Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...





So ist die Lage beim Regionalligisten  |  27.07.2020  |  06:00 Uhr

"Wird eine strenge Zeit": Schalding-Boss Wagner über den Start, Sorgen und die finanzielle Situation

von Andreas Lakota

Lesenswert (13) Lesenswert 4 KommentareKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 1 / 60
  • Pfeil
  • Pfeil




Seit vielen Jahren an der Spitze des SV Schalding: Wolfgang Wagner. −Foto: Lakota

Seit vielen Jahren an der Spitze des SV Schalding: Wolfgang Wagner. −Foto: Lakota

Seit vielen Jahren an der Spitze des SV Schalding: Wolfgang Wagner. −Foto: Lakota


Es ist der Start in eine ungewisse Zukunft: Ab Montag rollt der Ball wieder beim SV Schalding, der Regionalligist startet in die Vorbereitung. Um 18.30 Uhr bittet Trainer Stefan Köck seine Mannschaft zur ersten Einheit seit über vier Monaten.

Der Kern der Truppe ist zusammengeblieben, neu sind viele junge Spieler. Sportlich fühlt sich der SVS gerüstet für den Re-Start. Doch in anderen Bereichen plagen die Passauer Vorstädter durchaus Sorgen, wie Wolfgang Wagner (53) schildert. Im Interview spricht der langjährige Vereinsvorstand über aktuelle Probleme, fehlende Einnahmen und anhaltende Gerüchte über finanzielle Schwierigkeiten.

Herr Wagner, wie ist Ihr Gefühl vor dem Re-Start?
Wolfgang Wagner: Wenn sich die Frage auf die sportliche Situation bezieht, dann muss ich sagen, dass ich ein sehr, sehr gutes Gefühl habe. Die Mannschaft ist in sich sehr strukturiert zusammengestellt. Das Team hat sich ja auch nicht so stark verändert und wurde mit jungen Talenten ergänzt. Daher bin ich guter Dinge.

Und wenn wir nicht über die sportliche Situation sprechen?
Wagner: Dann ist die Lage ein bisschen anders. Den seit der Corona-Pandemie eingeschlagenen Weg mit den ganzen Sicherheitsmaßnahmen finde ich sehr gut. Mit Blick auf die Umsetzung des Spielbetriebs sehe ich aber viele, viele Fragezeichen. Das betrifft die Zuschauer, die Gastronomie und natürlich auch die allgemeine Wirtschaftlichkeit. Ich selbst war auch ein großer Verfechter eines Saisonabbruchs. Die Pläne für eine Fortsetzung sind aus meiner Sicht nicht ganz zu Ende gedacht. Daher sehe ich große Schwierigkeiten auf uns zukommen.

In welcher Hinsicht?
Wagner: Ich denke, es wird eine Zuschauerbeschränkung kommen, was ich auch verstehen kann. Aber der SV Schalding lebt von den Zuschauereinnahmen, von der Gastronomie, daher tun uns solche Beschränkungen enorm weh. Wir haben derzeit einen Schnitt von 930 Zuschauern – ich gehe nicht davon aus, dass wir im September vor so vielen Leuten spielen können. Zum anderen kommt der Ligapokal, den ich als wenig attraktiv erachte. Da werden deutlich weniger Zuschauer kommen. Als sportlicher Lückenfüller mag der Wettbewerb okay sein, aber in wirtschaftlicher Sicht bleiben viele, viele Fragezeichen.

Mit wie vielen Zuschauern rechnen Sie?
Wagner: Kann ich nicht genau sagen. Aber wenn man das aktuelle Zuschauer-Konzept des DFB auf uns herunterbricht, dann wären wir bei rund 400. Wir haben 500 Sitzplätze, angenommen jeder dritte davon darf besetzt werden, dann sind es in etwa 165. Im DFB-Konzept heißt es, dass man 12,5 Prozent der Stehplätze nutzen darf, das wären dann nochmals rund 250.

Ist Regionalligafußball unter diesen Voraussetzungen in Schalding überhaupt noch möglich?
Wagner: Aus sportlicher Sicht ja, weil uns Mannschaft und Umfeld sehr gut unterstützt haben in dieser schwierigen Zeit. Wie es grundsätzlich weitergeht, werden erst die nächsten Monate zeigen. Es gibt wie gesagt so viele offene Fragen. Und wir müssen sicher mit wirtschaftlichen Einbußen rechnen. Für Schalding sind die Einnahmen durch Zuschauer und Verkauf elementar wichtig. Uns fehlt auch das Geld durch den Verkauf von neuen Jahreskarten, weil die alten ja weiterhin gültig sind. Zudem werden wir investieren müssen, wir müssen unsere Verkaufsstände schützen und mit entsprechenden Maßnahmen umrüsten. Ich glaube nicht, dass wir über den Spielbetrieb so viele Einnahmen haben, dass wir so locker nach vorne schauen können. Es wird eine sehr strenge Zeit, nicht nur für den SV Schalding sondern für viele Vereine. Daher hätte ich die Saison abgebrochen und erst begonnen, wenn es zu beginnen ist. Meiner Meinung nach sind wir noch nicht so weit, dass wir schon wieder an Fußball denken können.

Derzeit kursieren in der Fußballszene Gerüchte über die finanzielle Situation des SVS. Auch von einer Schieflage ist die Rede.
Wagner: Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich zu Gerüchten öffentlich kein Statement abgebe. Nur so viel: Leider hat der SV Schalding auch viele Neider, die dem Verein nichts Gutes wollen. Ich vermute, dass diese Gerüchte und Themen aus dieser Richtung kommen. Das ist schade, müssen wir aber akzeptieren. Vielleicht liegt es daran, dass wir über Jahre hinweg keine schlechte Arbeit gemacht haben und uns solide organisiert haben und finanziell und sportlich gut arbeiten.

Eine akute finanzielle Schieflage besteht also nicht.
Wagner: Nein, die haben wir sicher nicht. Aber natürlich wird diese Zeit nicht spurlos am SV Schalding vorbeigehen. Natürlich ist es so, dass wir kämpfen müssen, natürlich haben wir Sorgen und Nöte, natürlich werden wir sehr klug haushalten müssen – aber da geht es aktuell eigentlich allen Vereinen so. Vor allem denen, die viele Zuschauer hatten. Da fehlt einfach Geld, daher mussten und müssen wir gewisse Dinge anpassen. Aber ich denke, dass alle gut zusammengeholfen haben und dass wir daher gut durchkommen werden durch diese schwierige Zeit. Nicht zuletzt, weil uns alle, die den Verein in der Vergangenheit unterstützt haben, auch jetzt sehr positiv gegenüberstehen und uns unterstützen, soweit es für jeden möglich ist.

Die SVS-Anhänger brauchen sich keine Sorgen zu machen?
Wagner: Nein, Sorgen braucht man sich keine zu machen.

Folglich hat auch die Regionalliga eine Zukunft in Schalding.
Wagner: Das denke ich schon. Wir haben uns zukunftsgerecht aufgestellt, haben einen guten Unterbau und erfahrene Funktionäre an der Spitze, die gut planen und arbeiten. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir diese schwierige Zeit meistern werden. Ich denke, andere Vereine in dieser Liga haben größere Probleme als wir.












Sicherheitscode:




Dokumenten Information
Copyright © heimatsport.de 2020
Dokument erstellt am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Aschaffenburg
25
51:27
50
2.
Nürnberg II
25
61:32
49
3.
Bayreuth
25
53:28
49
4.
Schweinfurt
23
48:29
44
5.
Aubstadt
25
43:41
39
6.
Eichstätt
26
46:32
37
7.
Greuther Fürth II
26
31:33
36
8.
Buchbach
25
32:29
35
9.
FC Augsburg II
25
44:35
34
10.
Burghausen
25
36:35
33
11.
SV Schalding
24
34:45
32
12.
Illertissen
25
37:51
31
13.
Rain/Lech
25
26:41
30
14.
Heimstetten
25
44:54
26
15.
1860 Rosenheim
25
30:61
21
16.
Memmingen
22
18:30
20
17.
Garching
20
21:52
13




Er kann es nicht fassen: Denis Dressel sieht von Schiri Patrick Hansbauer die rote Karte. imagoimages

Der TSV 1860 München tritt weiter auf den Stelle. Im Stadt-Derby am Samstag gegen Aufsteiger...



Kickt künftig in Osterhofen: Denis Chirinciuc. −Foto: Franz Nagl

Die Spvgg Osterhofen lässt mit einem weiteren namhaften Neuzugang aufhorchen...



War auch zuletzt gegen Salzburg erfolgreich: Leroy Sane. −Foto: dpa

Wenn Hansi Flick über Leroy Sane spricht, folgt auf jedes schwärmerische Lob ein Aber...



Torschützen unter sich: Chase Schaber und René Röthke. −Foto: Oliver Rabuser

Der Deggendorfer SC hat sich erfolgreich für die 3:5-Niederlage gegen den SC Riessersee revanchiert...



Nicht zu stoppen: Füssens Samuel Payeur, hier gegen Paul Pfenninger, traf dreifach. −Foto: Mike Sigl

Das Warten auf den ersten Punkt geht weiter: Die Passau Black Hawks haben auch ihr fünftes Spiel in...





Muss er jetzt gehen? Joachim Löw. −Foto: dpa

Es ist ein erneuter Tiefpunkt in der jüngeren Geschichte der deutschen Nationalmannschaft: 0:6...



−Symbolfoto: Nicolas Armer/dpa

Fitnessstudios in Deutschland erleben schon den zweiten Shutdown in diesem Jahr...



−Foto: afp

Joachim Löw darf bleiben - trotz Rekordpleite in Spanien und immer schärferer Kritik...



Kreis-Ost-Chef Christian Bernkopf (42). −Foto: Michael Sigl

Wenn es in diesem seltsamen Jahr eine Konstante gab, dann fortwährende, lautstarke Kritik am System...



Setzte den Rotstift an: BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher (links, mit Präsident Dr. Rainer Koch) musste dennoch für 2020 einen Fehlbetrag von 2,5 Millionen Euro vermelden. −Foto: BFV

Die Folgen der Covid-19-Pandemie treffen auch den Haushalt des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV)...





Über eine gute Bilanz in seinem ersten Jahr beim Fußball-Regionalligisten SV Wacker Burghausen kann sich Trainer Leo Haas freuen. −Foto: Butzhammer

Wenn im Frühjahr die Fußball-Regionalliga Bayern hoffentlich wieder starten kann...



Setzte den Rotstift an: BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher (links, mit Präsident Dr. Rainer Koch) musste dennoch für 2020 einen Fehlbetrag von 2,5 Millionen Euro vermelden. −Foto: BFV

Die Folgen der Covid-19-Pandemie treffen auch den Haushalt des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV)...



Egon Weber ist mit der Punkteausbeute des Wacker-Teams zufrieden, mit der Anzahl der Gegentreffer jedoch nicht. −Foto: Butzhammer

Der Fußball-Regionalligist SV Wacker Burghausen ist nicht unbedingt dafür bekannt...







Facebook


 Facebook Like-Box aktivieren 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)









realisiert von Evolver