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19.02.2020 | 07:30 Uhr

Wenn der Daumen die Tore schießt: Vereine aus der Region starten in die "E-Football-League"

von Felix Drexler

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Kämpfen für den SC Zwiesel in der vom Bayerischen Fußball-Verband neu gegründeten "E-Football-League" um virtuelle Tore und Punkte: Efthimios Tsiampalis (von links), Alexander Gruber und Ludwig Weinberger. −Foto: Frank Bietau

Kämpfen für den SC Zwiesel in der vom Bayerischen Fußball-Verband neu gegründeten "E-Football-League" um virtuelle Tore und Punkte: Efthimios Tsiampalis (von links), Alexander Gruber und Ludwig Weinberger. −Foto: Frank Bietau

Kämpfen für den SC Zwiesel in der vom Bayerischen Fußball-Verband neu gegründeten "E-Football-League" um virtuelle Tore und Punkte: Efthimios Tsiampalis (von links), Alexander Gruber und Ludwig Weinberger. −Foto: Frank Bietau


Für die einen ist es die pure Leidenschaft, für die anderen ein (noch) ungewohntes Bild: Am Sonntag startete die vom Bayerischen Fußball-Verband gerade erst gegründete "E-Football-League". Das Konzept: Jeweils zwei Spieler eines Vereins treten im Videospiel FIFA20 gegeneinander an. Gespielt wird auf der Playstation 4. Die Teilnehmer sitzen nicht nebeneinander, sondern sind online miteinander verbunden – und kämpfen an 17 Spieltagen um virtuelle Tore und Punkte. Auch einige Vereine aus der Region (von der A-Klasse bis zur Regionalliga) zeigen sich angetan von dem Vorstoß des Verbands und meldeten sich an. Wie sie den ersten Spieltag erlebten? Ein Erfahrungsbericht.

SC ZwieselRund 30 Zuschauer haben sich im Vereinsheim des SC Zwiesel versammelt, alle sind gespannt. Nie zuvor wurde beim Sportclub im Rahmen einer offiziellen Liga gemeinsam vor dem Bildschirm gezockt. "Innerhalb der Mannschaft haben wir schon öfter gegeneinander gespielt", sagt Thomas Kagerbauer, frisch gewählter Vorsitzender des Sportclubs. "Als das Angebot des BFV kam, haben wir uns sofort entschlossen, daran teilzunehmen."

An diesem Sonntag sitzen Efthimios Tsiampalis, der auch in der analogen Welt für die Zwieseler "Erste" in der Kreisliga Straubing auf Torejagd geht, und Nachwuchsmann Ludwig Weinberger vor dem Bildschirm. Unterstützt werden sie von ihren Mitspielern Andreas Ring, Alexander Gruber und Tobias Irschina. Auch die Zuschauer im Sportheim finden schnell Gefallen am E-Sport, fiebern mit, bejubeln jedes Tor und versuchen sogar mit Zwischenrufen ins Spielgeschehen einzugreifen.



"Die Gemeinschaft steht für uns an oberster Stelle", sagt Thomas Kagerbauer, der freilich weiß, dass "E-Sport" in diesen Zeiten ein heiß diskutiertes Thema ist – aber vor allem die positiven Seiten betont. "Wir wollen unsere Spiele immer im Vereinsheim austragen, wenn möglich nach den Partien unserer Ersten. Das Ganze sehen wir deshalb als Bereicherung für den Verein, zumal wir dadurch auch Spieler zurückgewinnen können, die sich schon vom aktiven Sport verabschiedeten, für den E-Sport aber zu begeistern sind." Am Ende gibt es in Zwiesel für alle Beteiligten Grund zum Jubeln: Sowohl Tsiampalis als auch Weinberger gewinnen ihr Spiel – der erste virtuelle Sieg (6:1 gegen die DJK Schwabhausen/Lech) ist unter Dach und Fach.

TSV KlingenbrunnTrotz einer Start-Niederlage (2:7 gegen den FSV Inningen) geht auch der TSV Klingenbrunn mit viel Enthusiasmus die neue Herausforderung in der E-Sport-Bayernliga-Süd an.

"Wir haben im Rahmen der BFV-eClub-Championship und der Fußballiade in Landshut schon erste Erfahrungen im E-Sport-Bereich gesammelt und freuen uns nun auf diese Aufgabe", sagt der Klingenbrunner Mannschaftskapitän Thomas Schafhauser, der mit Sebastian Loibl, Alexander Macht, Johannes Pröll und Francesco Schrönghammer ein Team bildet. "Der erste Spieltag hat uns allen richtig Spaß gemacht, eine coole Geschichte."

Auch in Klingenbrunn plant man, die E-Sport-Spiele im Anschluss an die Heimpartien der Kreisklassenmannschaft im Vereinsheim auszutragen.
Das ist E-Football -Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat mit der "BFV eFootball League" den ersten offiziellen E-Football-Ligaspielbetrieb im Freistaat gestartet.
-36 Vereine aus ganz Bayern (darunter auch die SG Edenstetten, der TSV Kösslarn, der FC Vilshofen und der SV Hohenau) gehen in zwei Staffeln (Bayernliga Süd/Nord) an den Start.
- An 17 Spieltagen kämpfen die Teams um den Titel und um ein Preisgeld von insgesamt 1000 Euro.
- Eine Partie besteht aus zwei Einzelspielen, die auf der Playstation 4 in der Fußball-Simulation FIFA20 ausgetragen werden. Die Ergebnisse der zwei Duelle werden zu einem Gesamtergebnis addiert. Pro Spieltag sind je Team also zwei Spieler im Einsatz.
- Die Spieldauer beträgt zweimal sechs Minuten.
- Ausgewählt werden dürfen ausschließlich die in FIFA20 verfügbaren bayerischen Teams (Bundesliga bis 3. Liga).
- Mehr Infos unter: www.bfv-esports.de.













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