es ist jetzt einfach nur schön."

Camping ist seit Jahr und Tag sein Ding

Familie Bumberger hat sich ein gebrauchtes Wohnmobil zugelegt und reist damit gerne durch Europa – Österreich, Italien, Kroatien heißen die drei favorisierten Urlaubsländer, Camping ist seit Jahr und Tag sein Ding. Wegen Corona ist er in diesem Jahr noch skeptisch, was eine Reise ins Ausland angeht: "Ich weiß noch nicht, ob das Sinn macht", sagt der 38-Jährige. In der Heimat lasse sich die Freizeit ja durchaus auch gehaltvoll gestalten, draußen, in der Natur. Radeln, joggen, Inline skaten und sportliche Bewegungen aller Art sind im Hause Bumberger beliebt. "Von daher bin ich ganz froh, dass ich zwei Töchter habe, sonst wäre ich irgendwann doch wieder auf dem Fußballplatz gelandet", sagt er mit einem Schmunzeln.

Wenig Zeit bleibt dem Banker da fürs Hobby Angeln, auch wenn er – na logo – Kassier des örtlichen Fischereivereins in Aldersbach ist. Zumal seine rechte Schulter, mit der Bumberger in die Regel die Angel auswirft, seit 2018 ordentlich lädiert ist. Bei einem Segway-Unfall stürzte er schlimm, das Schultergelenk splitterte. "15 Schrauben und Platten habe ich da drin, ein Jahr lang konnte ich gar keinen Sport treiben", blickt Bumberger auf eine trübe Zeit zurück – sportlich aktiv ist und möchte der Ex-Fußballer ja weiter sein. Insofern "nervt" ihn auch die Corona-Zwangspause, "das Virus schränkt uns alle ein. Und es ist für die Bank eine große Herausforderung".

Wenn das Leben wieder in normalen Bahnen läuft, will sich Sportskamerad Bumberger dann doch wieder mal wieder ein Fußballspiel anschauen. Bei einem seiner Ex-Vereine. Beim FC Vilshofen. Beim Kreisligisten, bei dem Arbeitskollege Marco Wellner (39) als Sportlicher Leiter die Dinge verantwortet und Neues in die Wege leitet. "Ich hab’s ihm versprochen", sagt Christian Bumberger. "Und was ein Chef verspricht, das hält er auch."












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