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Regionalligisten in der Corona-Pause | 17.03.2020 | 13:04 Uhr

Saisonabbruch, Training und seine geklärte Zukunft: So sieht Schaldings Stefan Köck die Lage

von Andreas Lakota

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Stefan Köck kann sich derzeit nicht vorstellen, dass die Saison in der Regionalliga Bayern zu Ende gespielt wird. −Foto: Lakota

Stefan Köck kann sich derzeit nicht vorstellen, dass die Saison in der Regionalliga Bayern zu Ende gespielt wird. −Foto: Lakota

Stefan Köck kann sich derzeit nicht vorstellen, dass die Saison in der Regionalliga Bayern zu Ende gespielt wird. −Foto: Lakota


Der Ball ruht. Das Coronavirus hat den Fußball zum Erliegen gebracht. Die Regionalliga Bayern pausiert bis mindestens 19. April. Wie sehen die Vereine die Situation? Was machen die Spieler in der Zwangspause? Wie gestalten sich die Planungen für die Zukunft? Wir haben nachgefragt bei einigen Klubs. Teil 1: Der SV Schalding.

Beim Regionalligisten SV Schalding hat man derzeit Wichtigeres im Kopf als Siege und Tore. Der SVS war zum Beispiel einer der ersten Vereine, der beim BFV dafür geworben hat, den letzten Spieltag abzusetzen. Fußball spiele derzeit nur eine absolute Nebenrolle bei den gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, heißt es am Reuthinger Weg. Dennoch müssen sich die Verantwortlichen aber auch mit der Zukunft beschäftigen, irgendwann wird es ja weitergehen. Eine dieser Fragen betrifft freilich auch die Trainerposition, offiziell hat Stefan Köck (35) ja noch nicht verlängert. Allerdings haben vergangene Woche, als der Trainingsbetrieb noch lief, bereits die entscheidenden Gespräche stattgefunden – Köck wird demnach auch in der neuen Saison das Sagen haben beim SVS.

Der Deggendorfer übernahm in der Winterpause der Saison 2016/17 als Nachfolger von Anton Autengruber das Kommando beim Passauer Regionalligisten und führte den SVS dreimal zum Klassenerhalt. Schon im Winter hatte Köck betont, dass die Tendenzen auf Vertragsverlängerung stehen. "Bei uns geht das immer recht schnell, der Verein und ich liegen absolut auf einer Wellenlänge", sagt Köck, der sich in der Vorbereitung das Kreuzbandriss gerissen hat und nach der dritten schweren Knieverletzung seine Karriere als Spieler beendet hat. Derzeit gehe es ihm überraschend gut, "das Knie ist relativ stabil, im Alltag habe ich keine Probleme", erzählt der Lehrer für Sport und Mathematik.

Er werde nun in den nächsten Monaten intensiv Muskelaufbau und Stabilität trainieren und dann in einer MRT-Untersuchung klären lassen, ob das Knie stabil genug sei, um eine Operation zu vermeiden. "Ich will auf jeden Fall wieder ohne nachdenken zu müssen Sport machen. Wenn dies ohne Operation klappt, umso besser. Sollte dies nicht möglich sein, werde ich im August den ersten Schritt machen und mir die Bohrkanäle auffüllen lassen. Im Dezember würde dann das Kreuzband neu gemacht werden."

Bis dahin freilich ist es noch eine lange Zeit – ob mit oder ohne Fußball werde sich zeigen. Derzeit könne man noch nicht einschätzen, wie die Sache weitergehe. Für Köck steht nur eines fest: "Die Gesundheit hat absolut Vorrang und muss über allem stehen. In Zeiten wie diesen muss sich der Sport ganz weit hinten anstellen." Er hoffe, so Köck weiter, dass alle Menschen den Ernst der Lage erkennen und den Aufforderungen der Politik Folge leisten. "Jeder muss jetzt seinen Beitrag leisten für die Gemeinschaft, Egoismus aller Art ist da absolut Fehl am Platz."

Dass der Trainingsbetrieb vorerst bis 19. April eingestellt wurde, sei die einzig sinnvolle Entscheidung, so Köck, der derzeit noch nicht glauben kann, dass danach alles wieder normal weiterläuft. "Wenn man die aktuelle Berichterstattung betrachtet, ist der Höhepunkt der Krise ja noch lange nicht erreicht." Ob die Saison zu Ende gespielt werden kann? "Ich weiß es nicht", sagt Köck, "da gibt es jetzt genügend Leute in den entsprechenden Positionen, die sich damit beschäftigen." Stand jetzt könne er sich nur schwer vorstellen, dass es zu einem normalen Saisonende kommt. "Abbruch und alles auf Null ist für mich nach derzeitigem Stand eigentlich die einzige Option. Aber wie gesagt: Da zerbrechen sich gerade viele Leute den Kopf – und ich bin sicher, dass diese Leute auch die beste Entscheidung treffen werden".

Da der Trainingsbetrieb ruht, hat Köck für seine Spieler individuelle Übungspläne erstellt. "Jeder hat seine Hausaufgaben bekommen", sagt er. Ausdauer, Kraft, Koordination − "alles Dinge, die jeder für sich alleine machen kann". Übungen mit dem Ball seien freilich schwierig, wenngleich sich jeder Fußballer danach sehnt. "Aber vielleicht hat ja der ein oder andere die Möglichkeiten, im Garten ein bisschen was zu machen. Und wenn es nur jonglieren ist."

Die Mannschaft selbst sei über Telefon bzw. Smartphone in Kontakt. Die Abstimmung mit den Verantwortlichen um Sportchef Markus Clemens laufe ebenfalls digital. Anstehende Gespräche mit Spielern und potenziellen Neuzugängen können künftig auch über Videochat erfolgen, sagt Köck. "Natürlich planen wir in nächster Zeit auch für die neue Saison. Wir haben schone viele Gespräche mit Spielern geführt und viele positive Signale erhalten. Sicher ist, dass auch einige junge Kräfte ihre Chance bekommen werden − und ich bin überzeugt, dass der ein oder andere diese auch nutzen wird." Wann, das ist freilich eine andere Frage ...












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Türkgücü München
23
51:20
54
2.
Schweinfurt
23
49:28
45
3.
Nürnberg II
23
51:27
43
4.
Bayreuth
23
48:27
41
5.
Aschaffenburg
23
45:29
38
6.
Eichstätt
23
41:23
37
7.
Greuther Fürth II
23
29:25
35
8.
Buchbach
23
29:31
34
9.
Aubstadt
22
37:34
33
10.
FC Augsburg II
23
38:34
29
11.
Burghausen
23
28:33
26
12.
Illertissen
23
33:48
25
13.
Rain/Lech
22
24:40
24
14.
Heimstetten
23
37:52
23
15.
SV Schalding
22
26:47
23
16.
1860 Rosenheim
23
29:56
21
17.
Memmingen
22
22:36
19
18.
Garching
21
23:50
16




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