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"Mir geht es super"  |  14.04.2020  |  06:00 Uhr

OP nach Kreuzbandriss abgesagt: Warum Patrick Rott auf eine andere Behandlung setzt

von Andreas Lakota

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Setzt auf eine alternative Heilmethode: Patrick Rott, der sich im Februar das Kreuzband gerissen hat. −Foto: Lakota

Setzt auf eine alternative Heilmethode: Patrick Rott, der sich im Februar das Kreuzband gerissen hat. −Foto: Lakota

Setzt auf eine alternative Heilmethode: Patrick Rott, der sich im Februar das Kreuzband gerissen hat. −Foto: Lakota


Eigentlich ist schon alles fix. Der Arzt, der Operationstermin, der Plan für die Reha. Doch dann kommt alles anders. Ganz anders. "Und das ist auch gut so", findet Patrick Rott (25). Ende Februar reißt sich der Regionalliga-Fußballer des SV Schalding in der Vorbereitung das Kreuzband, in Regensburg soll der pfeilschnelle Offensivspieler wenig später unters Messer – aber Rott sagt den Eingriff ab. Er setzt auf eine alternative Heilmethode, glaubt an eine Genesung ohne Operation. Jetzt, rund sechs Wochen nach dem Trainingsunfall, sagt er: "Mir geht es super. Ich bin schon wieder voll im Lauftraining, das Knie fühlt sich komplett stabil an. Ich bin überzeugt, dass ich auf dem richtigen Weg bin."

Der richtige Weg. Bei einem Kreuzbandriss ist dieser eigentlich vorgezeichnet. Vor allem für aktive Sportler. In einer Operation wird dem Patient eine Sehne, meist aus dem Oberschenkel, entnommen, und als neues Band ins Knie eingesetzt. Will man wieder Leistungssport betreiben, gibt es für die Schulmedizin oft keine Alternative zur Kreuzbandplastik. Für andere Therapeuten schon. Allen voran für Mohamed Khalifa: Der gebürtige Ägypter behandelt in seiner Praxis im österreichischen Hallein (Nähe Salzburg) seit 40 Jahren Patienten mit schwersten Muskel- und Gelenkverletzungen ohne Operation, nur mit seinen Händen, mit denen er Druck auf die Haut ausübt und so Selbstheilungsvorgänge im Körper auslöst.

Patrick Rott wechselte im Winter vom 1.FC Passau zum SV Schalding. −Foto: Lakota

Patrick Rott wechselte im Winter vom 1.FC Passau zum SV Schalding. −Foto: Lakota

Patrick Rott wechselte im Winter vom 1.FC Passau zum SV Schalding. −Foto: Lakota


Selbst Kreuzbandrisse könnten auf diese Weise geheilt werden, so Manualtherapeut Khalifa, dessen Behauptung durch eine wissenschaftliche Studie des Sportmediziners Dr. Michael Ofner gestützt wird. Kerngedanke der Khalifa-Methode, der sogenannten Regenerationstherapie: "Nicht die Verletzung muss geheilt werden, sondern die Bewegung wieder ermöglicht werden. Es geht nicht um die Wiederherstellung der Anatomie, sondern des Systems. Und das kann der Körper selbst am besten. Man muss ihm nur dabei helfen."

In die Hände von Mohamed Khalifa, der schon Stars wie Boris Becker, Steffi Graf oder Roger Federer und auch mehrere Profifußballer behandelt hat, begibt sich auch Christian Piermayr (23). Piermayr spielt wie Patrick Rott beim SV Schalding. Der Verteidiger reißt sich im Herbst des vergangenen Jahres ebenfalls das Kreuzband – und geht den Weg ohne Operation. Der Österreicher wollte im Frühjahr eigentlich wieder spielen, doch Corona bremste das Comeback. Piermayrs Geschichte fasziniert Patrick Rott – und bestätigt ihn in seiner Absicht, auch selbst auf eine Behandlung ohne Operation zu setzen.

"Ich habe sehr viel gelesen, mich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt", erzählt Rott. Da Mohamed Khalifa seit ein paar Monaten im Ruhestand weilt und nicht mehr behandelt, sucht er nach Alternativen – und wird in Ansbach fündig. Genauer in der Praxis von Physiotherapeut und Heilpraktiker Uwe Fröhlich. "Er vertritt einen ähnlichen Ansatz wie auch Khalifa. Es geht um die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Ich habe insgesamt drei Behandlungen und bisher bin ich sehr begeistert", sagt Rott.

Mit einem "Hinkebein" sei er zur ersten Behandlung gekommen, mittlerweile sei er bereits voll im Lauftraining. "Ich schaffe jede Woche einen Kilometer mehr", sagt Rott. Selbst gegen den Ball habe er bereits wieder getreten, "das Knie fühlt sich wirklich gut an". Wann er wieder Fußball spielen will? "Da habe ich noch keinen genauen Plan. Ich spule jetzt einfach mein Programm ab. Da die Fitnessstudios zu sind, habe ich mir einige Trainingsgeräte für zu Hause besorgt. Außerdem bin ich zwei, drei Mal pro Woche beim Physiotherapeut."

Der SV Schalding stehe voll hinter seinem eingeschlagenen Weg, berichtet Rott, der froh ist, die Operation abgesagt zu haben. "Ich hatte da von Anfang an kein gutes Gefühl." Aufdrängen will er seinen Weg aber niemandem. "Ich denke", sagt er, "jeder muss für sich selbst herausfinden, was das richtige ist – und dann auch an die Sache glauben." Er selbst sei überzeugt, dass der Körper viele Probleme von alleine lösen könne – und werde sich künftig noch intensiver mit dieser Thematik beschäftigen, meint Patrick Rott, der in Deggendorf Sportwissenschaft studiert.

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Heimatzeitung, Sport.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayreuth
38
103:39
93
2.
Bayern München II
38
113:50
86
3.
Burghausen
38
84:54
64
4.
Unterhaching
38
73:59
64
5.
Schweinfurt
38
96:56
62
6.
Aubstadt
38
74:43
61
7.
Illertissen
38
57:45
59
8.
Aschaffenburg
38
54:53
51
9.
FC Augsburg II
38
68:70
50
10.
Eichstätt
38
49:62
50
11.
1.FC Nürnberg II
38
55:56
49
12.
Buchbach
38
50:46
48
13.
Pipinsried
38
52:72
48
14.
Heimstetten
38
56:68
47
15.
Rain
38
43:66
45
16.
Eltersdorf
38
55:84
41
17.
Greuther Fürth II
38
50:67
40
18.
Memmingen
38
44:72
38
19.
SV Schalding
38
34:85
29
20.
1860 Rosenheim
38
39:102
27




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