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Meister in der Regionalliga!  |  14.05.2022  |  17:53 Uhr

Über 4000 Fans feiern Bayreuths Rückkehr in den Profifußball − aber der Erfolgs-Trainer wackelt

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Bayreuths Spieler feierten am Samstag den Gewinn der Meisterschaft. −Foto: Peter Kolb/BFV

Bayreuths Spieler feierten am Samstag den Gewinn der Meisterschaft. −Foto: Peter Kolb/BFV

Bayreuths Spieler feierten am Samstag den Gewinn der Meisterschaft. −Foto: Peter Kolb/BFV


Die Spvgg Bayreuth ist vorzeitig Meister der Regionalliga Bayern 2022 und kehrt nach 32 Jahren Abstinenz in den eingleisigen Profifußball zurück, nachdem die "Altstadt" in der Saison 2005/06 ein einjähriges Intermezzo in der Süd-Gruppe der seinerzeitigen zweigleisigen Regionalliga gegeben hatte und 1990 aus der Zweiten Liga abgestiegen war.

Die Oberfranken erreichte die frohe Kunde vom Drittliga-Aufstieg an diesem Freitagabend. Wacker Burghausen wurde mit einem 4:0 (1:0)-Auswärtserfolg beim Bayreuther Titelrivalen FC Bayern München II zum Meistermacher für das Team von Spvgg-Trainer Timo Rost. Noch am Abend reisten Dr. Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), und Verbands-Spielleiter Josef Janker nach Bayreuth und überbrachten Meisterschale sowie Meisterwimpel. Vor dem letzten Heimspiel gegen Viktoria Aschaffenburg gab’s dann im Hans-Walter-Wild-Stadion auch die Medaillen für das meisterliche Team.

Der neue Regionalliga-Meister leistete sich auch am letzten Spieltag keine Schwäche. Mit 2:1 siegten die Bayreuther gegen Viktoria Aschaffenburg. Über 4000 Zuschauer feierten im Stadion die Meisterschaft und die Rückkehr in den Profifußball nach über 30 Jahren.

Eine lange Absenz, in der reichlich Zeit zum Zweifeln blieb. Vor etwas mehr als zehn Jahren stiegen die Bayreuther sogar in die sechstklassige Landesliga ab. Die Gegner hießen damals Pettstadt, Trogen, Selbitz, Kleinrinderfeld, Neudrossenfeld, Hollfeld oder Frammersbach. Wer hätte damals gedacht, dass ab dem Sommer an deren Stelle Kaiserslautern oder Dresden, Mannheim, Saarbrücken, Essen oder 1860 München stehen könnten?

2013 ausgegliedert als Spielvereinigung Oberfranken Bayreuth ging es seitdem nach vorne. Glücksfall war sicherlich die Verpflichtung von Timo Rost im Herbst 2018. Doch ausgerechnet hinter dem Coach steht aktuell das größte Fragezeichen. "Volatil" nennt Marcel Rozgonyi den Markt für Trainer – laut Duden "flüchtig, unbeständig, sprunghaft". "Die Frage stellt sich nicht", verweist der Geschäftsführer, noch ein Ex-Profi, der 2002/03 mit Rost mal zusammen bei Energie Cottbus in der Bundesliga spielte, zwar auf bestehende Vereinbarungen. "Aber Julian Nagelsmann hatte in Leipzig ja auch einen Drei-Jahres-Vertrag..."

Rost gibt zu: "Vier, fünf Vereine aus dem Vorderfeld der 3. Liga, aber auch aus der zweiten Liga haben Interesse. Aber es ist noch alles offen." 50:50 seien Chancen für Verbleib wie Gehen. Zweitliga-Absteiger Aue will den 43-Jährigen holen, mutmaßlich auch Waldhof Mannheim, eine Rückkehr zu Greuther Fürth, wo er schon mal die zweite Mannschaft betreute, wäre auch keine große Überraschung. Der Fokus war bis zuletzt auf Meisterschaft und Aufstieg gerichtet, ab sofort kann das Unternehmen Dritte Liga ganz konkret angegangen werden.

Jedenfalls scheint die Spvgg bereit zu sein für das Abenteuer. Das notwendige Flutlicht für das altehrwürdige, über 20000 Zuschauer fassende Stadion wird gerade errichtet, steht am ersten Spieltag. "Die Mindestvoraussetzungen können wir erfüllen. Dennoch müssten wir danach die Struktur weiter optimieren", weiß Marcel Rozgonyi.

In Sachen Interesse ist, was den normalen Besucherdurchschnitt von um die 900 Fans betrifft, noch Luft nach oben. "Bayern München hat aber gezeigt, was in Bayreuth geht, auch wenn die über 10000 Zuschauer da natürlich nicht die Norm sind. Aber in der 3. Liga kämen ja einige Top-Mannschaften", weiß der Geschäftsführer. Beim Spitzenspiel am Ostermontag gegen den Verfolger pilgerten die Massen in die 1967 erbaute Arena, sahen einen 4:0-Sieg. Nur fünf Tage später gewann dafür Schlusslicht TSV 1860 Rosenheim mit dem gleichen Resultat im Hans-Walter-Wild-Stadion. Doch über 4000 Besucher im letzten Saisonheimspiel können sich durchaus sehen lassen.

Zuhause gab’s auch schon Niederlagen gegen Schweinfurt 05 oder gegen Pipinsried. Dafür sind 50 von 54 möglichen Punkten, wie sie die Bayreuther auswärts holten, allemal schon tauglich für die 3. Liga. 28 Zähler beträgt aktuell der Abstand zum Vorjahres-Meister, ein echter Klassenunterschied. "Vor Schweinfurt, einem ganz tollen Verein, habe ich dennoch größten Respekt", zeigte sich Timo Rost letzten Samstag als fairer Gewinner.

Groß den Kader verändern will die Altstadt, die 1979 nur hauchdünn am Aufstieg in die 1. Bundesliga scheiterte und die 1980 im DFB-Pokal Bayern München schlug, auch im Falle der 3. Liga nicht. Geplant seinen vielmehr punktuelle Verstärkungen. Und auch in Liga drei will Bayreuth auf das Image setzen, dass man gemein hat mit Schweinfurt 05. "Wir sind ein Arbeiterverein", weiß der in Hoyerswerda noch in der DDR geborene Rozgonyi, "anders geht es auch nicht, weil in der 3. Liga die meisten Vereine ganz andere Möglichkeiten haben. Also müssen wir härter arbeiten als die anderen", sagt der Geschäftsführer. − mh/red












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayreuth
38
103:39
93
2.
Bayern München II
38
113:50
86
3.
Burghausen
38
84:54
64
4.
Unterhaching
38
73:59
64
5.
Schweinfurt
38
96:56
62
6.
Aubstadt
38
74:43
61
7.
Illertissen
38
57:45
59
8.
Aschaffenburg
38
54:53
51
9.
FC Augsburg II
38
68:70
50
10.
Eichstätt
38
49:62
50
11.
1.FC Nürnberg II
38
55:56
49
12.
Buchbach
38
50:46
48
13.
Pipinsried
38
52:72
48
14.
Heimstetten
38
56:68
47
15.
Rain
38
43:66
45
16.
Eltersdorf
38
55:84
41
17.
Greuther Fürth II
38
50:67
40
18.
Memmingen
38
44:72
38
19.
SV Schalding
38
34:85
29
20.
1860 Rosenheim
38
39:102
27




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