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Schreiben an den DFB  |  13.07.2020  |  16:39 Uhr

"Schon sehr verwundert": Schweinfurt zweifelt Türkgücüs Drittliga-Aufstieg an

von Alexander Augustin

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Hat sich in einem langen Schreiben an den DFB gewandt: Schweinfurts Geschäftsführer Markus Wolf. −Foto: imago images

Hat sich in einem langen Schreiben an den DFB gewandt: Schweinfurts Geschäftsführer Markus Wolf. −Foto: imago images

Hat sich in einem langen Schreiben an den DFB gewandt: Schweinfurts Geschäftsführer Markus Wolf. −Foto: imago images


Die Lizenz ist da, der Kader wird bereits mächtig aufgerüstet für das Abenteuer 3. Liga. Doch macht jetzt ein ehemaliger Regionalliga-Rivale Türkgücü München einen Strich durch die Rechnung? Der 1. FC Schweinfurt, in der unterbrochenen Saison ärgster Verfolger, zweifelt die Rechtmäßigkeit der Lizenzvergabe an Türkgücü an. Das haben die "Schnüdel" – namentlich Geschäftsführer Markus Wolf – in einem zweiseitigen Brief an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) kundgetan. Dieser liegt unserer Redaktion vor.

Konkret geht es Schweinfurt um die unorthodoxe Stadionlösung: Türkgücü besitzt keine feste Spielstätte – eine Tatsache, die bereits mehrmals die Lizenz gefährdete. Der DFB fordert ein uneingeschränkt nutzbares Stadion. Also wurde man erfinderisch: Als erste Spielstätte ist nun Würzburg eingetragen, allerdings war dies ein eher formaler Akt. Läuft alles wie geplant, wird Türkgücü seine Spiele im Grünwalder und Olympiastadion austragen.

Dass der DFB Würzburg als ersten Spielort akzeptiert, stößt in Schweinfurt auf Unverständnis: "Wenn man jetzt bedenkt, dass in dem Statut des DFB zur 3. Liga zum einen geregelt ist, dass ‚das Stadion‘ sich am Sitz des Vereins befinden ‚muss‘ – wobei Ausnahmen möglich sind – und zum anderen, dass ‚das Stadion...für den Spielbetrieb der 3. Liga uneingeschränkt zur Verfügung stehen‘ muss, ist für uns die Mitteilung des DFB bzw. das mitgeteilte Ergebnis der Prüfung durch die Zentralverwaltung des DFB nicht nachvollziehbar", schreibt FCS-Geschäftsführer Markus Wolf im Brief an den Verband und fragt anschließend: "Wie kann man ein Stadion, welches fast 300 Kilometer vom Vereinssitz entfernt ist und welches in erster Linie von einem Zweitligisten genutzt wird, als Heimspielstätte akzeptieren!?"

Wolf: Stadt Würzburg hat Stadion-Nutzung durch Türkgücü untersagt

Außerdem verweist er auf Probleme mit Anwohner, die schon Spiele der Würzburger Kickers in der Flyeralarm Arena auslösten: "Gerichtliche Verfahren diesbezüglich sind unseres Wissens nach rechtshängig. Wir können uns nicht vorstellen, dass eine zusätzliche Nutzung der Flyeralarm Arena durch Türkgücü München von der Stadt Würzburg zugelassen werden würde." Die Stadt Würzburg habe einer Nutzung durch Türkgücü München sogar eine Absage erteilt, behauptet Wolf. "Wie von Türkgücü dennoch ein Mietvertrag oder eine entsprechende Erklärung dem DFB vorgelegt werden konnte, ist für uns nicht nachvollziehbar, zumal der DFB uns diesbezüglich keinerlei Auskünfte gibt." Die Würzburger Arena sei für Türkgücü eher ein "Strohmannstadion" als eine uneingeschränkte Heimspielstätte, schreibt der FCS-Geschäftsführer weiter.

Der 1. FC Schweinfurt habe um Einsicht der Lizenzunterlagen von Türkgücü München gebeten, dies sei aber von Seiten des DFB verwehrt worden. Eine erneute Prüfung der Lizenz fordert Wolf in dem Schreiben nicht, gibt aber zu bedenken, dass "die eigenen Regeln" des DFB "letztendlich wohl äußerst großzügig bzw. zu großzügig ausgelegt wurden".

Gut möglich, dass es sich bei dem Schreiben auch um eine Retourkutsche an Türkgücü München handelt. Als Gegenzug für den frühzeitigen Aufstieg des Konkurrenten hatte der BFV den "Schnüdel" den Startplatz für die kommende DFB-Pokal zugesichert. Nun aber geht plötzlich Türkgücü wieder davon aus, dort anzutreten. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Man sei schließlich die beste Amateurmannschaft Bayerns, so die Auffassung der Münchner. Beim BFV sieht man das aber anders. Mit dem Aufstieg sei Türkgücü kein Teil der Regionalliga mehr und damit der FCS die aktuell beste Amateurmannschaft. Das dürfte man auch in Schweinfurt so sehen.












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Aschaffenburg
25
51:27
50
2.
Nürnberg II
25
61:32
49
3.
Bayreuth
25
53:28
49
4.
Schweinfurt
23
48:29
44
5.
Aubstadt
25
43:41
39
6.
Eichstätt
26
46:32
37
7.
Greuther Fürth II
26
31:33
36
8.
Buchbach
25
32:29
35
9.
FC Augsburg II
25
44:35
34
10.
Burghausen
25
36:35
33
11.
SV Schalding
24
34:45
32
12.
Illertissen
25
37:51
31
13.
Rain/Lech
25
26:41
30
14.
Heimstetten
25
44:54
26
15.
1860 Rosenheim
25
30:61
21
16.
Memmingen
22
18:30
20
17.
Garching
20
21:52
13




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