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Den Amateurklubs reicht es  |  26.11.2021  |  08:00 Uhr

Aufruhr in der Regionalliga Bayern: Vereine mit scharfer Kritik an Verbands-Entscheidung

von Michael Buchholz

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Für den SV Schalding (l. Simon Griesbeck) und Wacker Burghausen geht die Jagd nach dem Ball weiter. Für Zuschauer gilt bei den Spielen die 2G-plus-Regel, zudem muss eine Maske getragen werden. −Foto: Andreas Lakota

Für den SV Schalding (l. Simon Griesbeck) und Wacker Burghausen geht die Jagd nach dem Ball weiter. Für Zuschauer gilt bei den Spielen die 2G-plus-Regel, zudem muss eine Maske getragen werden. −Foto: Andreas Lakota

Für den SV Schalding (l. Simon Griesbeck) und Wacker Burghausen geht die Jagd nach dem Ball weiter. Für Zuschauer gilt bei den Spielen die 2G-plus-Regel, zudem muss eine Maske getragen werden. −Foto: Andreas Lakota


Winterpause im bayerischen Amateur-Fußball. Nach Inkrafttreten der 15. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am Mittwoch hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) seine Amateurvereine in die Winterpause geschickt. Nur in der Regionalliga Bayern, die im Frühjahr als Profiliga deklariert wurde, rollt der Ball weiter. Das schmeckt den meisten kleineren Vereinen, deren Spieler alles andere als Profis sind, aber angesichts der erschreckenden Corona-Inzidenzen überhaupt nicht.

Vom Passauer Land über Oberbayern bis nach Schwaben und Unterfranken ist der Tenor eindeutig: Spielbetrieb einstellen und die noch angesetzten Paarungen im Frühjahr nachholen. "Das passt von der Verhältnismäßigkeit gar nicht mehr", sagt Burghausens Sportlicher Leiter Karl-Heinz Fenk und führt aus: "Fußball ist die schönste Nebensache der Welt, aber eben eine Nebensache. Und wenn die Krankenhäuser überlaufen, sind selbst fünf oder zehn Infektionen im Fußball-Betrieb zu viel. Das ist eine ganz schlechte Außendarstellung."

Auch Eichstätts Sportdirektor Johann Benz sieht es als ein verheerendes Signal, dass die Regionalliga bis zum 18. Dezember weiterspielen soll: "Gegenüber der Öffentlichkeit ist das nicht mehr darstellbar. Die Regionalliga ist einfach keine Profiliga, auch wenn sie so eingestuft wurde."

Clemens: Über unsere Köpfe hinweg entschieden

Der Großteil der Spieler bei den 20 Vereinen der Regionalliga sind reine Amateure und meilenweit davon entfernt, mit Fußball ihren Lebensunterhalt zu verdienen. "Wir haben nie für eine Profiliga votiert. Wir wurden weder gefragt. noch stehen wir dahinter. Dass wir jetzt weiterspielen müssen, wurde über unsere Köpfe hinweg entschieden. Angesichts der Inzidenzen von teilweise weit über 1000 sehen wir das sehr kritisch. Uns fehlt dafür das Verständnis", sagt Schaldings Sportlicher Leiter Markus Clemens.

"Im Sommer war alles richtig, was der Verband gemacht hat. Da war Aufbruchstimmung, die Leute waren hungrig nach Fußball, aber jetzt muss der Deckel draufgemacht werden. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der wir unser Gesundheitssystem nicht noch weiter belasten können", findet Buchbachs Abteilungsleiter Georg Hanslmaier, der wie seine Kollegen der Ansicht ist, dass genug Spiele ausgetragen wurden, um jetzt abzubrechen. "Die Regionalliga Bayern stellt in dieser Saison einen der Direktaufsteiger in die 3. Liga, somit fällt der Zeitdruck der Relegation weg, wir können also bis Ende Mai spielen."

Ähnlich sieht es auch Rosenheims Sportlicher Leiter Hansjörg Kroneck: "Zum Schutz von uns allen wäre es vernünftiger jetzt nicht mehr Fußball zu spielen. Mir wäre am liebsten, wenn sich alle solidarisch erklären würden und wir einfach aufhören könnten." Kroneck führt auch die Verantwortung des Fußballs an: "Wir bewegen uns in einem semi-professionellen Bereich, in dem die Spieler arbeiten müssen. Infektionen aus dem Fußball werden in die Arbeitswelt getragen und umgekehrt. Da können wir noch so viel testen." Drastischer formuliert es Rains Abteilungsleiter Alexander Schroder: "Für uns steht die Gesundheit der Spieler im Vordergrund. Wer ist denn verantwortlich, wenn die Leute trotz Testungen auf die Intensivstation müssen?" Schroder sieht eine allgemeine Verunsicherung und warnt: "Wenn wir weiterspielen, nehmen wir auch fahrlässig in Kauf, dass Spieler eventuell ihren Arbeitsplatz riskieren."

Ungeimpfte Zuschauer haben keinen Zutritt mehr ins Stadion, da seit Mittwoch die 2G-plus-Regelung gilt, in Landkreisen und kreisfreien Städten mit Inzidenzen über 1000 dürfen nur noch Geisterspiele ausgetragen werden. "Keine 50 Mann", schätzt Schroder die Zahl der Zuschauer, wenn Rain am Samstag Illertissen empfängt. "Bei 2G-plus kommt doch keiner mehr", ist sich auch Benz sicher, dessen Team am Samstag in Pipinsried zu Gast ist. Und selbst Schweinfurts Clubchef Markus Wolf sagt: "Am Dienstag hatten wir in unserem Nachholspiel gegen Greuther Fürth II 300 Zuschauer, so wenig hatten wir in einem Punktspiel seit 1990 nicht mehr. Unter den aktuellen Auflagen werden auch am Samstag gegen Burghausen nicht recht viel mehr Fans ins Stadion kommen. Mit so wenigen Zuschauern zahlen wir praktisch drauf, weil wir auch eine Reihe von fixen Kosten haben." Die Schweinfurter zählen zu den wenigen Profivereinen der Liga, aber selbst für die Proficlubs rechnet sich die Weiterführung der Liga unter den aktuellen Bedingungen laut Wolf nicht.

Den gesamten Text lesen Sie in der Printausgabe, Sport.












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayreuth
37
101:34
93
2.
Bayern München II
37
110:47
85
3.
Burghausen
37
82:51
64
4.
Unterhaching
38
73:59
64
5.
Schweinfurt
37
94:53
62
6.
Aubstadt
38
74:43
61
7.
Illertissen
38
57:45
59
8.
Eichstätt
37
48:60
50
9.
Aschaffenburg
37
51:51
48
10.
1.FC Nürnberg II
37
52:53
48
11.
FC Augsburg II
37
65:69
47
12.
Buchbach
37
45:44
45
13.
Pipinsried
37
49:70
45
14.
Heimstetten
37
54:67
44
15.
Rain
37
38:66
42
16.
Eltersdorf
38
55:84
41
17.
Memmingen
37
43:69
38
18.
Greuther Fürth II
37
45:67
37
19.
SV Schalding
37
34:80
29
20.
1860 Rosenheim
37
39:97
27




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