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Serie "Wie geht’s eigentlich...?" | 23.05.2020 | 20:17 Uhr

Passauer Aufstiegskeeper Jürgen Fuchs (51): Fürs Profitum "fehlte mir im Grund der 1000-prozentige Wille"

von Bernhard Rössler

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Lang ist’s her: Bayernliga-Keeper Jürgen Fuchs in den Neunziger Jahren im Dreiflüssestadion – damals wurden Fotos überwiegend noch in "Schwarz-Weiß" veröffentlicht. −Foto: Archivbild Christian Karl

Lang ist’s her: Bayernliga-Keeper Jürgen Fuchs in den Neunziger Jahren im Dreiflüssestadion – damals wurden Fotos überwiegend noch in "Schwarz-Weiß" veröffentlicht. −Foto: Archivbild Christian Karl

Lang ist’s her: Bayernliga-Keeper Jürgen Fuchs in den Neunziger Jahren im Dreiflüssestadion – damals wurden Fotos überwiegend noch in "Schwarz-Weiß" veröffentlicht. −Foto: Archivbild Christian Karl


Er war Ende der Achtziger und bis Mitte der Neunziger Jahre eine prägende Persönlichkeit in der Mannschaft des 1.FC Passau und sein Name bleibt untrennbar verbunden mit dem Aufstieg in die Fußball-Bayernliga im Jahr 1992. Torhüter Jürgen Fuchs hat dieses Ereignis, als er mit seinem Team im Dreiflüssestadion vor 10000 Zuschauern im entscheidenden Spiel den Titelrivalen Spvgg Landshut mit 1:0 in die Knie zwang, in bester Erinnerung. Der vielleicht herausragendste unter etlichen sportlichen Höhepunkten.

"Ich liste nichts auf, sondern lebe immer mehr im Heute", sagt der 51-Jährige, der seine Laufbahn beim Nachwuchs des FC startet. Nach einem Abstecher zum Stadtrivalen VfB Passau-Grubweg führt Fuchs’ Weg mit knapp 16 Jahren zum damaligen A-Junioren-Bayernligisten Spvgg Deggendorf. Mit dem Eintritt in den Herren-Bereich kehrt er zum Landesligisten nach Passau zurück. "Ich habe dann gleich die Chance bei Edi Kirschner bekommen", erinnert er sich.

Jürgen Fuchs heute: Wandern mit dem Weg als Ziel. −F.: Fuchs

Jürgen Fuchs heute: Wandern mit dem Weg als Ziel. −F.: Fuchs

Jürgen Fuchs heute: Wandern mit dem Weg als Ziel. −F.: Fuchs


So nimmt der Erfolgsexpress Fahrt auf, macht Station mit dem Bayernliga-Aufstieg am 30. Mai 1992, mittlerweile unter Trainer Günter Krinner. Einprägsam die beiden Spiele gegen 1860 München, als der FC-Keeper trotz zweier Niederlagen (0:1, 0:4) gute Kritiken erhält. Aber auch eine 0:4-Abfuhr durch den FC Augsburg – "da habe ich beschissen gehalten", gibt er zu. Vier Jahre hilft Jürgen Fuchs mit, die zu jener Zeit dritthöchste deutsche Spielklasse zu halten, ehe ihm 1996 sein Namensvetter Jürgen Fuchs (heute 41) aus Hutthurm zwischen die FC-Pfosten nachfolgt.

Mit einem Engagement im Profibetrieb wird es nichts, auch nicht, als ihn Edi Kirschner nach Fürth vermitteln will. Warum? "Ich war immer sehr ehrgeizig, mir hat es auch viel Spaß gemacht. Aber im Grund war nicht der 1000-prozentige Wille da, um ins Profigeschäft einzusteigen", nennt Jürgen Fuchs das vielleicht entscheidende Hemmnis. Private und berufliche Veränderungen tragen ein Übriges zu diesem "Nicht-Schritt" bei.

In der Folge verschlägt es ihn unter anderem nach München und Deggendorf, und vor kurzem zurück in die Heimatstadt. "Ich bin seit einem dreiviertel Jahr in Passau, und ich bin froh, wieder hier zu sein", sagt der Vater einer 15-jährigen Tochter. Der Fußball gibt ihm nur noch ganz wenig, aktiver Sport beschränkt sich aufs Wandern ("Der Weg ist das Ziel") und Freizeit-Tennis mit dem Nachbarn oder der Mutter seiner Tochter.

Mit dem regionalen Fußball beschäftigt er sich kaum, mit den Profis hingegen schon – samstags hört er gern die Bundesliga im Radio, und kommentiert die aktuelle Situation. "Zu Corona und Fußball hab’ ich eine differenzierte Meinung. Ich selbst bin relativ angstfrei und glaube nicht an die große Gefahr einer Infektion. Der Fußball hat eine starke Wirkung und kann vielen Leuten, die daheim bleiben müssen, eine gewisse Normalität im Leben zurückgeben. Aber ich habe auch Respekt vor den Ängsten anderer."

Der Artikel erschien bereits am Montag, 18. Mai, im Heimatsport der PNP. Mehr dazu lesen Sie hier nach kostenloser Registrierung bei PNP Plus.












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