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Saisonabbruch? Annullierung? Fortsetzung? | 26.03.2020 | 08:00 Uhr

"Es wird unweigerlich Verlierer geben": Das sagen die heimatsport.de-Leser zur Fußball-Krise

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−Foto: Georg Gerleigner

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Es ist die Frage, die den Fußball derzeit bewegt: Wie soll angesichts der Corona-Krise verfahren werden? Abbruch, Annullierung, Saison verspätet zu Ende spielen? Viele Szenarien werden derzeit durchgespielt – auch beim BFV. Wir wollten die Meinung der heimatsport.de-Leser hören. Und Ihr habt zahlreich geantwortet:

Im Herbst spielen
"Warum spielt man die Saison 19/20 nicht im Herbst zu Ende, wenn es wieder möglich ist, auf Grund der Epidemie zu spielen? Ab September bis Ende Oktober, Anfang November wäre Zeit dazu. Im Frühjahr 2021 dann alle Relegationsspiele für Auf- bzw. Abstieg. Dann gibt es keinen Zeitdruck für diese Spiele und im Juli 2021 startet dann eine neue Saison, hoffentlich ohne Epidemie und ohne Angst vor Corona." (Gerhard Haslbeck, Dingolfing)

Gebühren erstatten
"Nur die Hinrunde werten, Aufstieg nur die ersten Plätze, Abstieg nur die direkten Absteiger, das wäre mein Vorschlag. Die Relegation fällt aus. Im Juli/August, jedenfalls, sobald wie möglich, startet die neue Saison. Gegebenenfalls lässt sich ein Überschuss an Teams durch Veränderungen des Auf-/Abstieges regulieren. Qualifikation DFB-Pokal: Startplatz an den ligahöchsten, nicht qualifizierten, bayerischen Verein. Die TV-Einnahmen aus der ersten Runde werden auf alle noch in der Quali steckenden Vereine aufgeteilt. Der BFV erstattet den Vereinen 50% der Meldegebühren für die abgebrochene Saison. Der Überschuss der SR-Kosten (teilweise bezahlt durch die Vereine) wird an eine soziale Einrichtung gespendet." (Thomas Kagerbauer, Zwiesel)

Mit Ausgleichspunkten
"Ich denke, die Saison sollte doch wenn nur irgendwie möglich zu Ende gespielt werden. Wir brauchen Geduld, auch wenn die Corona-Pause noch eine Verlängerung braucht. Ich denke, alle aktiven und passiven Amateur-Fußballer brauchen ihr sozial wichtiges, schönstes Freizeit-Hobby als Ausgleichsziel. 95 Prozent unserer Bevölkerung werden nicht schon zu Pfingsten in Urlaub aufbrechen. Sollte der Virus noch weiter existieren, dann sollte man die Saison beenden, jedoch die alte Saison genauso neu starten, allerdings mit einer gewissen Zahl an Zusatzpunkten für Mannschaften vorn in der Tabelle sowie an Minuspunkten für die hintenstehenden Mannschaften." (Alfons Schropp, Bischofsmais)

Zeigen wir Solidarität!
"Respekt den Sportkameraden, die sich ihren Kopf zermartern, was man nun mit der laufenden, oder anders herum, aktuell nicht laufenden Saison anstellen soll. Wohlmeinend präsentieren sie uns im Minutentakt ausgeklügelte Modelle, die jedoch von anderen im Handumdrehen in die Tonne gestampft werden. Ob in offiziellen Statements oder einschlägigen Foren, inständig wird nach dem Gebot der Gerechtigkeit gerufen. Man müsse gerechte, faire Lösungen finden, so lautet die Losung. Schnell wird ein Modus als Bestrafung und im gleichen Atemzug als Belohnung für ein und die selbe Partei beurteilt. Gerechtigkeit ist zwar ein wundervoller Begriff, aber jeder definiert ihn anders. Wir machen uns was vor, wenn wir meinen, im Fußball geht es um Gerechtigkeit. Es geht einzig und allein um (Vor)Herrschaft. Wenn es im Fußball wirklich um Gerechtigkeit ginge, wie viele emotionale Aufregungen würden uns da entgehen? Verabschieden wir uns von den Diskussionen um die Gerechtigkeit! Akzeptieren wir Ungerechtigkeiten als Teil des Fußballs, des Lebens. Zeigen wir Solidarität mit den Entscheidungsträgern! (Gunther Rankl, Tiefenbach)

Die Saison annullieren
"Es wird unweigerlich Verlierer geben, da eine Lösung, die allen Vereinen gerecht wird, schon längst nicht mehr machbar ist. Ich meine, es gibt nur zwei Möglichkeiten für den Amateurfußball: 1. Die aktuelle Saison wird annulliert und, sofern ab Juli wieder Normalität einkehrt, neu gestartet. 2. Die aktuelle Saison wird bis März 2021 unterbrochen und dann mit dem Jetztstand fortgeführt. Eine Fortführung der aktuellen Spielzeit ab April oder Mai halte ich für unrealistisch, da uns Corona mit ziemlicher Sicherheit noch länger beschäftigen wird." (Hans Pichler, Oberdiendorf)

Saisonübergreifend
"Machen wir uns nichts vor. Bei realistischer Einschätzung wird die laufende Saison leider nicht mehr fortgeführt werden können. In diesem Fall halte ich die grundsätzliche Idee eines Heimatsport-Users einer saisonübergreifenden Punktewertung als sehr interessant und für wert, weiter darüber nachzudenken. Konkret wäre es doch gerecht, wenn der aktuelle Tabellenstand aller Mannschaften, der die bisher erbrachten Leistungen widerspiegelt, in die neue Saison 2020/21 – ab wann die auch immer gespielt werden kann – eins zu eins einfließen würde. Damit wären Auf- bzw. Abstieg für die laufende Saison zwar hinfällig, jede Mannschaft hätte aber dann auf ein Neues die Möglichkeit, das aktuell gesteckte Saisonziel (Aufstieg bzw. Vermeidung des drohenden Abstiegs) durch eigene sportliche Leistungen zu erreichen. Dann eben erst im Frühjahr nächsten Jahres. Eine sportlichere Lösung fällt mir derzeit nicht ein." (Gerhard Bogner, Dingolfing)

Zwischenrunden
"Wir sollten die aktuelle Spielzeit einfrieren, d.h. für mich: beenden und abwarten, was die nächsten Monate passiert. Wie soll man Fußball spielen, wenn es Kontaktverbote, Versammlungsverbote, Veranstaltungsverbote, Schulsperrungen, vielleicht sogar Tote in den Vereinen gibt? Vielleicht ist es möglich, eine Saison 2019/2020/2021 zu spielen. Alles einfrieren, Stand März 2020, die Wechselfristen im Juni und August (Vertragsamateure) auch stilllegen oder aussetzen (wie heute im Heimatsport die Halbjahresfrist ausgesetzt wurde), nicht dulden (nur dulden wenn es vertraglich nachgewiesen wird) und dann mit den gleichen Teams der jeweiligen Ligen im und ab März 2021 (sofern es dann überhaupt wieder geht) diese Saison abschließen und beenden. Dann hat keiner einen Nachteil oder Vorteil. Außer man ist ein Jahr älter geworden. Der Spielplan steht ja weiterhin. In der Zwischenzeit von September (eher wird an Amateurfußball nicht zu denken sein) bis November 2020 könnte man ja dann kleine sog. Freizeitligen bilden, bei denen man sich langsam wieder an den wöchentlichen Rhythmus gewöhnen kann und bei denen man auch wieder den Spaß am Fußball findet. Hier könnte man ja dann auch lokale Gruppen bilden. Hier wäre dann auch die Mitarbeit der Vereine erforderlich. Dann geht man in die Winterpause und im Frühjahr 2021 geht's dann weiter, wie man jetzt gestartet wäre gegen den gleichen Gegner. Die Saison so fortzuführen wäre meiner Meinung nach auch gerechter, weil dann der Auf- oder Absteiger einfach ausgespielt wird." (Hans Ettengruber, Niederhausen)

Tabellenerste belohnen
"Für mich würde nur eine Entscheidung Sinn machen: Alle Vereine, die jetzt an der Tabellenspitze stehen, sollen aufsteigen und alle, die den letzten Platz belegen, absteigen. Der Rest bleibt. Keine Relegation. So wie die Tabelle zum jetzigen Zeitpunkt ist, ist sie auch zu 80 Prozent am Saisonende. Das belegen die Zahlen der vergangenen Jahre. So belohne ich die Vereine, die ganz oben stehen, und nicht die Vereine, die ganz unten stehen. Sie würden mit einem Abbruch belohnt. Wie auch immer: Das Wichtigste ist, dass alle gesund bleiben in dieser Zeit und da ist Fußball zweitrangig." (Markus Geier, 1. Vorstand SV Schöllnach)












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