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Nach Schöller-Abgang  |  01.07.2020  |  08:00 Uhr

Schalding verliert weiteren Leistungsträger: Nico Dantscher geht sofort nach Vilzing

von Andreas Lakota

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Sagt nach drei Jahren am Reuthinger Weg Servus: Nico Dantscher. −Foto: Lakota

Sagt nach drei Jahren am Reuthinger Weg Servus: Nico Dantscher. −Foto: Lakota

Sagt nach drei Jahren am Reuthinger Weg Servus: Nico Dantscher. −Foto: Lakota


Die Gerüchte hielten sich schon lange, nun ist es fix: Nico Dantscher (23) wird den Regionalligisten SV Schalding verlassen und wechselt mit sofortiger Wirkung zum ambitionierten Bayernligisten DJK Vilzing. Nach Keeper Markus Schöller verliert der SVS damit einen weiteren Leistungsträger. Der Ex-Profi unterschrieb einen Einjahresvertrag. Das meldete der Bayernliga-Nord-Spitzenreiter in einer Pressemittelung.

Dantscher war 2017 zum SVS gewechselt und erkämpfte sich trotz seiner gerade erst 20 Jahre schnell einen Stammplatz. Sein starker linker Fuß, seine präzisen Diagonalbälle und sein gutes Zweikampfverhalten machten den bei Regensburg und Fürth ausgebildeten Verteidiger zu einer unverzichtbaren Säule in der Schaldinger Defensive. Neben dem Fußball studierte Dantscher in Deggendorf, gründete mit Mitspieler Andreas Jünger eine WG. Doch wegen Corona und dem folgenden digitalen Studium lösten beide die Wohnung in Deggendorf auf und zogen zurück in die Heimat. Bei Danstcher heißt diese Kelheim. Auf Dauer könne er freilich nicht ins Training nach Schalding pendeln, sagte er im Mai gegenüber heimatsport.de – und deutete damit seinen Abschied bereits an. Nun ist die Entscheidung getroffen und Nico Dantscher sagt am Reuthinger Weg Servus.

"Als Nico seine Zelte in Deggendorf abgebrochen hat, war für uns klar, dass der Aufwand von seinem Wohnort Ihrlerstein aus in keinem Verhältnis mehr gestanden wäre", sagt Schaldings Sportchef Markus Clemens. "Wir verlieren mit ihm einen sehr guten Fußballer, vor allem aber top Kerl, der bei uns innerhalb der Mannschaft und im gesamten Verein viele Freunde gefunden hat. Wir wünschen Nico sportlich und privat alles erdenklich Gute"

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"Wir standen schon seit Anfang des Jahres mit Nico in Kontakt", berichtet Roland Dachauer, Sportlicher Leiter in Vilzing. Ursprünglich sei Dantscher als Nachfolger für Daniel Völkl und David Romminger in der Innenverteidigung vorgesehen gewesen. "Beide hängen aber nun noch ein Jahr dran und beenden die laufende Saison bei uns," sagt Dachauer. Daher habe man es Dantscher – wie den anderen Neuzugängen – freigestellt, ob er bereits in diesem Sommer den Wechsel wahrnehmen möchte. "Und Nico hat sich dazu entschlossen, schon ab 1. Juli bei uns anzufangen. Mit dem abgebenden Verein konnten wir uns bereits mündlich einigen, hier gilt unser Dank natürlich Markus Clemens für die Freigabe", sagt Dachauer. Neben Dantscher wechseln auch Marco Pfab (22) und Brian Wagner (19) im Juli an den Huthgarten.

Dass die Vilzinger Abwehr nun personell sehr gut besetzt ist, sieht der Sportchef nicht als Problem. Im Gegenteil: "Durch die Einführung des neuen Ligapokals kommt ein zusätzlicher Wettbewerb dazu, alle werden auf ihre Spiele kommen. Da sich im Mai 2021 unsere altgedienten Spieler verabschieden werden, ist Nico schon ein Vorgriff auf diesen anstehenden Umbruch."

Dantscher spielte in der Jugend von Jahn Regensburg, wechselt danach ins Internat nach Fürth. "Für meine schulischen Leistungen war der Schritt nicht gerade förderlich", sagt er im Nachhinein. Weil der Abschluss wackelte, verließ er nach drei Jahren schließlich das Leistungszentrum, ging zurück in die Heimat, machte Abitur an der FOS.

Dann begann er ein Studium in Regensburg und wechselte zugleich zum FC Ingolstadt, wo er in der U23-Mannschaft spielte. "Aber das war dann irgendwie alles zu viel. Wir haben ja täglich am Vormittag trainiert und ich musste eine Stunde pendeln. Einfach." Der junge Innenverteidiger mit dem starken linken Fuß war zwar damals auch bei einigen Drittligisten im Gespräch, entschied sich aber schließlich für den Schritt Studium und Regionalligafußball – und landete so beim SV Schalding. Dort avancierte Dantscher schnell zu einer festen Größe und rückt erneut ins Interesse anderer Klubs. Nach einem Jahr am Reuthinger Weg wollte ihn laut österreichischen Medien unbedingt Zweitligist BW Linz haben. Doch Dantscher blieb beim SVS, schaffte mit dem Team weitere zweimal den Ligaerhalt. Nun ist das Kapitel SV Schalding für Nico Dantscher aber beendet.

Beim SVS hinterlässt der Verteidiger eine große Lücke, zumal Schalding in der Defensive personell ohnehin Probleme hatte. Ob nach Schöller und Dantscher weitere Abgänge folgen, ist offen. Andreas Jünger wohnt wieder in seiner Heimat Regensburg, auch für ihn könnte sich ein weiteres Engagement am Reuthinger Weg schwierig gestalten. Fakt ist, dass sich die Schaldinger auch mit einigen Neuzugängen einig sind. Inwieweit diese Transfers jetzt im Sommer realisiert werden, ist laut Sportchef Markus Clemens aber noch nicht final geklärt.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München II
4
16:5
12
2.
Schweinfurt
4
15:4
10
3.
Pipinsried
4
9:4
10
4.
Bayreuth
4
13:4
9
4.
Burghausen
4
13:4
9
6.
Buchbach
4
6:2
7
7.
Aschaffenburg
4
5:3
7
8.
Eichstätt
4
10:9
7
9.
1.FC Nürnberg II
4
8:5
5
10.
Illertissen
4
4:4
5
11.
SV Schalding
4
3:4
5
12.
1860 Rosenheim
4
2:9
5
13.
Heimstetten
4
5:5
4
14.
Unterhaching
4
3:7
4
15.
FC Augsburg II
4
4:8
3
16.
Memmingen
4
6:10
2
17.
Aubstadt
4
2:7
2
18.
Greuther Fürth II
4
4:12
2
19.
Eltersdorf
4
3:11
1
20.
Rain
4
1:15
0




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