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13.12.2018 | 10:58 Uhr

In eigener Sache: Das Thema Kommentare − Leitfaden für eine faire Diskussion

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−Foto: Symboldbild Lakota

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Konstruktive Kritik und sachliche Diskussionen ja – Diskriminierung, Diskreditierung, Beleidigungen nein. Unter diesem Motto soll der folgende Artikel stehen, in dem wir uns in eigener Sache an unsere User und Leser wenden.

Grund sind die Kommentare auf unserer Seite, die sehr zahlreich verfasst werden, aber immer wieder zu Fragen und manchmal auch zu Kritik führen. Einerseits, weil sich viele User beklagen, warum ihre Kommentare von der Redaktion nicht freigeschaltet werden. Andererseits, weil immer wieder die Frage auftaucht, ob denn diese Kommentare überhaupt sein müssen bzw. warum es möglich ist, auch anonym zu schreiben.

Wir als Redaktion sind der Überzeugung, dass es wichtig ist, den Lesern die Möglichkeit zu geben, sich auf unserer Plattform äußern zu können und freuen uns, dass täglich viele User und Leser davon Gebrauch machen. Wir wollen die Möglichkeit schaffen für Diskussionen, Anregungen und auch für einen kritischen Dialog – nicht zuletzt wenn dabei wir selbst bzw. unsere Berichterstattung im Fokus steht. Die Meinungsfreiheit, also das gewährleistete subjektive Recht auf freie Rede sowie freie Äußerung und (öffentliche) Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild sowie allen weiteren verfügbaren Übertragungsmitteln, ist ein Menschenrecht. Wir wollen dieses Recht fördern – und haben uns daher für die Möglichkeit ausgesprochen, unsere Artikel kommentieren zu können. Am liebsten natürlich, wenn der Verfasser dabei auch seinen Namen preisgibt. Aber auch anonym.

Warum? Weil wir finden, dass es manchmal einfach nötig ist. Eine kritische Anmerkung, der Hinweis auf gewisse Missstände, das Anprangern von Verfehlungen kann für den Verfasser leider auch negative Folgen haben. Wir denken da zum Beispiel an eine Geschichte über einen Schiedsrichter: Viele Vereine haben sich mit der Bitte an die Redaktion gewandt, etwas zu unternehmen. Weil sie selbst Angst hatten vor dem Gang an die Öffentlichkeit. Unter dem Artikel fanden sich dann viele Kommentare wieder, Leser berichteten von ähnlichen Fällen, stützten so die Meinung und erhöhten den Druck, dass hier etwas unternommen werden muss. Ähnlich sieht es aus, wenn Missstände in einem Verein angeprangert oder Entscheidungen eines Verbandes kritisiert werden. Und nicht zuletzt werden ohne großes Anmelde- und Datenprozedere einfach mehr Kommentare verfasst, was die Diskussionsbereitschaft erhöht und ein vielfältiges Meinungsbild fördert.

Allerdings müssen wir leider feststellen, dass die Kommentare immer öfters benutzt werden, um andere zu beleidigen, zu diskreditieren oder anzugreifen. Dies können, wollen und werden wir nicht tolerieren. Um die Kommentar-Funktion auch weiter in bisheriger Form nutzen zu können, werden wir deshalb künftig noch strengere Regeln anlegen, was die Freischaltung der Kommentare betrifft. Wir begrüßen emotionale Diskussionen, kritische Worte oder auch – sachlich formulierte – Vorwürfe an Vereine, Verbände oder die Redaktion. Was ohne Ausnahme gesperrt und verbannt wird, sind persönliche Angriffe, Anfeindungen, üble Unterstellungen und erst Recht rassistische Äußerungen. Aber auch vermeintlich lustig gemeinte Anspielungen wie "der hat ja mit 15 Hoibe gespielt und war trotzdem der Beste" sind nicht angebracht.

Häufig ist es leider auch nur ein kleiner Nebensatz, ja manchmal sogar nur ein Wort, das die Freischaltung eines Kommentars für uns nicht möglich macht. Das ist besonders schade, wenn sich der Verfasser viel Mühe gemacht hat und – eigentlich – einen sinnvollen, sachlichen Beitrag formuliert hat, der zum Nachdenken anregt oder eine Diskussion fördert. Um solche Fälle künftig zu vermeiden, anbei noch ein kleiner Leitfaden, der in Sachen Kommentare berücksichtigt werden soll.

– Bitte unterlassen Sie jede Form von persönlichen Angriffen, Beleidigungen oder Unterstellungen. Worte wie "Blinder", "Idiot", "Alkoholiker", "Geldspieler", "Abzocker", "Blender", "Söldner" usw. haben in einem Kommentar nichts zu suchen.

– Persönliche Angriffe auf andere Kommentarschreiber werden nicht freigeschaltet. Gerne können Sie sich kritisch über die Meinung des Verfassers äußern, nicht jedoch über die Person selbst. Sätze wie "Herr XY soll seinen Mund halten" oder "wen interessiert die Meinung von Herr XY" werden wir nicht akzeptieren − es soll über Themen und Meinungen diskutiert werden und nicht über den Kommentator selbst.

– Pauschale, unsachliche Vorwürfe werden nicht freigeschaltet. Beispiele: "Dort kann man viel Geld verdienen", "reine Söldnertruppe", "die spielen nur für Geld", "die Zuschauer sind bekannt für ihr unfaires Verhalten", "die führen sich immer so auf", "der pfeift immer so schlecht" , "der ist einfach nur arrogant", "die Vorstandschaft hat keine Ahnung" ...

– Häufiger Bestandteil von Kommentaren sind Schiedsrichter-Leistungen. Gerne kann über gewisse Aktionen und Entscheidungen diskutiert werden, allerdings nur in sachlicher Art und Weise. "Für mich war das eine klare rote Karte", "für mich war das Tor klar abseits" – ja! Aber bitte keine pauschalen Angriffe wie: "Der war einfach nur unterirdisch", "der Schiedsrichter war reine Katastrophe", "der war einfach völlig überfordert".

Wir bedanken uns für Euer Verständnis und hoffen auch in Zukunft auf einen regen – aber bitte immer fairen und sachlichen – Meinungsaustausch. Die Redaktion.












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