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29.10.2013 | 16:52 Uhr

Rassismus, Gewalt, Hallenfußball-Ärger: BFV-Präsident Koch spricht Klartext

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Plädiert für eine absolute Null-Toleranz-Politik in Sachen Gewalt und Rassismus: BFV-Präsident Dr. Rainer Koch.  − Foto: Jäger/PNP

Plädiert für eine absolute Null-Toleranz-Politik in Sachen Gewalt und Rassismus: BFV-Präsident Dr. Rainer Koch.  − Foto: Jäger/PNP

Plädiert für eine absolute Null-Toleranz-Politik in Sachen Gewalt und Rassismus: BFV-Präsident Dr. Rainer Koch.  − Foto: Jäger/PNP


Rassismus und Gewalt auf Niederbayerns Fußballplätzen, ein Phantomtor, das trotzdem zählt, und die Diskussionen um die neuen Hallenregeln – diese Themen bewegten in den vergangen Tagen viele Fans aus der Region. Grund genug, um bei Dr. Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes nachzufragen.

Thema Rassismus

In einem Interview mit der Passauer Neuen Presse haben Sie vor fast genau einem Jahr eine absolute "Null-Toleranz-Politik" für derartige Fälle angekündigt. Welche konkreten Maßnahmen will denn der Verband nun ergreifen?

Koch: Null Toleranz heißt, dass jeder Fall unnachgiebig von der Sportgerichtsbarkeit verfolgt wird. Darüber hinaus befassen sich natürlich auch die andere Abteilungen bei uns im Haus mit dieser Problematik und prüfen, ob noch mehr präventive Maßnahmen nötig sind. Die Frage ist immer: Handelt es sich um einen Einzeltäter oder betrifft es eine ganze Gruppe. Grundsätzlich haben wir natürlich unsere Konfliktmanager, die sich mit der Aufbereitung der konkreten Situation befassen und die Dauer-Aktionen im Verband, wie unsere große Anti-Rassismus-Kampagne, die mit speziellen Einzelaktionen kombiniert werden.

Thema Gewalt Nehmen wir den Fall Nagorny. Ein Trainer attackiert einen Linienrichter, die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Welche Möglichkeiten hat hier der Verband überhaupt?

Koch: Null Toleranz bei Attacken gegen Schiedsrichter heißt, dass gravierende Angriffe mit den höchsten in den Statuten möglichen Strafen versehen werden müssen. Wobei ich dem Einzelfall nicht vorgreifen will, da ich nicht weiß, wie der Fall im Detail abgelaufen ist. Dafür haben wir ja die unabhängigen Sportgerichte. Grundsätzlich muss man natürlich darauf reagieren und zeigen, dass das so in gar keinem Fall geht. Aber wir können jetzt auch nicht das Fußball spielen aufhören. Und trotz dieses ganz unschönen Fälle zuletzt, die alle genau aufgearbeitet werden müssen, will ich schon auch festhalten: Der Fußball im Ganzen ist auch in Niederbayern nicht aus den Fugen geraten ist. Die Sportgerichtsbarkeit hat die Instrumente in der Hand. Das geht bei sehr schwerwiegenden Fällen bis hin zum Verbandsausschluss. Aber auch lange Sperren sind gravierende Strafen.

Thema Phantomtor

Für Diskussionen hat jüngst auch das Phantomtor von Stefan Kießling gesorgt. Vor allem die Ablehnung eines Wiederholungsspiels stößt bei vielen Fans auf völliges Unverständnis. Blutet bei so einer Entscheidung nicht auch einem erfahrenen Sport-Juristen wie Ihnen ein bisschen das Fußballer-Herz?

Koch: Das DFB-Sportgericht muss rechtliche Bestimmungen zur Anwendung bringen. Und darum hat es leider Gottes keine Alternative zu dieser Entscheidung gegeben. Mein Fußballerherz sagt natürlich auch, dass ein Ball, der nicht zwischen den Pfosten in ein Tor gegangen ist, nicht als Tor anerkannt werden darf. Aber ein Sportgericht kann nicht nach Gefühl oder allgemeinem Gedankengut handeln, sondern muss rechtliche Bestimmungen anwenden. Und diese sind eindeutig. Es war eine Tatsachenentscheidung. Die FIFA als oberste Regelhüterin sagt eindeutig, dass Tatsachenentscheidungen nicht im Nachhinein korrigiert werden können.

Thema FutsalZum Schluss noch ein anderes Thema. Die Hallensaison steht bevor, viele Aktive sind mächtig sauer, dass es künftig nur mehr Futsal geben wird. Im Kreis Passau sind bei den Junioren die Anmeldung zur Kreismeisterschaft gar um 40 Prozent zurückgegangen.

Koch: Den Rückgang der Anmeldungen bedauere ich. Der Verband kann nur eine Form des Hallenfußballs als Verbandsmeisterschaft anbieten. Und der DFB-Bundestag hat am Freitag eine ganz klare Entscheidung getroffen: Die Wettbewerbsform des Hallenfußballs ist Futsal. Das hat gute sachliche Gründe. Wenn wir in die Schulen wollen, müssen wir ‚Pro Futsal‘ sein. Wenn wir die Kinder technisch gut ausbilden wollen, müssen wir ‚Pro Futsal‘ sein. Wenn sie sich in Spanien und Brasilien umschauen, da werden die Kinder nur mit Futsal groß.

Den Bayern scheint der traditionelle Hallenfußball aber lieber zu sein.

Koch: Ich respektiere die Meinung unserer Vereine und habe mich deshalb dafür eingesetzt, dass die ursprüngliche Entscheidung, dass im Juniorenbereich nur mehr Futsal gespielt werden darf, zurückgenommen wird. Das ist passiert. Bei Privatturnieren können die Vereine auch anders spielen.

Das gesamte Interview lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Passauer Neuen Presse, Sportteil












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